<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[Bastian Barucker]]></title><description><![CDATA[Unabhängige Recherchen zu gesellschaftlich relevanten Themen mit dem Fokus auf Gesundheitspolitik, Massenpsychologie, Naturverbindung und einem konstrutiven Zusammenleben.]]></description><link>https://www.barucker.press</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!VXDi!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43736115-6a36-427f-b14d-ecbd5b024988_500x500.png</url><title>Bastian Barucker</title><link>https://www.barucker.press</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Sun, 01 Nov 2026 13:18:46 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://www.barucker.press/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Bastian Barucker]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[barucker@substack.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[barucker@substack.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Bastian Barucker]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Bastian Barucker]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[barucker@substack.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[barucker@substack.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Bastian Barucker]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[SafeVac2.0-Studie: keine Aussagekraft über Risikoprofil der Corona-Impfungen ]]></title><description><![CDATA[Drei Jahre nach Ende der Datenerhebung hat das PEI endlich die Studie zur SafeVac2.0-App ver&#246;ffentlicht. In der Studie fehlen jedoch die wesentlichen Kennzahlen zum Risikoprofil der Corona-Impfung.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/die-safe-vac-studie</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/die-safe-vac-studie</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Tue, 27 Oct 2026 08:22:05 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/8e940508-375f-4347-8e1c-49723e3598cc_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber viele Jahre versuchten vor allem regierungskritische Medien, die Herausgabe der Rohdaten dieser App zu erwirken. Selbst <a href="https://www.barucker.press/p/pei-klage-safevac2">Gerichtsverfahren</a> und Bundestagsanfragen f&#252;hrten nicht dazu, dass alle &#252;ber die App eingegangenen Nebenwirkungs-Meldungen &#246;ffentlich gemacht wurden. Nun legen drei Mitarbeiter des PEI eine Auswertung der Daten vor, die nur wenig Aussagekraft hat und wichtige Kennzahlen vermissen l&#228;sst. Mehr als drei Jahre nach Abschluss der Datenerhebung hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Studie zur <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/bulletin-arzneimittelsicherheit/einzelartikel/2020-safevac-app.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4">SafeVac2.0-App</a> in der Fachzeitschrift &#187;Vaccine&#171; <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0264410X26010285?via%3Dihub#t0015">ver&#246;ffentlicht</a>. Zu den Autoren z&#228;hlen drei PEI-Mitarbeiter, darunter der Leiter der Abteilung &#187;Sicherheit von biomedizinischen Arzneimitteln und Diagnostika&#171; (SBD), Dr. Dirk Mentzer. In dieser Abteilung liegt auch das Fachgebiet der Pharmakovigilanz, also der &#220;berwachung der Arzneimittelsicherheit.</p><p>Die Studie beinhaltet die Daten von knapp 740.000 Teilnehmern und circa 1,5 Millionen verabreichter Impfdosen w&#228;hrend der Corona-Impfkampagne. Bereits in der Einleitung sprechen die Studienautoren von einer &#171;Best&#228;tigung des Sicherheitsprofils der Covid-19-Impfstoffe&#171;. Ob es sich dabei um ein g&#252;nstiges oder ung&#252;nstiges Profil handelt, wird nicht erw&#228;hnt. Auch fehlt eine nachvollziehbare Evidenz f&#252;r diese vage Behauptung. </p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Grunds&#228;tzlich muss die Qualit&#228;t und Aussagekraft der gesamten App kritisch gesehen werden, da Befragungen, in die Laien Daten eingeben, immer einen hohen Verzerrungsfaktor aufweisen. Trotzdem hat das PEI diese App als Instrument der aktiven &#220;berwachung der Sicherheit der Impfstoffe <a href="https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Bulletin/2020/4-2020.pdf?__blob=publicationFile">beworben</a> und dann Jahre gebraucht, um diese Studie zu ver&#246;ffentlichen. </p><h4>Fehlender Paramater f&#252;r Bestimmung des Risikoprofils</h4><p>Insgesamt haben die Nutzer der App ca. vier Millionen Nebenwirkungen gemeldet. Das entspricht durschnittlich 2,79 pro Impfung. Da es sich dabei unter anderem auch um Kopfschmerzen und kurzweilige Schmerzen an der Einstichstelle handelt, ist diese Zahl, wenn es darum geht, das Risiko-Nutzen-Profil der modRNA-Pr&#228;parate zu bewerten, eher wenig belastbar. Wichtige Parameter w&#228;ren unerw&#252;nschte Ereignisse und insbesondere Krankenhausaufenthalte (Hospitalisierungen) nach der Impfung. </p><p>&#8203;Angaben, wie viele Teilnehmer im Zusammenhang mit einer Covid19-Impfung hospitalisiert worden sind sucht man in dem &#187;Vaccine&#187;-Artikel vergeblich. Jedoch hatte mir das PEI auf eine Presseanfrage vom September 2026 hin mitgeteilt, dass es fast 0,7 % der SafeVac2.0-Teilnehmer bzw.&#187;ca. 5.000&#171; mit einem schwerwiegenden sog. &#187;Studienfall&#171; zur Datenbank EudraVigilance gemeldet haben m&#246;chte. Auf Basis einer mir vorliegenden EMA-Datenauskunft vom Februar 2026, die bei einem Meldestand von 2.648 SafeVac2.0-Studienf&#228;llen 98,64 % Anteil mit &#187;caused/prolonged Hospitalisation&#171; [Hospitalisierung] auswies, w&#228;re jetzt mit einer Anzahl von nahezu 5.000 schwerwiegenden F&#228;llen aufgrund von Hospitalisierungen zu rechnen.</p><p>Wer nach einer solchen Zahl in der jetzigen Ver&#246;ffentlichung sucht, wird nicht f&#252;ndig. Dort wird von 3.617 sogenannten Nebenwirkungen von besonderem Interesse (AESI: Adverse Events of Special Interest) gesprochen. Es wird also eine andere Kategorie verwendet, weshalb ein Vergleich der Zahlen nicht m&#246;glich ist. Knapp 2.000 der 3.617 AESI-F&#228;lle betrafen Herzrhythmusst&#246;rungen (Arrhythmie). Laut Studie traten diese in 13,5 von 10.000 Impfungen auf. Bei doppelt Geimpften w&#228;ren das 13,5 von 5.000 geimpften Personen. Die Studienautoren r&#228;umen aufgrund dieser Zahlen ein, dass Herzrhythmusst&#246;rungen &#8211; im Gegensatz zu allen anderen Nebenwirkungen &#8211; nicht selten oder sehr selten vorkommen. </p><h4>L&#252;ckenhafte Nebenwirkungskategorien</h4><p>Im <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/bulletin-arzneimittelsicherheit/2025/1-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7">Bulletin</a> f&#252;r Arzneimittelsicherheit vom M&#228;rz 2025 ist f&#252;r das Spontanerfassungssystem eine deutlich niedrigere Melderate f&#252;r Arrhythmien nach Covid-19-Impfung angegeben. Dort werden 5,5 F&#228;lle pro 100.000 Impfungen angegeben. Auf die gleiche Anzahl an Impfungen umgerechnet, entspricht dies einem Untererfassungsfaktor 27. </p><div class="image-gallery-embed" data-attrs="{&quot;gallery&quot;:{&quot;images&quot;:[{&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/55b0ac3b-0150-41c9-ab88-2f744b14b014_580x705.jpeg&quot;},{&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/e099d1ad-8eba-4dde-a39b-658d06652cf9_546x731.jpeg&quot;}],&quot;caption&quot;:&quot;Auflistung AESIs Safe-Vac-Studie (links) und Bulletin f&#252;r Arzneimittelsicherheit 01/2025&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;,&quot;staticGalleryImage&quot;:{&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/2457f239-8852-43ba-ad3e-a28b821c18e1_1456x720.png&quot;}},&quot;isEditorNode&quot;:true}"></div><p>Interessant ist auch, dass im selben Bulletin bez&#252;glich der modRNA-Impfung 30 Nebenwirkungen von besonderem Interesse aufgelistet worden. In der aktuellen Studie zur App sind es jedoch nur 19. Zum Beispiel fehlt jetzt eine eigene Zeile zu zu &#187;tiefen Beinvenenthrombosen&#171;. Ob diese in der Gesamtkategorie &#187;Thrombosen&#171; eingeschlossen worden sind, l&#228;sst sich anhand der Angaben in der Studie nicht ermitteln.</p><h4>Viel mehr scherwiegende Nebenwirkungen?</h4><p>Am auff&#228;lligsten ist das Fehlen von Angaben zur Gesamtzahl der schwerwiegenden unerw&#252;nschten Ereignisse in der &#187;Vaccine&#171;-Ver&#246;ffentlichung. Hierzu hatte das PEI in der Vergangenheit bereits Angaben gemacht:</p><p>Auf einer Konferenz der Internationalen Gesellschaft f&#252;r Pharmakovigilanz (ISoP) in Montreal im Oktober 2024 hatten zwei der auch jetzt an der Ver&#246;ffentlichung beteiligten PEI-Mitarbeiter davon gesprochen, dass von allen in SafeVac2.0 registrierten unerw&#252;nschten Ereignissen 1,28 Prozent schwerwiegend waren. Das entspr&#228;che bei vier Millionen Ereignissen insgesamt 51.200 schwerwiegenden unerw&#252;nschten Ereignissen. Jetzt wird der &#214;ffentlichkeit dagegen eine Anzahl von (nur) 3.617 AESI (adverse events of special interest) genannt. AESI sind besonders gelistete zu beobachtende Reaktionen, die laut PEI-Ver&#246;ffentlichung im Arzneimittelbulletin aufgrund beh&#246;rdlicher Konvention ebenfalls in die Kategorie der schwerwiegenden unerw&#252;nschten Ereignisse (SAE) einzuordnen sind. AESI bilden allerdings nur einen Teilausschnitt aller denkbaren schwerwiegenden unerw&#252;nschten Ereignisse ab. So ist es z. B. denkbar, dass ein Studienteilnehmer wegen schwerwiegender Kopfschmerzen und Schwindel hospitalisiert worden und somit als schwerwiegender Fall eingeordnet worden ist, obwohl Kopfschmerzen und Schwindel als solches keine sog. AESI darstellen.</p><div class="file-embed-wrapper" data-component-name="FileToDOM"><div class="file-embed-container-reader"><div class="file-embed-container-top"><image class="file-embed-thumbnail" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7VvF!,w_400,h_600,c_fill,f_auto,q_auto:best,fl_progressive:steep,g_auto/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F35872782-1b6f-4ebc-8d87-f2f97d424a9f_450x433.png"></image><div class="file-embed-details"><div class="file-embed-details-h1">Montrealpei 23rd Annual Meeting</div><div class="file-embed-details-h2">609KB &#8729; PDF file</div></div><a class="file-embed-button wide" href="https://www.barucker.press/api/v1/file/94e6e6dc-86aa-4b08-8455-7f46b8085110.pdf"><span class="file-embed-button-text">Download</span></a></div><div class="file-embed-description">Ver&#246;ffentlichung &#252;ber den Vortrag zur SafeVac2.0&#8211;App in Montreal</div><a class="file-embed-button narrow" href="https://www.barucker.press/api/v1/file/94e6e6dc-86aa-4b08-8455-7f46b8085110.pdf"><span class="file-embed-button-text">Download</span></a></div></div><p>Au&#223;erdem ist in der Studie vermerkt, dass bei 0,36 % aller Impfungen eine medizinische Behandlung notwendig wurde. Das entspricht ca. 5.170 medizinischen Behandlungen bezogen auf die angef&#252;hrte Anzahl von SafeVac2.0-Impfdosen. Diese Zahl wiederum liegt sehr nahe an den 5000 schwerwiegenden Studienf&#228;llen, die das PEI mir gegen&#252;ber mitgeteilt hat. Welcher Sachverhalt genau mit &#187;medizinische Behandlung erforderlich&#171; gemeint ist, bleibt unklar. Von besonderer Relevanz w&#228;re die Zahl der Krankenhauseinweisungen, die von den App-Nutzern eingetragen wurden. Auch zu dieser wichtigen Kenngr&#246;&#223;e finden sich in der Studie keine Angaben.</p><h4>Weitere Zur&#252;ckhaltung der Rohdaten</h4><p>Wer sich angesichts der Widerspr&#252;chlichkeiten und der mangelnden Aussagekraft der Studie die Rohdaten anschauen m&#246;chte, hat jedoch ein Problem, denn diese bleiben bis auf Weiteres unver&#246;ffentlicht. Derzeit laufe eine beh&#246;rdliche Pr&#252;fung, ob die Herausgabe der Daten eine R&#252;ckverfolgung der Teilnehmer erm&#246;glichen k&#246;nnte. Solange diese Begutachtung nicht abgeschlossen ist, k&#246;nnen externe Wissenschaftler die Datens&#228;tze nicht auswerten.