5 Kommentare
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Avatar von Rebi

Die Chatkontrolle ist durch. Nicht weil eine Mehrheit dafür gestimmt hat, sondern weil ein Verfahrenstrick sie wiederbelebt hat. Das allein sollte jeden aufhorchen lassen – unabhängig davon, was man von Überwachung hält. Denn hier geht es nicht um Kinderschutz. Es geht darum, dass anlasslos gescannt wird. Dass private Kommunikation zur Ware wird, die Algorithmen durchsuchen. Und dass wir uns daran gewöhnen sollen, dass jemand mitliest.

Die Satire am Ende deines Textes, Bastian, ist mutig – aber sie übertreibt so sehr, dass sie das eigentliche Problem verdeckt. Niemand wird im Bus nach dem CO₂-Budget gefragt werden. Aber die psychologische Wirkung von Überwachung ist real: Menschen ändern ihr Verhalten, wenn sie wissen, dass jemand zuschaut. Sie schreiben vorsichtiger. Sie sagen weniger. Sie vertrauen weniger. Das ist keine Dystopie – das ist Alltag in Gesellschaften, die Überwachung normalisieren.

Wie viele Menschen merken überhaupt noch, dass hier Grenzen verschoben werden? Die Chatkontrolle kommt nicht mit Blaulicht und Sirene. Sie kommt in einem Eilverfahren während der Fussball-WM. Und am Ende sagen alle: «Aber es geht doch nur um Kinderschutz.» Nein. Es geht um die Frage, ob wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der private Kommunikation ein Privileg ist – oder ein Recht.

Avatar von Si▪️Kai

Planhof - Bahnlos, der Zug hat den Bahnhof verlassen

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Avatar von Oliver Kern

Ich vermute, in diesem Beitrag sehr vieles, das lesenswert wäre. Aber warum begräbt man es in einer so unstrukturierten Textwüste?

Avatar von Bernhard Erne

Textwüste? Lies mal wieder Stifter, Nachsommer.

Avatar von // logic is .. consecutive ..

.. wir danken ihnen .. für die freiwillige Kooperation .. ENDE ..