«Wir haben ein kleines Stück Rechtsgeschichte geschrieben.»
Eine durch die AstraZeneca-„Impfung” geschädigte Zahnärztin hat vor dem Bundesgerichtshof gegen den Impfstoffhersteller geklagt. Sie erhält volle Einsicht in die Daten des Pharmaunternehmens.
Anfang März 2021 erleidet eine Zahnärztin kurz nach der Injektion mit dem AstraZeneca-Impfstoff gegen das Coronavirus schwere Nebenwirkungen. Nach mehreren Gerichtsverhandlungen und fünf Jahren Rechtsstreit erreicht sie vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe eine «Waffengleichheit» mit dem Pharmaunternehmen.(VI ZR 335/24) Die vorherigen Gerichtsentscheidungen attestierten dem „Impfstoff“ pauschal ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis, ohne vollen Zugang zu sämtlichen Daten gehabt zu haben. Diesen exklusiven Zugang hatte nur AstraZeneca. Nun muss der Impfstoffhersteller sämtliche Daten offenlegen, damit der allgemeine Nutzen des Produkts von Dritten geprüft werden kann. So ist es außerdem möglich festzustellen, wann AstraZeneca über welche schwerwiegenden Nebenwirkungen informiert war und ob das Unternehmen die impfenden Ärzte unverzüglich über diese Alarmsignale informiert hat. Nur so hätten die impfenden Ärzte die Impflinge umfassend und wirksam aufklären können. Ich habe Frau Dr. Aksoy zu ihrem Prozess befragt.
Barucker: Frau Dr. Aksoy, die Tagesschau titelte kürzlich: «Nun hat eine Zahnärztin aus Mainz vor dem Bundesgerichtshof einen Teilerfolg gegen AstraZeneca errungen.» Dabei geht es um den Prozess, den Sie gegen den Pharmariesen AstraZeneca führen. Worum geht es bei diesem Prozess?
Aksoy: Mir geht es um Gerechtigkeit, Transparenz und die Aufdeckung der Wahrheit. Außerdem geht es mir um die faire Behandlung aller Impfgeschädigten.
Barucker: Sie sind Zahnärztin und somit gut ausgebildet, was medizinische Themen betrifft. Warum haben Sie sich damals für eine Impfung entschieden?
Aksoy: Damals handelte es sich um eine Art Gruppendynamik. Mein Arbeitgeber hatte den Termin für alle Praxisangestellten vereinbart. Aufgrund unserer Tätigkeit am Patienten waren wir priorisiert.
Barucker: Haben Sie damals angenommen, dass diese Impfung bei so schneller Zulassung sicher sein kann?
Aksoy: Damals hieß es, die Impfung sei nebenwirkungsfrei. Es handele sich nur um einen kleinen Piks. Mit den mir genannten Impfnebenwirkungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber und Unwohlsein habe ich gerechnet. Nicht aber mit Thrombosen oder gar dem Tod. Darüber fiel kein Wort. Ich bin kein Pharmakologe, aber über diese Nebenwirkungen hätte zwingend aufgeklärt werden müssen. Wäre dies geschehen, hätte ich mich niemals für eine Impfung entschieden.
Ich kann sagen, dass ich das Impfzentrum als gesunder Mensch betreten und als kranker Mensch verlassen habe. Und das für eine „Prophylaxemaßnahme“ ohne nachgewiesene Wirkung.
Barucker: Bereits Mitte Februar 2021 gab es mehrere Presseberichte über massive Ausfälle in Kliniken, die auf Nebenwirkungen nach einer Astrazeneca-Impfung zurückzuführen waren. Eine «Klinik stoppte Corona-Impfung nach vielen Krankmeldungen.» Es scheint, als hätte es bereits relevante Sicherheitsbedenken gegeben. Hat Ihr Arzt Sie darüber aufgeklärt?
Aksoy: Meine Impfung fand am 5. März 2021 statt. Wie oben bereits erwähnt, wurde nur über banale Nebenwirkungen aufgeklärt. Meiner Meinung nach hat AstraZeneca die Kennzeichnungspflicht gravierend verletzt.
Barucker: Wie sind Sie darauf gekommen, dass Sie möglicherweise einen Impfschaden haben könnten?
Aksoy: Bereits im Impfzentrum sind gesundheitliche Probleme aufgetreten. Diese reichten von Kribbeln im Arm bis hin zu den Fingern der linken Hand. In den darauffolgenden Tagen haben sich die Nebenwirkungen verstärkt. Es kamen Fieber, Schüttelfrost und weitere gesundheitliche Auffälligkeiten hinzu. Am dritten Tag gipfelte es schließlich in einem kompletten Hörverlust auf dem rechten Ohr. Dies geschah innerhalb weniger Sekunden. Bevor ich das Impfzentrum betreten habe, war ich gesund. Für mich kommt keine andere Ursache infrage.