</p><p>Hinsichtlich des Datenschutzes hei&#223;t es jedoch im <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/awb/nis-0501-0600/0565-studienprotokoll-08-11-2021.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5">Studienprotokoll</a> aus dem Jahr 2021: &#187;Da die Fall-ID automatisch bei Eingabe der Pflichtfelder erstellt wird und keine personenbezogenen Daten eingegeben werden, ist eine Re-Identifizierung von Teilnehmer/innen nicht m&#246;glich.&#171; Nun werden also Datenschutzprobleme gepr&#252;ft, die es laut eingereichtem Studiendesign gar nicht geben d&#252;rfte. Handelt es sich um eine Verz&#246;gerungstaktik?</p><h4>Einsch&#228;tzungen von Fachleuten</h4><p>Auf Nachfrage teilen die Wissenschaftler PD Dr. Rockenfeller und Dr. Michael G&#252;nther, die sich bereits mehrfach mit den Zahlen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) besch&#228;ftigt haben, Folgendes zur Aussagekraft der SafeVac2.0-Studie mit: &#187;Eine belastbare Analyse des Sicherheitsprofils findet nicht statt.[&#8230;] Die Schlussfolgerung der Autoren, die Ergebnisse g&#228;ben eine Art &#8250;Beruhigung/Best&#228;tigung&#8249; (reassurance) hinsichtlich des Sicherheitsprofils, ist deshalb (epistemo)logisch unhaltbar: Das Fehlen einer angemessenen Sicherheitsanalyse ist kein Beleg f&#252;r das Fehlen eines Risikos!&#171;</p><p>Weiter hei&#223;t es &#187;Es fehlen personenbezogene (statt Dosis-bezogene) Zahlen zu schweren (severe) und schwerwiegenden (serious) Ereignissen, Hospitalisierungen, dauerhaften Sch&#228;den und medizinisch best&#228;tigten Diagnosen. Ebenso fehlen erwartete Hintergrundraten, Risikofenster, angemessene Vergleichsanalysen und eine Trennung von Arztkontakt, ambulanter Behandlung und Krankenhausaufnahme. Die Zusammenfassung all dessen als &#8250;medical care&#8249; verschleiert den klinischen Schweregrad, statt ihn auszuwerten.&#171;</p><p>Die seit Jahren mit der Arbeit des PEI vertraute  und im Bereich Pharmakovigilanz versierte Rechtsanw&#228;ltin Dr. Franziska Meyer-Hesselbarth bewertet die nun vorgelegte Studie wie folgt: &#187;Daten zu einer der wichtigsten Sicherheitskennzahlen, n&#228;mlich der H&#228;ufigkeit des Auftretens schwerwiegender unerw&#252;nschter Ereignisse unter Ber&#252;cksichtigung der Hintergrundinzidenz, fehlen. Wer konkrete Angaben zur Untererfassung bzw. &#8250;underreporting&#8249; sucht, sucht vergeblich, obwohl mehrere der sog. AESI bei SafeVac2.0 rechnerisch um den Faktor von ca. 20 bis 100 &#246;fter registriert worden sind als in der Spontanerfassung. Was das PEI hier abliefert ist Wasser auf die M&#252;hlen derjenigen, die sagen: &#8250;Das Sicherheitsprofil dieser Impfstoffe ist so sicher, dass die zugeh&#246;rigen Daten sicherheitshalber unter Verschluss gehalten werden.&#8249;&#171;</p><h4>Die Bedeutung der Rohdaten</h4><p>Warum ist das so wichtig? Auch das Robert-Koch-Institut hatte eine <a href="https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/C/COVID-19/Projekte_RKI/StopptCOVID_studie.html">Studie zur Effektivit&#228;t</a> der Corona-Ma&#223;nahmen ver&#246;ffentlicht, die diesen eine hohe Wirksamkeit attestierte. Die zugrunde liegenden Rohdaten wollte die weisungsgebundene Beh&#246;rde jedoch nicht <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/plus249984838/StopptCovid-Studie-Lauterbach-haelt-Corona-Gutachten-unter-Verschluss.html">herausgeben</a>. Nur durch &#246;ffentlichen Druck wurden schlie&#223;lich die Zahlen bereitgestellt. Von der verk&#252;ndeten Wirksamkeit blieb nach der <a href="https://www.nachdenkseiten.de/?p=130438">Begutachtung durch ein internationales Wissenschaftlerteam</a> fast nichts &#252;brig. Der Epidemiologe und Medizinstatistiker Prof. John Ioannidis urteilte damals in einem <a href="https://blog.bastian-barucker.de/corona-bilanz-john-ioannidis/">Interview mit mir</a>: &#187;Zieht man bessere Modelle heran, ergeben sich f&#252;r keine der Ma&#223;nahmen belastbare Effekte auf die Ausbreitung der Pandemiewellen.&#171;</p><p>Die Rohdaten der Zulassungsstudien der Impfstoffe, die die App &#252;berwachen sollte, h&#228;tten in den USA urspr&#252;nglich 75 Jahre lang unter Verschluss bleiben sollen. Durch ein <a href="https://www.reuters.com/legal/government/paramount-importance-judge-orders-fda-hasten-release-pfizer-vaccine-docs-2022-01-07/">Gerichtsurteil</a> Anfang 2022 wurden die Zulassungsbeh&#246;rden jedoch dazu gezwungen, diese Daten &#246;ffentlich zu machen. Eine im Oktober 2022 ver&#246;ffentlichte Begutachtung durch Dritte <a href="https://archive.is/JAGVa">ergab</a>, dass pro 800 Geimpfte eine schwere Nebenwirkungen auftrat. Eine enorm hohe Zahl.</p><p>Was wird also dabei herauskommen, wenn die seit Jahren unter Verschluss gehaltenen Daten der SafeVac2.0-App von Dritten analysiert werden? Diese Frage wird sich hoffentlich bald beantworten lassen. Im M&#228;rz 2025 schrieb das PEI schlie&#223;lich <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/bulletin-arzneimittelsicherheit/2025/1-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7">selbst</a>, dass Transparenz ein Grundpfeiler der Arzneimittelsicherheit ist.</p><div><hr></div><p><strong>Weitere Recherchen erm&#246;glichen:</strong></p><ul><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p>PayPal: info@bastian-barucker.de (<a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a>)</p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul><p></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Eine neue europäische Republik – eine Utopie von Ulrike Guerot]]></title><description><![CDATA[In ihrem neuen Buch rechnet die Politikwissenschaftlerin und Publizistin Ulrike Guerot mit der EU ab und entwirft die Idee einer neuen Republik.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/eine-neue-europaische-republik-eine</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/eine-neue-europaische-republik-eine</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 22 Oct 2026 15:30:40 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/221596759/cbdb244f641d39f452bf7ff02e65f06b.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>&#183;&#187;Die EU und ihre Nationalstaaten wurden immer undemokratischer, immer technokratischer, immer autorit&#228;rer.&#171; Das schreibt die Politikwissenschaftlerin und Publizistin Ulrike Gu&#233;rot in ihrem neuen Buch &#187;<a href="https://www.buchkomplizen.de/endlich-europa.html">Endlich Europa &#8211; Wie die europ&#228;ische Republik wahr wurde</a>&#171;. Der Titel bezieht sich auf eine Art Abrechnung mit der EU aus dem Jahr 2017, die Guerot ebenfalls als <a href="https://www.buchkomplizen.de/buecher/politik/warum-europa-eine-republik-werden-muss.html?listtype=search&amp;searchparam=Ulrike%20Gu%C3%A9rot">Buch</a> ver&#246;ffentlicht hat. Zehn Jahre sp&#228;ter formuliert sie eine Art Utopie, in der sie sich eine Republik ertr&#228;umt, die den Menschen mehr dient als die bisherige Europ&#228;ische Union. Diese sei laut Guerot ohnehin ein &#187;kompletter Betrug am europ&#228;ischen B&#252;rger&#171;. </p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg" width="403" height="640" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:640,&quot;width&quot;:403,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:68012,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.barucker.press/i/221596759?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Gnte!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F817ea689-14d1-4d03-a8ce-45d3c8bbbc28_403x640.jpeg 1456w" sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p>Europa liegt Guerot publizistisch sehr am Herzen. In unserem Gespr&#228;ch wird jedoch auch deutlich, dass ein Teil ihrer Faszination f&#252;r Europa in ihrer bewegten Biografie liegt, die deutliche Spuren des Krieges tr&#228;gt. </p><p>Neben ihrer konkreten Vorstellung einer neuen Republik, die den Menschen mehr Selbstbestimmung, mehr Freiheit und mehr demokratische Mitsprache erm&#246;glichen w&#252;rde, blickt Guerot auch auf die Vergangenheit der EU zur&#252;ck. In ihrem Buch bezeichnet sie diesen R&#252;ckblick als das &#187;h&#228;rteste Kapitel&#171;. Darin dechiffriert sie einige der zentralen, meist zum eigenen Vorteil umgedeuteten und verkl&#228;rteten Narrative der transatlantischen Allianz. </p><p>Mit Blick auf den langj&#228;hrigen Ukrainekrieg und die stetig verschlechterte Beziehung zwischen der EU und Russland macht sich Ulrike Guerot ernsthafte Sorgen um die Zukunft und den Frieden Europas. Denn angesichts der vielen besonderen Landschaften, St&#228;dte, Traditionen und Menschen haben wir laut Guerot &#187;als Europ&#228;er viel zu verlieren&#171;.</p><div><hr></div><h4><strong>Weitere Interviews erm&#246;glichen:</strong></h4><ul><li><p>Produktionskosten: ca. 1700 &#8364;</p></li><li><p>Produktion: https://www.screen-talk.de</p></li><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p>PayPal: info@bastian-barucker.de (<a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a>)</p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Mein neues Buch über das Paul-Ehrlich-Institut und die Corona-Impfkampagne]]></title><description><![CDATA[In meinem neuen Buch beleuchte ich die Arbeit des Paul-Ehrlich-Instituts w&#228;hrend der Corona-Impfkampagne &#8211; Eine umfangreiche Recherche &#252;ber die Arbeit einer Beh&#246;rde, die selbst zum Verdachtsfall wird.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/vorgetauschte-sicherheit-pei</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/vorgetauschte-sicherheit-pei</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 15 Oct 2026 04:29:45 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/008f16a2-076a-4530-bb6b-5f04ded4dde9_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Es ist vollbracht. In meinem neuen Buch &#252;ber die Corona-Impfkampagne sind &#252;ber 360 Quellenverweise, mehrere Experteninterviews, Gerichtsverfahren und etliche Presseanfragen eingeflossen. Warum habe ich mir diese ganze Arbeit gemacht? Ich wollte die widerspr&#252;chlichen Aussagen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hinsichtlich der Sicherheits&#252;berwachung der neuartigen modRNA-Impfstoffe in einem Buch zusammenfassen. Das Ausma&#223; an Intransparenz und die bewusste, langj&#228;hrige Zur&#252;ckhaltung von Daten bewogen mich dazu, die Arbeit dieser Beh&#246;rde w&#228;hrend der gr&#246;&#223;ten Impfkampagne der Bundesrepublik zu dokumentieren. </p><p>Herausgekommen ist eine umfangreiche Analyse, in der das PEI selbst zum Verdachtsfall wird. Der konkrete Verdacht, der nach vielen Jahren der Recherche im Raum steht, lautet: Das PEI hat die Bev&#246;lkerung get&#228;uscht, indem es &#246;ffentlich behauptete, die Sicherheit der Corona-Impfkampagne penibel zu &#252;berwachen. Die Recherchen in diesem Buch legen jedoch nahe, dass das PEI weder die geeigneten Instrumente benutzte noch &#252;ber die n&#246;tige personelle Ausstattung verf&#252;gte, um seinem gesetzlichen Auftrag nachzukommen. Die Nichtanfertigung wichtiger Protokolle &#252;ber einen Zeitraum von mehr als drei Jahren war der ausschlaggebende Punkt, der mich dazu brachte, die Arbeit des PEI n&#228;her zu untersuchen. </p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Das <a href="https://www.masselverlag.de/Programm/Vorgetaeuschte-Sicherheit/">Buch</a> ist ab Mitte November 2026 im Buchhandel erh&#228;ltlich und kann ab sofort beim Massel Verlag <a href="https://www.masselverlag.de/Programm/Vorgetaeuschte-Sicherheit/">vorbestellt werden</a>. </p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.masselverlag.de/Programm/Vorgetaeuschte-Sicherheit/&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Buch vorbestellen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://www.masselverlag.de/Programm/Vorgetaeuschte-Sicherheit/"><span>Buch vorbestellen</span></a></p><div><hr></div><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zIO-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F0ce61fd2-79f1-4be0-887b-1772c044fca1_1640x624.