Seit vielen Jahren veröffentliche ich Recherchen und Gespräche mit spannenden Gästen. Insbesondere seit 2020 liegt mein Fokus darauf, Menschen zu gesellschaftlich relevanten Themen zu Wort kommen zu lassen, die trotz ihrer Fachkompetenz oder Erfahrung aus dem Debattenraum ausgegrenzt wurden. Die Corona-Krise war maßgeblich dafür verantwortlich, dass ich mich dafür entschieden habe, Menschen vor der Kamera zu befragen. Die im Jahr 2021 von mir an die ARD übergebenen Petitionen mit insgesamt 110.000 Unterschriften forderten eigentlich etwas ganz Einfaches. Ein Streitgespräch zur Corona-Politik zur besten Sendezeit mit Kritikern und Befürwortern der Maßnahmen. Die daraufhin folgende Videokonferenz mit hochrangigen Programmverantwortlichen zeigte mir, dass diese es für die Zuschauer als überfordernd betrachten, kontroverse Standpunkte zu präsentieren. Seit ich diesen Satz gehört hatte, war mir klar, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten den Medienstaatsvertrag nicht adäquat einhalten. Insbesondere bei brisanten Themen grenzen sie das Meinungsspektrum nämlich bewusst ein.
Deshalb begann ich, Experten einzuladen und mithilfe des Kameramanns André Schuster Interviews zu drehen. Über viele Jahre professionalisierten wir unser Format, insbesondere um unsere Gäste ins beste Licht zu rücken. Wir wollten ein ansprechendes Bild erschaffen, das zum Verweilen einlädt. Das gelang uns unter anderem, indem wir ab 2024 Arthur Oppenländer ins Team holten, in Technik investierten und im Sprechsaal in Berlin relativ preiswert und ohne die Gefahr, gecancelt zu werden, Drehtage organisieren konnten.
Gleichzeitig legte ich immer Wert auf Gespräche, die nicht in erster Linie darauf aus sind, Klickzahlen zu generieren und vermeintliche Skandale aufzudecken. Unsere Formate leben von einer gewissen Zurückhaltung, Informationsdichte, Zeit und echtem Interesse am Gegenüber. Das bedeutet jedoch auch, dass unsere Gespräche in Zeiten von Empörungsmanagement und Echokammern weniger Aufrufe erzielen und damit auch weniger Einnahmen auf YouTube generieren.
Mir war dabei stets klar, dass Google mich jederzeit löschen oder in meiner Reichweite einschränken könnte, wie es zu den Corona-Hochzeiten geschehen ist. Deshalb war es mir wichtig, dass die Sendungen, die wir produzieren, hauptsächlich von den Zuschauern finanziert werden. Genau aus diesem Grund habe ich frühzeitig damit begonnen, regelmäßig Finanzberichte zu veröffentlichen, um deutlich zu machen, welche Kosten mit unseren hochwertigen Formaten verbunden sind.
Wir konnten über Jahre hinweg durch zahlreiche Schenkungen von Kleinstbeträgen sehr wertvolle Formate drehen. Danke dafür!
Das Interesse an Corona ebbt verständlicherweise ab. Meine Gespräche drehen sich mittlerweile auch um andere Themen und ich vermute, dass viele Menschen immer weniger Geld zur freien Verfügung haben. Jedenfalls sinken die Schenkungen und damit auch die finanziellen Möglichkeiten, Andre und Arthur für Videoproduktionen zu bezahlen. Aktuell versuchen wir, die Produktionskosten zu minimieren, indem wir den Personalbedarf für das Drehen verringern.
Wir wollen jedoch gerne weiterdrehen und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass das ruhig geführte Hintergrundgespräch in schönem Ambiente seine Berechtigung hat. Außerdem möchte ich meine Corona-Recherchen inklusive der Rechtsstreite mit dem Paul-Ehrlich-Institut fortsetzen.
Unterstützen Sie daher, wenn es Ihnen möglich ist, weiterhin unsere Arbeit. Vielen Dank auch für die zahlreichen Schenkungen der letzten sechs Jahre, die meine Arbeit erst ermöglicht haben.
Mit spätsommerlichen Grüßen
Bastian Barucker
Weitere Interviews ermöglichen:
Produktionskosten: ca. 1700 €
Produktion: https://www.screen-talk.de
Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS
PayPal: info@bastian-barucker.de (Link)
Betreff: Schenkung









