Während der Bürger Stück für Stück gläserner wird, der Wahrheitskomplex umfassend tätig wird und umfassende Kontrollstrukturen entstehen, darf der Humor nicht auf der Strecke bleiben.
Die Chatkontrolle ist durch. Nicht weil eine Mehrheit dafür gestimmt hat, sondern weil ein Verfahrenstrick sie wiederbelebt hat. Das allein sollte jeden aufhorchen lassen – unabhängig davon, was man von Überwachung hält. Denn hier geht es nicht um Kinderschutz. Es geht darum, dass anlasslos gescannt wird. Dass private Kommunikation zur Ware wird, die Algorithmen durchsuchen. Und dass wir uns daran gewöhnen sollen, dass jemand mitliest.
Die Satire am Ende deines Textes, Bastian, ist mutig – aber sie übertreibt so sehr, dass sie das eigentliche Problem verdeckt. Niemand wird im Bus nach dem CO₂-Budget gefragt werden. Aber die psychologische Wirkung von Überwachung ist real: Menschen ändern ihr Verhalten, wenn sie wissen, dass jemand zuschaut. Sie schreiben vorsichtiger. Sie sagen weniger. Sie vertrauen weniger. Das ist keine Dystopie – das ist Alltag in Gesellschaften, die Überwachung normalisieren.
Wie viele Menschen merken überhaupt noch, dass hier Grenzen verschoben werden? Die Chatkontrolle kommt nicht mit Blaulicht und Sirene. Sie kommt in einem Eilverfahren während der Fussball-WM. Und am Ende sagen alle: «Aber es geht doch nur um Kinderschutz.» Nein. Es geht um die Frage, ob wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der private Kommunikation ein Privileg ist – oder ein Recht.
Die Chatkontrolle ist durch. Nicht weil eine Mehrheit dafür gestimmt hat, sondern weil ein Verfahrenstrick sie wiederbelebt hat. Das allein sollte jeden aufhorchen lassen – unabhängig davon, was man von Überwachung hält. Denn hier geht es nicht um Kinderschutz. Es geht darum, dass anlasslos gescannt wird. Dass private Kommunikation zur Ware wird, die Algorithmen durchsuchen. Und dass wir uns daran gewöhnen sollen, dass jemand mitliest.
Die Satire am Ende deines Textes, Bastian, ist mutig – aber sie übertreibt so sehr, dass sie das eigentliche Problem verdeckt. Niemand wird im Bus nach dem CO₂-Budget gefragt werden. Aber die psychologische Wirkung von Überwachung ist real: Menschen ändern ihr Verhalten, wenn sie wissen, dass jemand zuschaut. Sie schreiben vorsichtiger. Sie sagen weniger. Sie vertrauen weniger. Das ist keine Dystopie – das ist Alltag in Gesellschaften, die Überwachung normalisieren.
Wie viele Menschen merken überhaupt noch, dass hier Grenzen verschoben werden? Die Chatkontrolle kommt nicht mit Blaulicht und Sirene. Sie kommt in einem Eilverfahren während der Fussball-WM. Und am Ende sagen alle: «Aber es geht doch nur um Kinderschutz.» Nein. Es geht um die Frage, ob wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der private Kommunikation ein Privileg ist – oder ein Recht.
Planhof - Bahnlos, der Zug hat den Bahnhof verlassen
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Ich vermute, in diesem Beitrag sehr vieles, das lesenswert wäre. Aber warum begräbt man es in einer so unstrukturierten Textwüste?
Textwüste? Lies mal wieder Stifter, Nachsommer.
.. wir danken ihnen .. für die freiwillige Kooperation .. ENDE ..