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zIO-!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F0ce61fd2-79f1-4be0-887b-1772c044fca1_1640x624.jpeg 424w, 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p><strong>Im Rahmen der Corona-Impfkampagne haben sich in Deutschland Millionen Menschen f&#252;r einen neuartigen Impfstoff entschieden &#8211; im Vertrauen darauf, dass die zust&#228;ndige Beh&#246;rde dessen Sicherheit sorgf&#228;ltig pr&#252;ft. Diese Beh&#246;rde ist das Paul-Ehrlich-Institut.</strong></p><p>Bastian Barucker hat &#252;ber Jahre hinweg versucht, die Daten und Protokolle zu erhalten, die diese penible Pr&#252;fung belegen sollen. &#220;ber Presseanfragen, das Informationsfreiheitsgesetz und schlie&#223;lich vor Gericht.</p><p>In den offiziellen Antworten fand er vor allem Leerstellen: Sitzungen ohne Protokolle, gesetzlich vorge&#173;schriebene Auswertungen, die bis heute nicht ver&#173;&#246;ffentlicht wurden, sowie eine App, deren Daten immer noch unter Verschluss liegen. Dazu kommen Hinweise auf massive Alarmsignale, die w&#228;hrend der Corona-Impfkampagne mit der neuen modRNA-Technik aufgetreten sind.</p><p><strong>&#187;Sicher und wirksam&#171;</strong> lautete der Slogan der Corona-Impfkampagne. Dieses Buch vereint die Auswertung interner Protokolle des Paul-Ehrlich-Instituts, Antworten auf Presseanfragen, Gerichtsverfahren und Interviews mit Fachleuten. Neben impfenden &#196;rzten, die erhebliche Zweifel an der Arbeit des PEI entwickelten, kommen auch Experten verschiedener Fachbereiche aus Medizin, Chemie und Recht zu Wort, die sich intensiv mit der Sicherheit der Corona-Impfkampagne besch&#228;ftigt haben. Entstanden ist eine interdisziplin&#228;re Spurensuche nach dem Wahrheitsgehalt des Slogans.</p><h4>Stimmen zum Buch</h4><div class="pullquote"><p>&#187;Mit dem Nachfolger des Sachbuches &#8220;Vereinnahmte Wissenschaft&#8221; setzt Bastian Barucker mit dem neuen Werk &#8220;Vorget&#228;uschte Sicherheit&#8221; einen in den einstigen Qualit&#228;tsmedien praktizierten Investigativjournalismus fort, der die staatliche Arzneimittel&#252;berwachung der neuartigen Covid-19-Impfungen intensiv untersucht, Antworten staatlicher Beh&#246;rden unerm&#252;dlich einfordert und dadurch unbequeme Fakten ans Licht der &#214;ffentlichkeit bef&#246;rdert, denen sich v.a. eine Justiz, &#196;rzte-, Lehrer- und Elternschaft sowie Wissenschaftsredaktionen zu stellen haben, die allzu rasch bereit waren, keine Fragen mehr zu stellen.&#171; Sebastian Lucenti, Rechtsanwalt</p></div><div class="pullquote"><p>&#187;B&#252;cher ben&#246;tigen gemeinhin keinen Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen. Ein Warnhinweis erscheint trotzdem schon im Vorwort angebracht: Das Vertrauen des Lesers in die Sicherheit von Arzneimitteln und eine funktionsf&#228;hige Sicherheits&#252;berwachung kann durch die Lekt&#252;re erheblich beeintr&#228;chtigt werden. Daher geh&#246;rt ein gutes St&#252;ck Mut dazu, zu diesem Buch zu greifen. Was darin nachzulesen ist, macht stellenweise sprachlos. Werden Sie es wagen, sich den Inhalten dieses Buches zu stellen?&#171; Dr. Franziska Meyer-Hesselbarth, Anw&#228;ltin und ehemalige Richterin</p></div><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!kiNr!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F6e6d1563-13a9-4541-b6d3-88a804dd8769_1600x900.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!kiNr!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F6e6d1563-13a9-4541-b6d3-88a804dd8769_1600x900.jpeg 424w, 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" 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Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Neue PEI-Protokolle veröffentlicht]]></title><description><![CDATA[Auf Druck der Corona-Enquetekommission des Deutschen Bundestags hat das Paul-Ehrlich-Institut neue Protokolle aus der Corona-Impfkampagne ver&#246;ffentlicht.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/neue-pei-protokolle-veroffentlicht</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/neue-pei-protokolle-veroffentlicht</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Wed, 14 Oct 2026 14:09:11 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/c08e06be-b1f3-4ce0-95e6-19bca348db45_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. Oktober 2026 ver&#246;ffentlichte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) neue, bisher der &#214;ffentlichkeit nicht zug&#228;ngliche <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/covid-19-krisenstabsunterlagen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7">Protokolle</a>. Anlass waren Anfragen der Corona Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags, in der die AfD-Abgeordneten wiederholt um die Herausgabe von Protokollen gebeten hatten. Bei den nun frei zug&#228;nglichen 243 Seiten handelt es sich um Protokolle des &#187;Covid-19-Krisenstabes des Paul-Ehrlich-Instituts&#171; aus dem Zeitraum vom 10. Mai 2020 bis zum 10. Juni 2022. Doch die Protokolle sind nicht g&#228;nzlich neu. Das Medienportal NIUS hatte bereits im Juli 2025 <a href="https://nius.de/corona/geheime-impf-protokolle-paul-ehrlich-institut-nius">dar&#252;ber berichtet</a>. Die Journalistin Janina Lionello hatte damals auf Grundlage einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz sechs Protokolle genau dieses Gremiums ver&#246;ffentlicht. Warum nun, mehr als ein Jahr sp&#228;ter, noch weitere Protokolle zug&#228;nglich gemacht wurden, bleibt unklar. Was steht in den Mitschriften aus der Zeit der Corona-Impfkampagne?</p><p>Am 12. Mai 2020 befasst sich der Krisenstab mit der potentiellen Verabreichung der modRNA-Impfstoffe in Deutschland vor der Zulassung. Im Diskussionsteil werden erhebliche Zweifel an diesem Vorgehen ge&#228;u&#223;ert. Dort hei&#223;t es: &#187;Dies ist ein extrem heikles Thema mit gro&#223;em Impact und sollte daher sehr gut vorbereitet werden. Hierf&#252;r muss man sich ausreichend Zeit nehmen. Aktuell ist die Datenlage f&#252;r alle Impfstoffe noch zu vorl&#228;ufig, um an eine solche L&#246;sung zu denken. M&#246;gliche Impfstoffrisiken k&#246;nnten bei einem zu schnellen breiten Einsatz des Impfstoffs sehr schwerwiegende Auswirkungen haben.&#187; </p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Zurecht wird hier auf das enorme Risiko eines unbekannten Schadensprofils hingewiesen. Bereits Mitte Mai 2020 lagen jedoch <a href="https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data/">ausreichend Daten</a> vor, um zu wissen, dass die Sterblichkeit von Corona mit der Grippe vergleichbar war und die Krankheit vor allem f&#252;r junge Menschen weniger gef&#228;hrlich war. Diese Annahme wurde durch die im M&#228;rz 2021 freigeklagten Protokolle des Robert-Koch-Instituts best&#228;tigt. </p><p>Im Krisenstab ist trotzdem von einem erh&#246;hten Druck auf die Zulassung in Europa die Rede, da der damalige US-amerikanische Pr&#228;sident Trump bereits die Bereitstellung von 300 Millionen Impfdosen geplant hat. </p><p>In demselben Protokoll geht es um rechtliche Belange im Zusammenhang mit der Einf&#252;hrung der Impfstoffe. Es wird diskutiert, ob das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Impfstoff direkt beschaffen kann. Laut dem Protokoll &#187;h&#228;tte das den Vorteil, dass die Verantwortung f&#252;r ein wenig gepr&#252;ftes Arzneimittel beim BMG und nicht beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) l&#228;ge.&#171; Eventuell wollte man im PEI die Verantwortung f&#252;r die &#252;berwiegend politisch motivierte Impfstoffkampagne lieber beim Verursacher, also dem Vorgesetzten, belassen.</p><p>Im Juni 2020 bitte der damalige Pr&#228;sident Klaus Cichutek beim Thema Qualit&#228;tsmanagement um &#187;Pr&#252;fung, ob nicht auf Teile der in &#167; 22 AMG [Arzneimittelgesetz] geforderten Unterlagen im Notfall auch verzichtet werden kann.&#171; Laut Cichutel sollten &#187;die Anforderungen im Hinblick auf ein Notfall-Szenario &#252;berarbeitet werden&#171; In Paragraph 22 sind die Zulassungsunterlagen aufgef&#252;hrt, die vorliegen m&#252;ssen, um die gesetzliche Pflicht zu erf&#252;llen.   Gleichzeitig betonten andere Teilnehmer, dass vollst&#228;ndige Zulassungsunterlagen essenziell sind. </p><p>Anscheinend waren nicht alle Beteiligten davon &#252;berzeugt, dass ein Notfall vorlag, der die &#252;berhastete Zulassung rechtfertigte. So hei&#223;t es &#187;Das Verfahren und die Anforderungen h&#228;ngen nat&#252;rlich von der Dringlichkeit der Situation ab. Momentan w&#252;rde man noch auf ad&#228;quaten Efficacy-Daten [Wirksamkeitsdaten] bestehen.&#171;  Bereits im Sommer 2020 h&#228;lt man fest, dass davon auszugehen ist, dass die &#187;Bev&#246;lkerung jetzt nicht mehr vollst&#228;ndig immunloigisch naiv ist. Das soll mit einbezogen werden&#187;, hei&#223;t es im Protokoll.  </p><p>Demnach hatte im Sommer 2020 bereits ein Teil der Bev&#246;lkerung die Infektion durchgemacht. Die durch Infektion erworbene Immunit&#228;t ist der durch Impfung weit &#252;berlegen. Das ergab mein <a href="https://blog.bastian-barucker.de/radbruch-corona-impfkampagne-pandemiepolitik/">Interview</a> mit dem Top-Immunologen Prof. Andreas Radbruch. </p><p>Die nachfolgenden Protokolle vom 19. August 2020, 15. November 2021 und 18. Februar 2022 hatte ich bereits f&#252;r mein Mitte November erscheinendes Buch <a href="https://www.masselverlag.de/Programm/Vorgetaeuschte-Sicherheit/">&#171;Vorget&#228;uschte Sicherheit&#187;</a> analysiert. Sie waren bereits seit &#252;ber einem Jahr zug&#228;nglich. </p><h4>Protokoll vom 19. August 2020: Was das Institut alles d&#252;rfte</h4><p>In der n&#228;chsten Sitzung des externen Krisenstabs geht es um die Zulassung und das Inverkehrbringen der neuartigen Impfstoffe. Der damalige Pr&#228;sident Klaus Cichutek und der heutige Pr&#228;sident des Paul-Ehrlich-Instituts Stefan Vieths sind per Videokonferenz zugeschaltet. Weitere Teilnehmer sind geschw&#228;rzt.&#8202; An einer Stelle geht es um m&#246;gliche Ausnahmeregelungen durch das Institut. Was das konkret bedeutet, ist im Protokoll wie folgt vermerkt: &#187;Hier kann das PEI sowohl &#8250;abgespeckte&#8249; Zulassungen vornehmen und Ausnahmegenehmigungen erteilen als auch das Inverkehrbringen von nicht zugelassenen Produkten gew&#228;hren, dabei kann von einigen Vorschriften abgewichen werden (z.B. Kennzeichnung, Pr&#252;frichtlinien). Das PEI kann bestimmen, was der Antragssteller zur Freigabe einreichen muss.&#171;</p><p>Auch bei der durch das PEI eher oberfl&#228;chlich durchgef&#252;hrten Chargenpr&#252;fung sind Abstriche m&#246;glich. Im Protokoll hei&#223;t es: &#187;Ausnahmen bei der Chargenfreigabepflicht sind m&#246;glich, sowohl bei nichtzugelassenen als auch bei zugelassenen Arzneimitteln.&#171; </p><div id="youtube2-CS7YwJ5hbVQ" class="youtube-wrap" data-attrs="{&quot;videoId&quot;:&quot;CS7YwJ5hbVQ&quot;,&quot;startTime&quot;:null,&quot;endTime&quot;:null}" data-component-name="Youtube2ToDOM"><div class="youtube-inner"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/CS7YwJ5hbVQ?rel=0&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;enablejsapi=0" frameborder="0" loading="lazy" gesture="media" allow="autoplay; fullscreen" allowautoplay="true" allowfullscreen="true" width="728" height="409"></iframe></div></div><p>Fett markiert ist im Protokoll ein Satz, der dem Institut eine Unabh&#228;ngigkeit zuschreibt: &#187;Die Entscheidung des PEI unterliegt nicht dem Zustimmungserfordernis des BMG [Bundesgesundheitsministerium].