Barucker: Welche Auswirkungen hat das auf ihr alltägliches Leben?
Aksoy: Die Impfung hat mein Leben extrem zum Schlechteren verändert. Ich muss mich sehr konzentrieren, um die Menschen in meinem Umfeld zu verstehen. Ich meide Gesellschaften, ebenso wie Konzerte, Kinobesuche oder Theaterbesuche. In lauten Umgebungen kann ich mich nicht verständigen. Ich bin viel schneller erschöpft. Das Problem ist auch, dass es sich um eine unsichtbare Behinderung handelt. Die Menschen können es mir nicht ansehen und wissen daher nicht, dass ich schlecht höre. Das erschwert den Alltag.
Barucker: Können Sie weiterhin als Ärztin arbeiten?
Aksoy: Ja, aber nur in Teilzeit.
Barucker: Wie haben Sie den Impfschaden dann klären bzw. feststellen lassen?
Aksoy: Mehrere Ärzte haben mir bestätigt, dass die Impfung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache des Hörverlustes ist. Die Berufsgenossenschaft hat ihn außerdem als Impfschaden anerkannt. Auch ein Gutachten einer Universitätsklinik liegt vor, in dem von einem Impfschaden ausgegangen wird.
Barucker: Mit welchen Hürden war das verbunden?
Aksoy: Es war ein langer Kampf, der viel Geduld und Ausdauer gekostet hat. Ich habe alle Instanzen durchlaufen. Angefangen beim Landgericht Mainz über das Oberlandesgericht Koblenz bis hin zum Bundesgerichtshof [BGH] in Karlsruhe.
Das Landgericht Mainz und das Oberlandesgericht Koblenz haben mein Vertrauen in unseren Rechtsstaat schwer erschüttert. Ich musste alles offenlegen. AstraZeneca wurde jedoch in keinster Weise zur Verantwortung gezogen. Ich hatte das Gefühl, dass die Justiz und die Politik dem Pharmakonzern den Rücken freihalten. In beiden Instanzen wurde kein Gutachten in Auftrag gegeben. Die Richter fühlten sich offenbar bevollmächtigt, meine Klage abzuweisen. Man war dem System ausgeliefert.
Barucker: Ich hoffe, Sie verzeihen mir die Analogie. Ist der Rechtsstaat etwa auf einem Ohr taub, wenn es darum geht, der Klägerin zuzuhören?
Aksoy: Es ist wie ein Kampf zwischen David und Goliath. Erst beim BGH, fünf Jahre nach meinem Schaden, habe ich rechtliches Gehör erfahren. Zum ersten Mal vor Gericht wurden sämtliche von mir aufgeführten Argumente gehört, ernst genommen und als Grundlage für die Entscheidung verwendet. Hier wurde nach Gesetz und Rechtsprechung fair geurteilt. AstraZeneca wird erstmals in die Verantwortung genommen. Das Unternehmen muss alle Daten über Nebenwirkungen, Wirksamkeit und weitere Details offenlegen.
AstraZeneca hat sich mit Händen und Füßen gegen die Auskunftsklage gewehrt. Der BGH-Anwalt von AstraZeneca sagte beispielsweise, dass man dies dem Konzern nicht zumuten könne. Sie müssten ja mit einem Sattelschlepper vorfahren. Hier konnte man den Eindruck gewinnen, dass der Konzern viele schlimme Dinge bezüglich des „Impfstoffs“ zu verbergen hat.
Zudem war es das erste Mal, dass AstraZeneca Gegenwind erfahren hat. Bei den Verhandlungen war zu merken, dass sie damit nicht gerechnet hatten. In beiden Verhandlungen musste sich der BGH-Anwalt von AstraZeneca erst sammeln, bevor er eine Aussage treffen konnte.
Zur Erklärung: Vor dem BGH gibt es nur ausgewählte Anwälte, die einen vertreten können. Man wird dort auch nicht weiter befragt, sondern Entscheidungen werden nur nach Aktenlage getroffen.
Barucker: Welche konkrete Bedeutung hat die Entscheidung nun für Ihr Anliegen?
Aksoy: Mit der gewonnenen Auskunftsklage habe ich einen Waffengleichstand erreicht. Jetzt warten wir auf alle Daten von AstraZeneca, um endlich beweisen zu können, dass das Unternehmen schon vor meinem Impftermin von den gravierenden Nebenwirkungen wusste und diese nicht gekennzeichnet hat. Ebenso könnten wir ggf. darlegen, dass das vermeintlich positive Nutzen-Risiko-Profil zumindest für gewisse Personengruppen keinen Bestand hat.
Barucker: Hat das auch Relevanz für Prozesse anderer Impfgeschädigter, die auf Schadensersatz klagen?