&#171;</p><p>Im Protokoll wird auch die Pharmakovigilanz, also die &#220;berwachung der Sicherheit thematisiert. Zu dem Zeitpunkt war den Beteiligten noch nicht klar, welche gesetzliche Regelung es daf&#252;r geben w&#252;rde. Im Protokoll steht: &#187;F&#252;r den Fall, dass der Bund zentral beschafft, fehlen zudem entsprechende Regelungen zu Pharmakovigilanzmeldungen. Der Bund w&#228;re in diesem Fall der Inverkehrbringer und somit sollte es Aufgabe des Bundes sein, entsprechende Regelungen f&#252;r die / Vertr&#228;ge mit den Herstellern zu erstellen. Wahrscheinlich gelten auch in diesem Fall die regul&#228;ren Regelungen zur Pharmakovigilanz.&#171;Ein Teilnehmer der Sitzung skizziert den wahrscheinlichsten Fall und prognostiziert folgendes Szenario: &#187;Der wahrscheinlichste Fall bei COVID-19 ist wohl, dass es eine zentrale Zulassung f&#252;r einen Impfstoff mit EU-Zertifikat gibt und der Bund diesen zentral beschafft. Wenn beispielsweise FR eine Chargenpr&#252;fung durchf&#252;hrt, muss DE dies nicht machen.&#171; Genau das ist dann auch geschehen: Der Bund hat die Impfstoffe mithilfe der Bundeswehr in den Verkehr gebracht. Aber das Paul-Ehrlich-Institut f&#252;hrte dann doch nach eigenen Angaben Chargenpr&#252;fungen durch.</p><p>Im weiteren Verlauf geht es um verschiedene Szenarien hinsichtlich der Zulassung des Impfstoffes. Das Szenario, das laut Protokoll dem &#187;aktuellem IST-Zustand&#171; entspricht, beschreibt ein kursierendes Virus mit wenig Erkrankungen. Vermerkt ist im Protokoll f&#252;r dieses Szenario: &#187;Prinzipiell Anwendung nur von regul&#228;r zugelassenen Impfstoffen.&#171;</p><p>Im Sommer 2020 stellte man also fest, dass es keinen Grund gibt, einen bedingt zugelassenen Impfstoff massenhaft zu verabreichen. Trotzdem geschah sechs Monate sp&#228;ter genau das, ohne dass das Virus f&#252;r die Allgemeinheit gef&#228;hrlicher geworden w&#228;re. Das zweite Szenario mit dem Titel &#187;Worst-Case-Szenario&#171; beinhaltet viele schwerwiegende Erkrankungen und ist nur &#187;als Diskussionsgrundlage gedacht&#171;334. Im Weiteren sind einige bemerkenswert kritische Anmerkungen protokolliert, die aufgrund der Schw&#228;rzungen leider keinen Personen zugeordnet werden k&#246;nnen. Ein Einwand betrifft die damals nichtexistierende Notlage: &#187;Solange das Gesundheitssystem nicht &#252;berfordert ist, warum sollte man Abstriche machen?&#171;</p><p>Das Gesundheitssystem geriet in den Jahren 2020 und 2021 nie in die Lage, die dieser Einwand voraussetzt. Der damalige Bundestagsvizepr&#228;sident Wolfgang Kubicki brachte das &#252;ber eine schriftliche Frage an die Bundesregierung in Erfahrung. In der Antwort hei&#223;t es: &#187;Eine deutschlandweite, regional gleichzeitige &#220;berlastung aller verf&#252;gbaren ITS-Kapazit&#228;ten, die eine systemische Unterversorgung von intensivpflichtigen COVID-19-F&#228;llen oder deren strategische Verlegung ins Ausland bedeutet h&#228;tte, trat nicht ein.&#171; </p><p>Kurz darauf folgt ein weiterer Einwand: &#187;Bei einer in Deutschland derart geringen Mortalit&#228;tsrate empfiehlt es sich ihrer Ansicht nach nicht, mit einem wenig gepr&#252;ften Impfstoff zu arbeiten, solange nicht das Worst-Case-Szenario besteht.&#171;</p><p>Bez&#252;glich der Frage, wer eigentlich geimpft werden soll und wie die Sicherheit der Impfkampagne gew&#228;hrleistet werden kann, ist folgender Protokollvermerk aufschlussreich: &#187;f&#252;r bestimmte Bev&#246;lkerungsgruppen (Kinder, Schwangere) sollte eine sehr sorgf&#228;ltige Nutzen-Risiko-Absch&#228;tzung erfolgen. Der Einsatz des Impfstoffes sollte nur unter kontinuierlichem Safety-Monitoring erfolgen und es sollte versucht werden, serologische Daten w&#228;hrend der Impfstoffanwendung zu generieren.&#171;</p><p>Nun, Kinder und Schwangere wurden sp&#228;ter geimpft, und die Qualit&#228;t des Safety-Monitorings, also der Sicherheits&#252;berwachung, habe ich auf diesem Blog mehrach umfangreich untersucht.</p><p>Im Juli 2026 &#228;nderte die St&#228;ndige Impfkommission ihre Impfempfehlung f&#252;r Schwangere. In ihrem Epidemiologischen Bulletin vom 9. Juli 2026 spricht sie sich daf&#252;r aus, die gesunde erwachsene Bev&#246;lkerung erst ab einem Alter von 75 Jahren gegen SARS-CoV-2 impfen zu lassen; das gilt ausdr&#252;cklich auch f&#252;r Schwangere, sofern keine Grunderkrankung vorliegt und keine Schwangerschaftskomplikation zu erwarten ist.&#8202; </p><p>Der Verein &#196;rztinnen und &#196;rzte f&#252;r individuelle Impfentscheidung setzte sich auf seiner Website mit der neuen Empfehlung auseinander: &#187;F&#252;r Schwangere stellt die STIKO fest, dass schwere Corona-Verl&#228;ufe und Krankenhauseinweisungen seit dem Auftreten der Omikron-Variante sehr selten geworden seien. Damit sei auch das Risiko f&#252;r schwere pr&#228;- oder postnatale Folgen f&#252;r das ungeborene Kind &#8250;stark gesunken&#8249;. Gesunde Schwangere haben demnach im Vergleich zur Allgemeinbev&#246;lkerung kein erh&#246;htes Risiko f&#252;r einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf.&#171; </p><p>Die Omikron-Variante war jedoch laut RKI bereits seit Januar 2022 die vorherrschende Variante in Deutschland.&#8202; Der Vorstandssprecher des Vereins und Kinderarzt Dr. med. Alexander Konietzky kommentierte den Richtungswechsel der St&#228;ndigen Impfkommission so: &#187;Dass die STIKO auch nach f&#252;nfeinhalb Jahren noch nicht in der Lage ist, die COVID-19-Impfung f&#252;r alle Schwangeren ersatzlos zu streichen, ist ein medizinischer Skandal sondergleichen. Angesichts der mangelhaften Studienlage bez&#252;glich der Sicherheit der modRNA-Impfstoffe h&#228;tte diese Impfung nie empfohlen werden d&#252;rfen, schon gar nicht f&#252;r Schwangere und geb&#228;rf&#228;hige Frauen. [&#8230;] Dass die STIKO obendrein &#8250;nur&#8249; gut viereinhalb Jahre Omikron ben&#246;tigt, um unter Berufung auf diese von Beginn an harmlose Variante ihre Impfempfehlungen zu lockern, sagt alles &#252;ber die wissenschaftliche Qualit&#228;t ihrer Empfehlungen aus.&#171; </p><h4>Protokoll vom 22. Oktober 2020</h4><p>Am 22. Oktober 2020, also wenige Monate vor Beginn der Impfkampagne  schreibt die Leitung des PEI eine Mail. Darin zu lesen: &#171;es ist sehr merkw&#252;rdig, dass in einer Studie 3 F&#228;lle eines sehr seltenen Syndroms in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen auftreten (transverse Myelitis). Nat&#252;rlich kann das Zufall sein.&#187; In der selben Mail wird darauf hingewiesen, dass diese drei schwerwiegende Verdachtsf&#228;lle nicht in der europ&#228;ischen Datenbank auftauchen. Diese m&#252;ssen laut Gesetz 15 Tage nach Entdecken gemeldet werden. Dieser Medleverzug  wurde dann vom PEI w&#228;hrend der Corona-Impfkampagne bei der SafeVac2.0-App weitergef&#252;hrt. </p><p>Auch wird dar&#252;ber diskutiert, inwiefern das PEI die Herstellungsorte inspiziert und dort die Vorgaben f&#252;r die Gute klinische Praxis (GCP) kontrolliert. Aufgrund der vermeintlichen Notlage denkt man dar&#252;ber nach Routineuntersuchungen nicht durchzuf&#252;hren und nur dann zu inspizieren, &#187;sobald es auch nur geringe anzeichen f&#252;r GCP-verst&#246;&#223;e gibt&#171;</p><h4>Die Zielgerade</h4><p>Kurz vor der Zulassung des Impfstoffs am 23. November 2020 geht es darum, wer ihn zuerst auf den Markt bringen kann. Die USA liegen in diesem Wettrennen vorne. Am 10. Dezember 2020 soll das Gremium tagen, das die Notfallzulassung erteilen kann.  Im Protokoll wird festgehalten: &#187;Politiker in Europa f&#252;rchten, dass an diesem Datum bereits eine Notfallzulassung in den USA erteilt und daraufhin mit der Verimpfung begonnen werden k&#246;nnte. Aus Sicht der Politik w&#228;re es w&#252;nschenswert, wenn auch in Europa zu diesem Zeitpunkt eine Zulassung erfolgen und z&#252;gig mit der Impfung begonnen werden k&#246;nnte. Es sei schwer vermittelbar, wenn ein in Deutschland entwickelter Impfstoff zuerst den US-B&#252;rgern und erst sp&#228;ter den Europ&#228;ern zur Verf&#252;gung stehen w&#252;rde. Das BMG fordert gegen&#252;ber den Bundesl&#228;ndern, dass die Impfzentren in den Bundesl&#228;ndern zum 10.12.2020 einsatzbereit sein sollen.&#171;</p><p>Hinsichtlich des BioNTech-Impfstoffes findet sich jedoch folgender Einwand zu diesem politisch vorgegebenen Fahrplan im Protokoll: &#187;Eine abgeschlossene Bewertung bis zum 10.12.20 w&#228;re eine extreme Herausforderung, da die klinischen Daten bisher noch nicht vorliegen und mind. 2-3 Wochen zur seri&#246;sen Bewertung eines Datenpakets ben&#246;tigt werden.&#171;</p><p>Ex.Pr&#228;sident Cichutek gibt zu Protokoll: &#187;Wenn die Daten von BioNTech erst kurzfristig vorliegen, kann zum 10.12.2020 keine gr&#252;ndliche Risiken-Nutzen-Analyse clurchgef&#252;hrt werden.&#171;</p><p>Auch Cichutek ist sich der Brisanz des Abw&#228;gens von Sorgfalt und Schnelligkeit bewusst und erwidert: &#171;Eine Zulassung ohne Bewertung des kompletten Datensatzes w&#252;rde der &#246;ffentlich get&#228;tigten Aussage widersprechen, dass PE1 keine Abstriche bei der Bewertung akzeptiert und m&#246;glicherweise das Vertrauen der &#214;ffentlichkeit in COVID-19 Impfstoffe ersch&#252;ttern.&#171; In den nachfolgenden Jahren wurde vor allem das Vertrauen in die Arbeit des PEI ersch&#252;ttert. Bis heute h&#228;lt die Beh&#246;rde relevante Daten zur Sicherheit der Impfstoffe zur&#252;ck. </p><p>Genau einen Monat vor Beginn der Impfungen in Deutschland findet sich ein Vermerk zu diesem Impfstoff. In einem begutachteten Bericht zu den vom Hersteller eingereichten Daten werden mehrere &#187;wesentliche Einw&#228;nde&#171; gefunden. Die darauffolgenden Zeilen sind geschw&#228;rzt. </p><p>Auch der Impfstoff von AstraZeneca wird thematisiert. Die Ergebnisse dieser Beratung machen deutlich, wie chaotisch die Zust&#228;nde kurz vor der Zulassung waren. Es wurde Folgendes festgehalten: &#187;Es wurden unterschiedliche Dosis- und Impfschemata angewandt. Z. T. wurde zun&#228;chst eine halbe und anschlie&#223;end eine volle Dosis verabreicht. Die Verabreichung der halben Impfdosis erfolgte irrt&#252;mlicherweise aufgrund einer fehlerhaften Titerbestimmung des Testimpfstoffs und war nicht im Studiendesign vorgesehen.&#171; Sp&#228;ter verursachte dieser Impfstoff extrem hohe Nebenwirkungsraten.</p><p>Die personelle Ausstattung des PEI in der Sicherheits&#252;berwachung der Impfstoffe k&#246;nnte das zentrale Thema einer Aufarbeitung sein. Einen Monat bevor die Impfkampagne begann, stellten die Verantwortlichen fest, dass die Personallage &#187;schlecht&#171; sei. &#187;Es fehlt an Medizinern mit Expertise zu Impfstoffen und Postmarketingstudien, die kurzfristig einsatzf&#228;hig sind.&#171; Monate lang war bekannt, dass eine baldige Zulassung bevorstand, doch es wurden nicht die personellen Ressourcen bereitgestellt, um die Sicherheit dieser riskanten Impfkampagne akribisch zu &#252;berwachen.</p><p>Kurz nach Beginn der Impfkampagne besch&#228;ftigt sich der Krisenstab mit der Frage, wann die Zweitimpfung mit BioNTech erfolgen soll. Die extreme Unsicherheit &#252;ber das Impfprotokoll ist erstaunlich. Folgende Anmerkung wurde aufgeschrieben: &#171;Im Grunde wird derzeit u. a. eine Gruppe geimpft, f&#252;r die wir keine oder doch sehr wenige Daten aus klinischen Pr&#252;fungen haben. Noch gravierender ist es, wenn diese Personen dann auch noch mit einem 0,6-Monats-Schema geimpft werden sollten.&#171;  Diese Aussage ist korrekt, da in den Zulassungsstudien nur ein Bruchteil der Teilnehmer:innen &#252;ber 75 Jahre alt war. Trotzdem wurden vor allem alte Menschen geimpft und eine hohe Wirksamkeit versprochen. Auf welcher Datengrundlage eigentlich?</p><h4>15. November 2021: Die Kinder</h4><p>Am 15. November 2021 tagt der erweiterte externe Krisenstab in seiner vierten Sondersitzung und besch&#228;ftigt sich mit der Impfung von Kindern im Alter von f&#252;nf bis elf Jahren.&#8202;351 Zweieinhalb Stunden geht es wieder in Anwesenheit und mit Willkommensworten von Klaus Cichutek um das Vorhaben von BioNTech und Pfizer, auch Kinder gegen COVID-19 zu impfen. Auch der heutige Pr&#228;sident Stefan Vieths ist wieder dabei und damit Teil der Bewertung des Nutzen-Risiko-Verh&#228;ltnisses. Protokollarisch festgehalten wird fr&#252;hzeitig: &#187;Die Begr&#252;ndung des Antragstellers f&#252;r die Notwendigkeit der Indikationserweiterung auf diese Altersgruppe ist nicht sehr ausf&#252;hrlich und kaum mit quantitativen Informationen [&#8230;] hinterlegt.&#171;</p><p>In der Besprechung geht es dann um das von COVID-19 ausgehende Risiko f&#252;r Kinder. Doch dieser elementare Teil und Grundlage f&#252;r eine Abw&#228;gung wirkt eher d&#252;rftig: &#187;Es fehlen Daten zur Absch&#228;tzung des Risikos der Altersgruppe hinsichtlich Hospitalisierung, symptomatischer und schwerer COVID-19.&#171; 353 Diese Daten fehlten nicht. Sie lagen vor, seit einem halben Jahr, und sie stammten von den Fachgesellschaften der Kinder&#228;rzte selbst. In einer gemeinsamen Stellungnahme vom 21. April 2021 hielten die Deutsche Gesellschaft f&#252;r P&#228;diatrische Infektiologie, der Berufsverband der Kinder- und Jugend&#228;rzte, die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Kinder- und Jugendmedizin und die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Krankenhaushygiene fest: &#187;Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den sch&#228;tzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (&lt; 0,01 %) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (&lt; 0.00002 %), sollte Anlass sein, Eltern &#252;bergro&#223;e Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen.&#171; </p><p>Das ist genau die Gr&#246;&#223;enordnung, die dem Gremium ein halbes Jahr sp&#228;ter angeblich fehlte. Erw&#228;hnt wird auch die bereits im Mai 2020 festgestellte niedrige Hospitalisierungsrate bei Kindern in Deutschland.&#8202; Schon Ende Februar 2020 hielt das Robert-Koch-Institut intern fest, Schulen und Kitas st&#252;nden nicht im Vordergrund und Kinder seien &#187;kein[e] wichtigen Glieder in Transmissionsketten&#171;. Ihre Rolle sei &#8211; anders als bei Influenza &#8211; eher untergeordnet; weitere Studien m&#252;ssten folgen.&#8202;</p><p>Im n&#228;chsten Abschnitt des Protokolls geht es um die potentiellen Risiken der modRNA-Impfung von Kindern. Festgehalten wird folgendes Problem: &#187;Eine Unbekannte wird das Risiko der Myokarditiden bleiben, das in einer Zulassungsstudie mit ca. 1500 Kindern nicht &#252;berpr&#252;ft werden kann.&#171; </p><p>Weiter wird besprochen, wie trotz eines so unsicheren Nebenwirkungsprofils eine Zulassung aussehen k&#246;nnte: &#187;Denkbar w&#228;re die Auflage, bestimmte Nebenwirkungen in Studien (post-marketing) nach der Zulassung zu untersuchen.&#171; Die Idee war also, erst nach der Verabreichung herauszufinden, wie oft Herzmuskelentz&#252;ndungen bei Kindern auftreten w&#252;rden. Dieses nicht unbedingt un&#252;bliche Verfahren erscheint jedoch aufgrund der nicht vorhandenen medizinischen Notwendigkeit dieser Impfung bei Kindern riskant.</p><p>Bereits im Januar 2021, also rund zehn Monate vor dieser Sitzung, setzte das israelische Gesundheitsministerium eine Expertengruppe unter Leitung des Internisten Dror Mevorach ein, um Verdachtsf&#228;lle von Herzmuskelentz&#252;ndungen nach der Impfung zu untersuchen. Israel hatte fast ausschlie&#223;lich mit dem Pr&#228;parat von BioNTech und Pfizer geimpft und war damit fr&#252;her dran als alle anderen. Anfang Juni 2021, gut f&#252;nf Monate vor der Sitzung, meldete Israel dann einen Zusammenhang zwischen seltenen Herzmuskelentz&#252;ndungen und der Impfung bei jungen M&#228;nnern.&#8202;</p><p>Dieser Bericht aus Israel wird im Verlauf der Sitzung vom Paul-Ehrlich-Institut auch benannt, und es wird sogar einger&#228;umt, dass Myo- und Perikarditis nach Impfung bei j&#252;ngeren M&#228;nnern in Nordeuropa noch h&#228;ufiger vorkommen. Vermerkt wird diesbez&#252;glich: &#187;Die Patienten sind rasch wieder symptomfrei, der Langzeitverlauf ist unklar.&#171; Dieses offensichtliche Risiko w&#228;gen die Teilnehmer wie folgt ab: &#187;Die Mortalit&#228;tsrate ist im Vergleich zu viral-induzierten Myokarditiden bei mRNA-Impfung niedriger.&#171;</p><p>Zum Ende des Protokolls geht es um die &#220;berwachung der Impfstoffsicherheit. Ein Protokolleintrag lautet: &#187;Es ist in den letzten Wochen ein Anstieg an Verdachtsmeldungen zu verzeichnen. Aktuell liegt der Wert bei ca. 400/Tag. Es werden auch Impfdurchbr&#252;che gemeldet.&#171;  Das ist eine durchaus hohe Zahl, die sicherlich einen hohen Arbeitsaufwand bedeutet hat, da diese Verdachtsf&#228;lle alle von Mitarbeitern des Paul-Ehrlich-Instituts gepr&#252;ft werden mussten.</p><p>Im Mai 2022 empfahl die St&#228;ndige Impfkommission dann sogar die modRNA-Impfung f&#252;r alle Kinder ab f&#252;nf Jahren, zun&#228;chst mit einer einzigen Impfstoffdosis. Eine von mir damals durchgef&#252;hrte Analyse der wissenschaftlichen Begr&#252;ndung daf&#252;r zeigte, wie wenig &#252;ber das Risikoprofil bekannt war und wie schwach die Datenlage f&#252;r einen vermeintlichen Nutzen war &#8211; auch weil COVID-19 keine relevante gesundheitliche Gefahr f&#252;r Kinder darstellte.&#8202;</p><h4>18. Februar 2022: Zulassung ohne Daten</h4><p>Am 18. Februar 2022 geht es um die Booster-Impfungen f&#252;r Jugendliche ab zw&#246;lf Jahren.&#8202; In der Einladungsmail hei&#223;t es als Hintergrundinformation, es gehe um eine Diskussion im CHMP zur Erweiterung der Booster-Indikation der mRNA-Impfstoffe auf Jugendliche ab zw&#246;lf Jahren, ohne dass f&#252;r diese Gruppe eigene Daten eingereicht werden. Der CHMP ist der bereits erw&#228;hnte Ausschuss</p><p>f&#252;r Humanarzneimittel der Europ&#228;ischen Arzneimittelagentur. In diesem ist auch das Paul-Ehrlich-Institut vertreten. Als Vorbemerkung wurde im Protokoll festgehalten: &#187;Herr Cichutek erl&#228;utert, dass die Sitzung einberufen wurde, um einen Konsens hinsichtlich der Haltung des PEI zur Erweiterung der Booster-Indikation bei Jugendlichen ab 12 Jahren f&#252;r mRNA-Impfstoffe (Comirnaty und Spikevax) ohne Einreichung von Daten aus klinischen Pr&#252;fungen herzustellen.&#171;</p><p>Es geht in der Sitzung um folgende im Protokoll festgehaltene Frage: &#187;Die zu besprechende Kernfrage ist, wie PEI sich zu einer Indikationserweiterung ohne Einreichung von Daten aus klinischen Pr&#252;fungen positioniert.&#171; Im Folgenden geht es darum, dass f&#252;r diesen Booster keine eigenen Daten vorliegen und der Hersteller mithilfe einer sogenannten Extrapolation, also einer Art &#220;bertragung</p><p>beziehungsweise Modellierung hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit, eine Zulassung erhalten will. Die Journalistin Janina Lionello, die damals f&#252;r NIUS dar&#252;ber berichtete, fragte Dr. Christian Wolf, Arzneimittelentwickler mit mehr als drei&#223;ig Jahren Erfahrung in der klinischen Forschung.&#8202; Wolf erl&#228;uterte die angewandte Methode wie folgt: &#187;Die Grundvoraussetzung der Extrapolation ist es, dass eine Krankheit prinzipiell &#228;hnlich bei Ausgangspopulation (Erwachsene) und Zielpopulation (Kinder und Jugendliche) ist. [&#8230;] Die Einsch&#228;tzung, ob eine Extrapolation prinzipiell m&#246;glich ist, ist eine eminent wichtige medizinische Abw&#228;gung, die immer mit Unsicherheit verbunden ist. Bei der Extrapolation kommen lediglich mathematische Methoden zum Einsatz. Extrapolation macht man nur, wenn man sich medizinisch wirklich sicher ist, dass es vertretbar ist.&#171;</p><p>Das Vorgehen im vorliegenden Fall sch&#228;tzte er so ein: &#187;Bei den &#252;berlassenen Dokumenten komme ich zur Einsch&#228;tzung, dass der Hersteller auf eine Extrapolation f&#252;r Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahre dr&#228;ngte, und zwar aufgrund von Daten bei j&#252;ngeren Erwachsenen (18 bis 24 Jahre).&#171;</p><p>Zu diesem Zeitpunkt war in Deutschland l&#228;ngst die Omikron-Variante dominant. Damit bestand f&#252;r Jugendliche ab zw&#246;lf Jahren kein signifikantes Erkrankungsrisiko und folglich keine Notwendigkeit f&#252;r die Zulassung einer modRNA-Booster-Impfung f&#252;r diese Altersgruppe. Genau dieser zentrale Punkt taucht auch als Frage im Protokoll auf. Dort hei&#223;t es: &#187;Muss das niedrigere Risiko einer COVID-19-Erkrankung bei Jugendlichen mit betrachtet werden?&#171;</p><p>Im Protokoll ist vermerkt, dass eine klinische Pr&#252;fung noch laufe, deren regelgerechte Durchf&#252;hrung der Hersteller offenbar nicht abwarten wollte.</p><p>Ein Experte meldete jedoch Zweifel an dem Vorgehen an. Vermerkt ist, dass sich der Berichterstatter der Europ&#228;ischen Arzneimittelagentur in deren Corona-Arbeitsgruppe &#187;sehr skeptisch hinsichtlich der beantragten Indikationserweiterung bei Comirnaty ohne Daten aus klinischen Pr&#252;fungen&#171; zeigte. Die zur Begr&#252;ndung vorgelegten Beobachtungsdaten aus der Zeit nach der Zulassung bezeichnete jemand, dessen Name geschw&#228;rzt ist, als &#187;nicht-interpretierbar&#171;. Ein solcher Berichterstatter, im Fachjargon Rapporteur, wird aus dem Ausschuss f&#252;r Humanarzneimittel benannt und leitet die wissenschaftliche Bewertung eines Antrags.</p><p>Das Paul-Ehrlich-Institut jedoch ist gegenteiliger Ansicht: &#187;Es gibt keine grunds&#228;tzlichen Einw&#228;nde gegen die Strategie einer Indikationserweiterung aufgrund von Extrapolation.&#171; So steht es jedenfalls unter dem Namen von Dr. Jan M&#252;ller-Berghaus, der als Sachverst&#228;ndiger des Instituts kooptiertes Mitglied des CHMP ist.&#8202; Weiter unten hei&#223;t es, eine Extrapolation aus Daten zu einer &#8211; geschw&#228;rzten &#8211; Drittdosis bei 12- bis 17-J&#228;hrigen sei &#187;nicht akzeptabel&#171;, gebe aber eine &#187;gewisse Sicherheit&#171;, dass die Daten im Alltagsgebrauch vergleichbar sein k&#246;nnten. Bemerkenswert ist die im Protokoll festgehaltene Aussage des damaligen Pr&#228;sidenten Klaus Cichutek, der offenbar selbst Zweifel an dem Vorgehen hatte. So hei&#223;t es im Protokoll: &#187;Diese Vorgehensweise entspringt der Pandemielage, kann nicht auf sp&#228;tere Entscheidungen zur Zulassung anderer nichtpandemischer Impfstoffe bezogen werden.&#171; F&#252;r die Kinder und Jugendlichen, die diese Booster-Impfungen erhalten sollten, lag jedoch keine besondere gesundheitliche Notlage vor.</p><p>Wolf zog gegen&#252;ber NIUS folgendes Fazit: &#187;Angesichts einer bereits laufenden klinischen Studie, der Bedenken des Berichterstatters der EMA und der Aussage Professor Cichuteks, ein solches Vorgehen nicht grunds&#228;tzlich zu bef&#252;rworten, muss man wohl von einer politisch motivierten Entscheidung ausgehen.&#171;</p><p>Als Erinnerung zitiere ich an dieser Stelle ein weiteres Mal aus den geleakten Protokollen des Robert-Koch-Instituts vom 3. Dezember 2021: &#187;Politischer Entschluss ist schon l&#228;ngst gefasst, oberste Priorit&#228;t so viele Leute so schnell wie m&#246;glich impfen.&#171;</p><h4>April 2022</h4><p>Im April 2022 geht es um den Corona-Impfstoff von Johnson &amp; Johnson. Die belgische Zulassungsbeh&#246;rde meldet ein Qualit&#228;tsproblem mit einer Charge des Impfstoffs. In einem angeh&#228;ngten Originaldokument informiert das belgische Bundesamt f&#252;r Arzneimittel und Medizinprodukte (FAGG) das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) wie folgt: &#187;Es wird der Schluss gezogen, dass der Standort nicht nachweisen konnte, dass die Herstellung des Wirkstoffs f&#252;r den viralen Vektorimpfstoff konsistent in &#220;bereinstimmung mit den EU-GMP-Anforderungen erfolgt und dass Kontaminationsprobleme weiterhin bestehen und nicht unter Kontrolle sind. Dies stellt ein Risiko f&#252;r die Qualit&#228;t der Impfstoffe und die &#246;ffentliche Gesundheit dar.