Akosy: Absolut, dieses Urteil gilt nicht nur für AstraZeneca. Es betrifft alle Pharmakonzerne und bezieht sich nicht nur auf Impfstoffe, sondern auf alle Medikamente. Wir haben ein kleines Stück Rechtsgeschichte geschrieben.
Barucker: Wie beurteilen Sie den Umgang von Politik und Justiz mit Impfschäden nach Corona-Impfungen?
Aksoy: Dieses BGH-Urteil hat mir das Vertrauen in unseren Rechtsstaat wieder etwas zurückgegeben. In den Jahren zuvor war ich erschüttert darüber, wie mit Impfgeschädigten umgegangen wird. Ich kenne keinen Geschädigten, dem Recht gesprochen wurde. Wie kann das sein?
Ich denke, dass nicht nur mein Vertrauen geschwunden ist, sondern auch das vieler weiterer Menschen. Sollte es jemals wieder zu einer sogenannten Pandemie kommen, ist die Bereitschaft, an einer solchen Kampagne teilzunehmen, meiner Meinung nach drastisch gesunken.
Barucker: Inwiefern hat sich ihr Blick auf die zuständigen Behörden, Gerichte und „die Wissenschaft“ durch die Corona-Impfkampagne geändert?
Aksoy: Mein Vertrauen ist erschüttert. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ein solcher Umgang mit Geschädigten möglich ist. Andererseits hat es mir die Augen geöffnet. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Tatsachen bezüglich der Impfkampagne kommen ans Tageslicht. Heute wundere ich mich ernsthaft, wie es dazu kommen konnte, dass so viele Menschen an einem solchen Experiment teilgenommen haben.
Barucker: Wie sollte Ihrer Meinung nach mit Impfschäden und den dazugehörigen Klagen umgegangen werden?
Aksoy: Die geschädigten Menschen einfach abzuweisen, ist keine Lösung. Sie haben damals Solidarität gezeigt, doch jetzt erfahren die Geschädigten keinerlei Hilfe und Solidarität.
Allein die Tatsache, dass ich für einen Waffengleichstand schon fünf Jahre gekämpft habe, spricht doch Bände. Ohne meinen eisernen Gerechtigkeitssinn, meine Familie, einen kompetenten Rechtsanwalt und eine Rechtsschutzversicherung wäre dieser Weg nicht zu bestreiten. Und das alles, um von AstraZeneca sämtliche Nebenwirkungen zu erfahren. Ich hätte mir von Anfang an Transparenz, Offenheit und Gerechtigkeit gewünscht. Und auch die Übernahme von Verantwortung.
Barucker: Gibt es noch etwas, das Ihnen wichtig ist zu sagen?
Aksoy: Ich hoffe, dass ich Licht ins Dunkel bringen kann. Ich kämpfe nicht nur für mich selbst, sondern auch stellvertretend für viele andere, damit bei plausiblen Impfschäden die Zulassungs- und Nebenwirkungsdaten offengelegt werden müssen. Ich kämpfe dafür, dass Betroffene nicht die volle Beweislast gegenüber übermächtigen Konzernen tragen müssen.
Außerdem ist mir noch Folgendes wichtig: Wenn durch eine rein prophylaktische Maßnahme ein derartiger körperlicher Schaden entsteht, obwohl sie nachweislich keinen Schutz vor Ansteckung bietet, stellt sich für mich zwangsläufig die Frage nach dem Nutzen-Risiko-Verhältnis. Für mich und viele andere in meiner Altersgruppe bestand zu keinem Zeitpunkt ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis.
Außerdem fände ich eine richtige Aufarbeitung essenziell.
Der Umgang mit den Menschen während und nach der Coronazeit wird in meinen Augen nicht richtig aufgearbeitet. Erst wenn dies geschieht, können die Gräben, die die Maßnahmen hervorgerufen haben, geschlossen werden. Ohne Transparenz und Wahrheit ist es schwierig, das Vertrauen der Bevölkerung wiederherzustellen.
Weiterhin gilt mein besonderer Dank meiner Familie und meinem Anwalt, Herrn Löschner. Ohne diesen gemeinsamen Rückhalt wäre dieser Weg für mich nicht möglich gewesen.
Weitere Recherchen ermöglichen:
Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS, Betreff: Schenkung
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Danke lieber Bastian für dies Interview. Dieses Urteil des BGH ist wirklich ein Meilenstein in der C-Geschichte. Nur eine kleine Anmerkung: Die *Impflinge haben zwar 'Solidarität' gezeigt, aber nur vermeintliche Solidarität, in ihren Augen, vorgehampelt durch die Propaganda. Tatsächliche Solidarität haben wir gezeigt, draußen auf den Straßen und in den kritischen Medien ... und wir hätten mehr Unterstützung gebraucht.
Gratulation!