&#171;</p><p>Das PEI behandelt diese Problematik auch im Krisenstab und f&#252;hrt aus: &#187;Das PEI hat am 13.04.2022 die vorliegenden Verdachtsfallmeldungen zum &#8218;COVISHIELD&#8216;-Impfstoff von AstraZeneca untersucht und keine mit Impfstoffdosen der Charge XD955 verbundenen Risikosignale festgestellt, die Zweifel an der Sicherheit und Wirksamkeit der Dosen der Charge XD955 aufkommen lassen. Geimpfte k&#246;nnen ganz beruhigt sein.&#171;</p><p>Anschlie&#223;end wird ausf&#252;hrlich dar&#252;ber diskutiert, ob die betroffene Charge zur&#252;ckgerufen oder lediglich die Chargenfreigabe widerrufen werden soll.</p><p>In dem Protokoll vom 10. Juni 2022 wird &#252;ber den Wunsch des Bundesgesundheitsministeriums berichtet, die kommenden Booster-Impfstoffe an die im Herbst erwarteten Varianten anzupassen.</p><h4>Fazit</h4><p>Die teilweise neuen Protokolle zeigen, mit welcher Hast die neuartigen modRNA-Produkte auf den Markt gebracht wurden. All dies geschah stets unter der Pr&#228;misse eines medizinischen Notstands. Dieser lag jedoch nie vor. Auch diese Zweifel am Notstands-Narrativ spiegeln sich in den Protokollen wider. Das PEI und dabei vor allem der damalige Pr&#228;sident Prof. Klaus Cichutek agierten als M&#246;glichmacher f&#252;r eine politische Impfkampagne und stimmten dabei Zulassungsprozessen zu, die die notwendige Sorgfalt vermissen lie&#223;en. Die in den Protokollen vermehrt notierten Unsicherheiten bez&#252;glich Wirksamkeit und Sicherheit wurden der Bev&#246;lkerung jedoch nie mitgeteilt. Es wurde also eine Sicherheit vorget&#228;uscht, die so nicht vorhanden war. </p><p>In meinem <a href="https://www.masselverlag.de/Programm/Vorgetaeuschte-Sicherheit/">neuen Buch</a> beschreibe ich detailliert, wie diese T&#228;uschung der Bev&#246;lkerung stattfand. </p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!dAC-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F95a544ea-79c1-4588-9690-07503abec267_1080x1080.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!dAC-!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F95a544ea-79c1-4588-9690-07503abec267_1080x1080.jpeg 424w, 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" 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data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[»Diese Zahlen nicht auszuwerten, wäre eine grobe Pflichtverletzung.« Ex-Krankenkassenvorstand im Gespräch]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen (38 Min.) | Andreas Sch&#246;fbeck, damals Vorstand der BKK Provita, verfasste Anfang 2022 eine Analyse, die auf ein Risikosignal bei den mRNA-Impfungen hinwies. Daraufhin wurde er fristlos entlassen.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/schoefbeck-nebenwirkungen-corona</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/schoefbeck-nebenwirkungen-corona</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 08 Oct 2026 15:12:39 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/219146603/99c6e593e9eca7572ea2951df4afb190.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Am 21. Februar 2022 schrieb Andreas Sch&#246;fbeck, der damalige Vorstand der Krankenkasse BKK Provita, einen <a href="https://www.barucker.press/p/heftiges-warnsignal-bei-impfnebenwirkungen-nach-corona-impfung?utm_source=publication-search">offenen Brief</a> an das Paul-Ehrlich-Institut und andere Gremien und Verb&#228;nde. Aufgrund des vermehrten Auftretens von Nebenwirkungen nach der neuartigen Corona-Impfung lie&#223; er vom Datenanalysten Tom Lausen eine Untersuchung von knapp elf Millionen Datens&#228;tzen durchf&#252;hren. Er wollte anhand der Abrechnungsdaten herausfinden, ob Menschen nach der Corona-Impfung vermehrt zum Arzt gehen. Damals schrieb er: &#187;Die unserem Haus vorliegenden Daten geben uns Grund zu der Annahme, dass es eine sehr erhebliche Untererfassung von Verdachtsf&#228;llen f&#252;r Impfnebenwirkungen nach der Corona-Impfung gibt.&#171;</p><p>Die Analyse, die er intern mehrfach pr&#252;fen lie&#223;, kam zu einem besorgniserregenden Schluss: &#187;Hochgerechnet auf die Anzahl der geimpften Menschen in Deutschland bedeutet dies, dass circa 4&#8211;5 % der geimpften Menschen wegen Impfnebenwirkungen in &#228;rztlicher Behandlung waren.&#171;</p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;883ebad0-e08e-41e2-be08-661a6de9c6a1&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Krankenkassen-Vorstand der BKKProVita , Andreas Sch&#246;fbeck schreibt einen alarmierenden Brief an das Paul-Ehrlich-Institut und weitere Verb&#228;nde im Gesundheitswesen. Nach Auswertung von Patientendaten kommt Sch&#246;fbeck zu der Einsch&#228;tzung, dass das Paul-Ehrlich-Institut nur einen Bruchteil der Impfnebenwirkungen erfasse.&quot;,&quot;cta&quot;:null,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;showDescription&quot;:true,&quot;showImage&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Heftiges Warnsignal bei Impfnebenwirkungen nach Corona-Impfung&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:257864279,&quot;name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;bio&quot;:null,&quot;photo_url&quot;:null,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2022-02-23T21:39:55.000Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/7f47b6fa-bf8f-4678-b969-195c8b570493_1638x803.png&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/p/heftiges-warnsignal-bei-impfnebenwirkungen-nach-corona-impfung&quot;,&quot;section_name&quot;:null,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:147455318,&quot;type&quot;:&quot;newsletter&quot;,&quot;reaction_count&quot;:1,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:2860043,&quot;publication_name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!VXDi!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43736115-6a36-427f-b14d-ecbd5b024988_500x500.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><p>Im Gespr&#228;ch mit Sch&#246;fbeck zeichnet dieser die Geschehnisse rund um die Ver&#246;ffentlichung seines Alarmsignals nach. Nachdem ein Artikel &#252;ber seine Analysen in <a href="https://nx2001.your-storageshare.de/s/q4jrMGA5ndF2QEg?dir=/&amp;editing=false&amp;openfile=true">DIE WELT</a> erschienen war, meldete sich schlie&#223;lich das Paul-Ehrlich-Institut. Es wurde eine Videokonferenz terminiert. Auf Bitte von Herrn Sch&#246;fbeck sollte auch der damalige PEI-Pr&#228;sident, Professor Klaus Cichutek, daran teilnehmen. Doch kurz vor dem Termin beschloss der Verwaltungsrat der Krankenkasse auf einer pl&#246;tzlich einberufenen Mitgliederversammlung, Sch&#246;fbeck fristlos zu entlassen. Daher kam es nie zu einer Diskussion zwischen dem PEI und Sch&#246;fbeck &#252;ber die von ihm vorgelegten Zahlen.</p><p>Laut Sch&#246;fbeck hat eine sp&#228;tere <a href="https://corona-blog.net/2022/07/27/tk-muss-daten-herausgeben-2021-waren-dort-437-593-versicherte-wegen-impfnebenwirkungen-in-aerztlicher-behandlung/">Auswertung der Techniker Krankenkasse</a> mit rund elf Millionen Versicherten seine Zahlen ebenfalls best&#228;tigt. Auch die im Jahr 2022 ver&#246;ffentlichten <a href="https://archive.ph/f4fuP">Zahlen</a> der Kassen&#228;rztlichen Bundesvereinigung (KBV) seien laut Sch&#246;fbeck &#187;auf die gleichen Werte gekommen&#171;. Dies behauptet Sch&#246;fbeck in einem aktuellen <a href="https://multipolar-magazin.de/artikel/die-haben-das-alle-ignoriert">Interview</a> mit dem Journalisten Volker Rekittke beim Online-Magazin Multipolar.</p><p>Damals tat Sch&#246;fbeck das, was das PEI seit Herbst 2020 eigentlich gesetzlich tun muss. Gem&#228;&#223; Infektionsschutzgesetz muss es die Abrechnungsdaten der Kassen&#228;rztlichen Vereinigung auswerten und f&#252;r die Sicherheits&#252;berwachung der Corona-Impfkampagne nutzen. Dieser Pflicht ist das Institut bis heute &#8211; also 4,5 Jahre nach Sch&#246;fbecks offenem Brief an die Beh&#246;rde &#8211; nicht nachgekommen. Im Interview mit mir fragt Sch&#246;fbeck, wie es sein kann, dass niemand f&#252;r diese Pflichtverletzung die Verantwortung tr&#228;gt. Bis heute hat es keine inhaltliche Auseinandersetzung mit seinen Analysen gegeben. </p><p>Zum Abschluss unseres Gespr&#228;chs geht es um die Frage, wie ein Gesundheitssystem aus Sch&#246;fbecks Sicht aussehen w&#252;rde, das die Gesundheit der Menschen in den Mittelpunkt stellt.</p><div><hr></div><h4>Weitere Produktionen erm&#246;glichen</h4><ul><li><p>Produktionskosten: ca. 500 &#8364;</p></li><li><p>Produktion: https://www.screen-talk.de</p></li><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p>PayPal: info@bastian-barucker.de (<a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a>)</p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[SafeVac 2.0: PEI meldet tausende schwerwiegende Fälle Jahre später]]></title><description><![CDATA[Das Paul-Ehrlich-Institut verstrickt sich weiterhin in Widerspr&#252;che bez&#252;glich der Zahlen zu den Nebenwirkungen der Corona-Impfkampagne. Pl&#246;tzlich sind Tausende Meldungen neu hinzugekommen.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/safevac-2000-neue-meldungen</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/safevac-2000-neue-meldungen</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Mon, 05 Oct 2026 07:28:57 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/cf830845-415d-4ac5-b447-9e9feb2c2ebc_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) &#252;berwacht in Deutschland die Sicherheit von Impfstoffen. Speziell f&#252;r die Corona-Impfkampagne hat das Institut die SafeVac2.0-App entwickelt, die auf diesem Blog schon mehrfach thematisiert wurde. Die Datenerhebung endete bereits im September 2023, also vor drei Jahren. Bis heute hat das PEI weder eine entsprechende Ver&#246;ffentlichung publiziert noch die anonymisierten Rohdaten zur Verf&#252;gung gestellt. Ein presserechtliches <a href="https://www.barucker.press/p/pei-safevac-gericht?utm_source=publication-search">Gerichtsverfahren</a> ergab, dass das PEI angibt, selbst nicht zu wissen, wie viele Verdachtsmeldungen insgesamt &#252;ber die App eingegangen sind.</p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;fd3b5ad4-6e57-45ba-9547-9cb88f8e2cbb&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Im Juni 2025 stellte ich dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das f&#252;r die &#220;berwachung der Impfstoffsicherheit (Pharmakovigilanz) zust&#228;ndig ist, eine eigentlich sehr einfache Frage: Wie viele Verdachtsf&#228;lle von Impfnebenwirkungen sind insgesamt vom PEI bei der&quot;,&quot;cta&quot;:null,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;showDescription&quot;:true,&quot;showImage&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Impfnebenwirkungen vor Gericht: EMA-Daten bringen Paul-Ehrlich-Institut in Bedr&#228;ngnis&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:61723233,&quot;name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Wildnisp&#228;dagoge, Prozessbegleiter in Gef&#252;hls- und K&#246;rperarbeit, Journalist und Vater&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/ed0f2334-aee9-4947-a364-4b14d6e1c3a6_3859x3859.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2025-12-22T13:31:05.241Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/ecf21cc6-7855-4f00-a56d-2ff00e99eb64_2000x1125.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/p/safevac-gericht-pei&quot;,&quot;section_name&quot;:null,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:181493567,&quot;type&quot;:&quot;newsletter&quot;,&quot;reaction_count&quot;:41,&quot;comment_count&quot;:2,&quot;publication_id&quot;:2860043,&quot;publication_name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!VXDi!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43736115-6a36-427f-b14d-ecbd5b024988_500x500.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><p>Die Antwort auf eine <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/007/2100747.pdf">Bundestagsanfrage</a> vom 24. Juli 2025 brachte jedoch wenigstens eine hochinteressante Zahl zutage. Von den knapp 740.000 Nutzern h&#228;tten laut Bundesregierung &#187;3.506 Personen mindestens ein schwerwiegendes Ereignis nach einer der in der Studie registrierten Impfungen berichtet&#171;, was ca. 0,5 Prozent entspricht. Damals hie&#223; es, dass &#187;alle gemeldeten und gem&#228;&#223; &#167; 4 Absatz 13 des Arzneimittelgesetzes (AMG) als schwerwiegend eingestuften unerw&#252;nschten Ereignisse innerhalb von 15 Tagen an die EudraVigilance-Datenbank der Europ&#228;ischen Arzneimittelagentur (EMA) als schwerwiegendes unerw&#252;nschtes Ereignis aus einer klinischen Studie berichtet wurden&#171;.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Das PEI behauptete also vor mehr als einem Jahr, seiner gesetzlichen Meldepflicht von schwerwiegenden Verdachtsf&#228;llen vollumf&#228;nglich nachgekommen zu sein.</p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;5f97ee7f-dbb0-469e-9384-7405bfb5fa2b&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Die von der Politik jahrelang vorangetriebene Intransparenz rund um die Nebenwirkungsdaten der Corona-Impfkampagne schreitet mit Unterst&#252;tzung der Gerichte weiter voran. Egal, ob in der Corona-Enquetekommission des Deutschen Bundestags oder vor Gericht: Solide Daten zu Impfnebenwirkungen werden wie Staatsgeheimnisse behandelt und nicht &#246;ffentlich gemach&#8230;&quot;,&quot;cta&quot;:null,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;showDescription&quot;:true,&quot;showImage&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Verwaltungsgericht Darmstadt verhindert Presseauskunft &#252;ber Impfnebenwirkungen &quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:61723233,&quot;name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Wildnisp&#228;dagoge, Prozessbegleiter in Gef&#252;hls- und K&#246;rperarbeit, Journalist und Vater&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/ed0f2334-aee9-4947-a364-4b14d6e1c3a6_3859x3859.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-04-29T13:59:31.912Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/74fa529f-f3f9-4f37-9453-231e5e137e28_1200x630.png&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/p/pei-safevac-gericht&quot;,&quot;section_name&quot;:null,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:195612265,&quot;type&quot;:&quot;newsletter&quot;,&quot;reaction_count&quot;:12,&quot;comment_count&quot;:2,&quot;publication_id&quot;:2860043,&quot;publication_name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!VXDi!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43736115-6a36-427f-b14d-ecbd5b024988_500x500.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><p>Diese 3.506 F&#228;lle stehen in einem auff&#228;lligen Spannungsverh&#228;ltnis zu den vom PEI kurz darauf angegebenen 2.053 schwerwiegenden SafeVac-F&#228;llen in der europ&#228;ischen Datenbank EudraVigilance. Sp&#228;ter musste das Paul-Ehrlich-Institut vor Gericht einr&#228;umen, dass nur reichlich 2.000 SafeVac2.0-F&#228;lle schwerwiegender Art zur europ&#228;ischen Arzneimittelagentur (EMA) gemeldet worden waren. Immerhin bezeichnete es diesen Meldestand gegen&#252;ber dem Gericht als &#187;vorl&#228;ufig&#171;.</p><p>Die Antwort auf eine Bundestagsanfrage vom M&#228;rz dieses Jahres ergab die folgende &#220;bersicht &#252;ber die Anzahl der schwerwiegenden Verdachtsf&#228;lle, die an die europ&#228;ische Datenbank &#252;bermittelt wurden:</p><div class="captioned-image-container"><figure><div class="image-link image2" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RfnA!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RfnA!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RfnA!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RfnA!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RfnA!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg" width="722" height="182" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/ad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:182,&quot;width&quot;:722,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:31948,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.barucker.press/i/217807414?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RfnA!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RfnA!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RfnA!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RfnA!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fad69131b-9f2f-4b6a-8068-f22a001f2e97_722x182.jpeg 1456w" sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div></div></div></div><figcaption class="image-caption"><a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/051/2105103.pdf">Drucksache 21/5103 vom 27.03.2026</a></figcaption></figure></div><p>Der Datenstand vom Dezember 2025 f&#252;hrt mit 2.648 schwerwiegenden F&#228;llen also knapp 1.000 F&#228;lle weniger auf als die Bundesregierung im Juli 2025 einger&#228;umt hatte. Ebenso ist die Anzahl der insgesamt ermittelten Studienf&#228;lle durch die App einzusehen. Diese liegt seit Sommer 2024 bei rund 58.000.</p><p>Mithilfe einer Presseanfrage an das PEI wollte ich den aktuellen Stand der SafeVac2.0-Zahlen ermitteln. Am 23. September 2026 teilte mir das PEI Folgendes mit: &#187;Bis Ende August 2026 belief sich die Anzahl der an die EudraVigilance-Datenbank &#252;bermittelten, als schwerwiegend gekennzeichneten Studienf&#228;lle auf ca. 5.000.&#171;</p><p>Dieser nachtr&#228;gliche Zuwachs bedeutet, dass nicht 0,5 %, sondern 0,7 % der Teilnehmer potenziell schwerwiegende Nebenwirkungen hatten. Erscheint der Name der App &#187;sichere Impfung&#187; da noch angebracht?</p><p>Das PEI weist zugleich darauf hin, dass SafeVac-Meldungen vor ihrer &#220;bermittlung an EudraVigilance validiert werden. Damit stellt sich insbesondere die Frage, wann die einzelnen F&#228;lle beim PEI eingingen, wann sie als schwerwiegend validiert wurden und wann sie tats&#228;chlich an EudraVigilance &#252;bermittelt wurden. Die jetzt erteilte Presseauskunft leistet Spekulationen Vorschub, dass bevorzugt schwerwiegende SafeVac-F&#228;lle mit Jahren Versp&#228;tung gemeldet worden sind.</p><p>Ich habe das PEI auch darum gebeten, die Zahl aller gemeldeten F&#228;lle zu nennen, um die Relationen zwischen der Gesamtzahl der F&#228;lle und der Zahl der F&#228;lle mit schwerwiegendem Charakter nachvollziehen zu k&#246;nnen. Diese Frage, die das PEI schon vor Gericht nicht mitteilen konnte oder wollte, blieb komplett unbeantwortet. </p><p>&#220;brigens erkl&#228;rt die EMA den Studienteil der EudraVigilance-Datenbank und damit auch SafeVac-Meldedaten weitgehend f&#252;r geheim. Es l&#228;uft dazu bereits ein Gerichtsverfahren vor dem Europ&#228;ischen Gericht (Az. <strong>T-318/26</strong>). Gleiches gilt f&#252;r das PEI, das in mehreren Schrifts&#228;tzen die SafeVac-Meldedaten als &#187;nicht&#246;ffentlich&#8220;&#171; bezeichnet hat.</p><p>Das PEI gibt nach wie vor nur bruchst&#252;ckhaft Informationen &#252;ber die SafeVac2.0-Meldezahlen preis. Gerade angesichts der erheblichen zeitlichen Verschiebungen und der bislang nicht erkl&#228;rten Unterschiede zwischen den verschiedenen Fallzahlen ist dies schwer nachvollziehbar. Die mangelnde Transparenz der Daten einer Beh&#246;rde, die erst vor Kurzem &#187;Transparenz als Grundpfeiler der Arzneimittelsicherheit&#171; <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/bulletin-arzneimittelsicherheit/2025/1-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7">bezeichnet</a> hat, erschwert somit die &#246;ffentliche &#220;berpr&#252;fung der Ergebnisse dieser f&#252;r die Sicherheits&#252;berwachung der Corona-Impfkampagne wichtigen Studie.</p><p>Urspr&#252;nglich hatte der damalige Pr&#228;sident des PEI, Prof. Klaus Cichutek, die App wie <a href="https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Bulletin/2020/4-2020.pdf?__blob=publicationFile">folgt beworben</a>: &#187;Mit Hilfe der SafeVac 2.0-App und weiteren aktiven Pharmakovigilanz-Studien wird das Paul-Ehrlich-Institut m&#246;glichst schnell umfangreiche Daten sammeln, um auch sehr seltene Nebenwirkungen &#8211; sofern es sie geben sollte &#8211; fr&#252;h zu erkennen und ggf. Ma&#223;nahmen zu ergreifen.&#171;</p><div class="file-embed-wrapper" data-component-name="FileToDOM"><div class="file-embed-container-reader"><div class="file-embed-container-top"><image class="file-embed-thumbnail-default" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0Cy0!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack.com%2Fimg%2Fattachment_icon.svg"></image><div class="file-embed-details"><div class="file-embed-details-h1">Antwort des PEI auf meine Presseanfrage, 23.09.2026</div><div class="file-embed-details-h2">311KB &#8729; PDF file</div></div><a class="file-embed-button wide" href="https://www.barucker.press/api/v1/file/de723eaf-408f-4306-809f-8aee9b099d29.pdf"><span class="file-embed-button-text">Download</span></a></div><a class="file-embed-button narrow" href="https://www.barucker.press/api/v1/file/de723eaf-408f-4306-809f-8aee9b099d29.pdf"><span class="file-embed-button-text">Download</span></a></div></div><p></p><p><strong>Weitere Recherchen erm&#246;glichen:</strong></p><ul><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p>PayPal: info@bastian-barucker.de (<a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a>)</p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul><p></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Corona: Vom Maßnahmenbefürworter zum Kritiker – Ein Journalist zieht Bilanz.]]></title><description><![CDATA[Es ist eine besondere Ausnahme im Corona-Geschehen, dass ein Mainstream-Journalist seine Position zur Corona-Politik so drastisch &#228;ndert. Volker Rekittke ist so ein Sonderfall. Wie kam es dazu?]]></description><link>https://www.barucker.press/p/corona-journalismus-rekittke</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/corona-journalismus-rekittke</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 01 Oct 2026 15:37:44 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/217652820/82e122cdef026b04ddb69706bdb7d65b.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Volker Rekittke ist ein erfahrener Journalist. Bis 2024 arbeitete er 20 Jahre lang als Lokalredakteur beim Schw&#228;bischen Tagblatt. Nun hat er ein Buch mit dem Titel &#187;<a href="https://www.thomaskubo.de/buch/brandbeschleuniger/">Der pandemische Brandbeschleuniger</a>&#171; geschrieben. Darin geht es um seine Zunft und den Umgang mit der Corona-Politik. Der pr&#228;gnante Untertitel des Buches bringt Rekittkes Ersch&#252;tterung zum Ausdruck: &#187;Corona und die Krise des Journalismus aus der Sicht eines Zeitungsredakteurs&#171;.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/p/meine-arbeit-ermoglichen&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Meine Arbeit finanzieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://www.barucker.press/p/meine-arbeit-ermoglichen"><span>Meine Arbeit finanzieren</span></a></p><p><a href="https://www.barucker.press/p/corona-journalismus-rieg?utm_source=publication-search">Kritik am Corona-Journalismus</a> ist nicht neu. Schon fr&#252;h wurde die auff&#228;llige Einseitigkeit, Unausgewogenheit und Faktenfreiheit der Corona-Berichterstattung in den Leitmedien bem&#228;ngelt. Doch Rekittkes Buch ist besonders, da er als Lokalredakteur einer in der Region bedeutenden Zeitung den Corona-Ma&#223;nahmen anf&#228;nglich bef&#252;rwortend gegen&#252;berstand. Er schrieb &#252;ber Impfangebote, die wahrgenommen werden sollten, und &#252;ber das Tragen von Masken. Er lie&#223; sich gegen Covid-19 impfen und empfahl seiner Partnerin sogar, die neuartigen mRNA-Pr&#228;parate zu nehmen. </p><p>Doch dann vollzog sich ein bemerkenswerter Wandel. Rekittke hinterfragte die Sinnhaftigkeit der Corona-Politik, nachdem er sich mit Impfsch&#228;den durch die modRNA-Impfungen besch&#228;ftigt hatte. Er begann zu recherchieren und stie&#223; relativ schnell auf Unstimmigkeiten bez&#252;glich der Corona-Impfkampagne. Anstatt sich an seine eigene &#220;berzeugung zu klammern, war Rekittke bereit, seine Sicht auf die Dinge angesichts neuer Erkenntnisse anzupassen. Ein ganz normaler Vorgang, w&#252;rde man meinen. Dem ist aber nicht so, denn das Corona-Geschehen war vor allem durch festgefahrenes, renitentes Schubladendenken gepr&#228;gt. Pl&#246;tzlich erfuhr Rekittke die sozialen Kosten einer regierungskritischen Berichterstattung und durfte sich, wie damals &#252;blich, als &#187;Rechts&#171; oder sogar &#187;Nazi&#171; bezeichnen lassen. Und das, obwohl er ein politisch links eingestellter Journalist mit einer &#171;ziemlich lupenreinen linken Biografie&#187; ist. </p><p>Diese Begegnung mit zwei Welten und seine Transformation vom Ma&#223;nahmenbef&#252;rworter zum -kritiker machen das Gespr&#228;ch mit Volker Rekittke so besonders. Es erm&#246;glicht ein Verst&#228;ndnis f&#252;r die Corona-Berichterstattung des Mainstreams, ohne abzusprechen, dass diese laut Rekittkes Buch eine Krise darstellte. </p><p>Rekittke beendete 2024 seine Arbeit als Redakteur und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Jessica Tatti (BSW), die sich f&#252;r die Aufarbeitung der Corona-Politik einsetzte. Er ist aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Christian Dorst (BSW) und mit zust&#228;ndig f&#252;r die Corona-Enquete-Kommission in Brandenburg. Er arbeitet  au&#223;erdem freiberuflich als Journalist, unter anderem f&#252;r Multipolar.</p><div><hr></div><h4>Weitere Produktionen erm&#246;glichen</h4><ul><li><p>Produktionskosten: ca. 1700 &#8364;</p></li><li><p>Produktion: https://www.screen-talk.de</p></li><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p>PayPal: info@bastian-barucker.de (<a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a>)</p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul><p></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[US-Studie: Nur halb so viele Corona-Tote?]]></title><description><![CDATA[Eine Studie von Wissenschaftlern der Stanford Universit&#228;t legt nahe, dass nur die H&#228;lfte der als Corona-Tote klassifizierten Personen tats&#228;chlich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/coronatote-studie-usa</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/coronatote-studie-usa</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Mon, 28 Sep 2026 09:58:44 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/d3cc2b6f-7909-49af-b228-de8ff5ed8f75_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahl der sogenannten Corona-Toten war seit Beginn der Corona-Pandemie ein viel diskutiertes Thema. Fr&#252;hzeitig wurden Personen, die eher unspezifisch als an oder mit Corona gestorben sind, als Corona-Tote klassifiziert. Das ist jedoch eine unpr&#228;zise Z&#228;hlweise, da die Begleiterkrankung nicht zwangsl&#228;ufig die Todesursache sein muss. Auf einer Pressekonferenz im M&#228;rz 2020 gab der damalige RKI-Chef Lothar Wieler <a href="https://www.telepolis.de/article/Wer-zaehlt-als-Corona-Toter-5035504.html">bekannt</a>, dass bei der Klassifizierung als Corona-Toter nur der positive PCR-Test z&#228;hle. Ein anderweitig Verstorbener mit positivem Test war demnach ein Corona-Toter. </p><p>Eine im Juni dieses Jahres <a href="https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2604493123">ver&#246;ffentlichte Studie</a>, an der unter anderem der renommierte Medizinstatistiker Prof. John Ioannidis beteiligt war, begutachtete ca. 57 Millionen Totenscheine, um der Frage nach der Aussagekraft der eingetragenen Todesursachen nachzugehen. Ein besonderes Augenmerk legten die Forscher dabei auf die Verzerrungen rund um die Zahlen der Corona-Toten. Ioannidis hatte am selben Tag, als das RKI im M&#228;rz 2020 verk&#252;ndete, dass von SARS-CoV-2 eine hohe Gefahr f&#252;r die Bev&#246;lkerung ausgehe, einen Artikel verfasst, in dem er vor einem &#187;Fiasko&#171; warnte. Er bef&#252;rchtete, dass Regierungen folgenreiche Entscheidungen ohne eine zuverl&#228;ssige Datenbasis treffen w&#252;rden.  Auch die Zahl der tats&#228;chlich an Corona Verstorbenen ist eine solche Datenbasis und sollte belastbar sein. </p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Hauptautor der Studie ist der Nobelpreistr&#228;ger und Stanford-Professor Michael Levitt. Neben einem weiteren Mitarbeiter der Stanford University war auch Ben Marten als Autor an der Studie beteiligt. Er hatte die w&#228;hrend der Corona-Pandemie h&#228;ufig genutzte Website Mortality.Watch programmiert. &#220;ber diese war es m&#246;glich, das Sterbegeschehen verschiedener L&#228;nder einzusehen.</p><p>F&#252;r ihre Analyse verwendeten die Wissenschaftler die &#187;Rohdaten aus US-Sterbeurkunden&#171; der Jahre 2003&#8211;2023 der amerikanischen Seuchenschutzbeh&#246;rde (CDC). Diese beinhalten verschiedene Angaben zur Todesursache, Begleiterkrankungen und Klassifizierungen nach dem internationalen Standard ICD-10. </p><p>Anhand ihrer Analyse, die aus Neukategorisierungen und Gewichtungen besteht, kamen sie zu folgendem generellen Ergebnis: &#187;Systematische Unterschiede zwischen gemeldeten und neu klassifizierten Todesursachen sowie die Wahl des Gewichtungsschemas ver&#228;ndern die Sch&#228;tzungen der Krankheitslast f&#252;r mehrere Ursachen erheblich &#8230;&#171;</p><p>Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass &#187;ein gro&#223;er Teil der Todesf&#228;lle aufgrund von Vorschriften einer anderen Todesursache zugeordnet wird als von den urspr&#252;nglichen Ausstellern der Sterbeurkunden angegeben&#171;. Ein Grund daf&#252;r ist, dass Sterbeurkunden laut der Studie &#187;allgemein f&#252;r ihre hohe Fehlerquote und zahlreichen Unstimmigkeiten bekannt sind&#187;.</p><p>Diese Einsch&#228;tzung wurde auch von dem Rechtsmediziner Michael Tsokos best&#228;tigt, der von 2007 bis 2023 das Institut f&#252;r Rechtsmedizin der Charit&#233; leitete. In einem <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/crime-in-berlin-wird-einsam-gestorben-208454">Interview</a> mit der Berliner Zeitung im Februar 2022 sagte er: &#187;Wenn in einem Jahr einfach mal ein paar Tausend &#196;rzte mehr &#8218;Herzinfarkt&#8216; reinschreiben, dann stehen auch mehr Herzinfarkte in der Statistik. Ob wirklich mehr Menschen daran gestorben sind, wissen wir nicht, weil das nicht verifiziert wird. Im Totenschein steht &#8218;akuter Herzinfarkt&#8216;, es war aber in Wirklichkeit eine Lungenembolie. Oder da steht Verbluten aus dem Magen-Darm-Trakt, und der Tote hatte vielleicht vorher schon eine Blutarmut und ist an einer Lungenentz&#252;ndung gestorben. Durch solche Fehler wird die Statistik ungenau.&#171;</p><p>In der Studie hei&#223;t es au&#223;erdem: &#187;Bei einem Drittel der Todesf&#228;lle &#228;ndert sich der ICD-Code f&#252;r die ausgew&#228;hlte Grundursache bei der Aufbereitung der urspr&#252;nglich gemeldeten Sterbeurkunde zu der in der offiziellen nationalen Statistik verwendeten Fassung, und bei etwa der H&#228;lfte davon erfolgt sogar eine Verschiebung in eine andere &#252;bergeordnete Krankheitskategorie.&#171; </p><h4>Die Zahl der Corona-Toten</h4><p>Laut den vier Studienautoren &#187;sinkt beispielsweise die Zahl der an Corona Verstorbenen in den Pandemiejahren um 44 bis 63 %&#171;. Demnach ist etwa die H&#228;lfte der als Corona-Tote registrierten Personen in den USA nicht an Corona gestorben. Es handelt sich also um eine enorme &#220;bererfassung. </p><p>F&#252;r den Zeitraum von 2020 bis 2023 bel&#228;uft sich die Gesamtzahl der an oder mit Corona Verstorbenen in den USA laut dem Center for Disease Control (CDC) auf knapp 1,1 Millionen Menschen. Die H&#228;lfte davon entspricht somit rund 550.000 Todesopfern.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-1" href="#footnote-1" target="_self">1</a> Im selben Zeitraum starben in den USA insgesamt knapp &#252;ber 13 Millionen Menschen. Basierend auf den neuen Zahlen der Studienautoren waren davon also etwas mehr als 4% echte &#187;Corona-Tote&#171;. </p><p>Die Wissenschaftler kommen zu folgendem Schluss, was die Klassifizierung &#171;Corona-Tote&#187; betrifft, die teilweise nur aufgrund eines positiven PCR-Tests erfolgte: &#187;Solche Umstufungen sind im Laufe der Zeit immer h&#228;ufiger geworden und haben in den Pandemiejahren, insbesondere in den Jahren 2020&#8211;2021, mit der Einf&#252;hrung der COVID-19-Kodierung erheblich zugenommen. Durch die Neuklassifizierung hat sich die Zahl der Todesf&#228;lle, bei denen COVID-19 als Grundursache angegeben wurde, fast verdoppelt. Umgekehrt f&#252;hrte die Ber&#252;cksichtigung von Multimorbidit&#228;t unter Gewichtung mehrerer Todesursachen zu einer Verringerung der COVID-19-Belastung um etwa die H&#228;lfte bis zwei Drittel.&#171;</p><p>Tsokos hat auch diese Problematik ebenfalls im Jahr 2022 angesprochen. Gegen&#252;ber der &#187;Berliner Zeitung&#171; gab er folgende Auskunft: &#187;Wenn auf dem Leichenschauschein steht, er ist an Corona gestorben, dann kann, wenn das zu Hause und nicht in der Klinik unter maximaler Diagnostik passierte, keiner nachschauen, ob es nicht vielleicht in Wirklichkeit ein Herzinfarkt war.&#171;</p><p>Die Studienautoren beschreiben die oben angef&#252;hrte &#220;bererfassung der Corona-Todeszahlen wie folgt: &#187;COVID-19 ist ein klassisches Beispiel daf&#252;r, dass fast alle Todesf&#228;lle bei Vorliegen schwerwiegender Begleiterkrankungen auftraten und dass mehrere Begleiterkrankungen in einem engen Zusammenhang mit t&#246;dlichen Verl&#228;ufen bei SARS-CoV-2-Infektionen standen . Es ist daher m&#246;glich, dass die WHO-Vorgaben, die (&#228;hnlich wie in anderen L&#228;ndern) auch in die US-amerikanischen Regeln zur Neuklassifizierung der Sterbeursachen einflossen, die Zahl der COVID-19-Todesf&#228;lle deutlich &#252;bersch&#228;tzt haben.&#171;</p><p>In Deutschland unterscheidet das Bundesamt f&#252;r Statistik zwischen Grundleiden und Begleiterkrankungen. Im Jahr 2021 kam es zu <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/12/PD22_544_23211.html">71.331 Todesopfern</a> durch das Coronavirus. Dabei wurden explizit Todesf&#228;lle augeschlossen, bei denen &#187;Covid-19 von der leichenschauenden &#196;rztin oder dem leichenschauenden Arzt auf dem Totenschein als Begleiterkrankung dokumentiert wurde&#171;. Das RKI kommt f&#252;r den gleichen Zeitraum aufgrund einer anderen Z&#228;hlweise auf 73.215 Todesf&#228;lle. Das macht ungef&#228;hr sieben Prozent aller Verstorbenen aus. Knapp 340.000 Menschen starben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.</p><p>Im Jahr 2024, also nachdem er nicht mehr bei der Berliner Charit&#233; arbeitete, &#228;u&#223;erte sich der Rechtsmediziner Michael Tsokos recht deutlich zur Klassifizierung der Corona-Toten: &#187;Dass alle zu den Corona-Toten gez&#228;hlt wurden, die zum Todeszeitpunkt zwar &#8222;Corona positiv&#8220; waren, aber bei einem Verkehrsunfall starben oder auch ertrunken sind, ist ja schon v&#246;llig irrsinnig. Man h&#228;tte einen klaren Blick daf&#252;r haben m&#252;ssen, ob mit oder an &#8211; das hatte die Politik bewusst nicht. Es sollten die Zahlen erh&#246;ht werden.&#171; </p><p>Diese angedeutete Erh&#246;hung hat durch die Studie der vier Wissenschaftler nun zumindest f&#252;r die USA eine klarere Gr&#246;&#223;enordnung erhalten. Etwa die H&#228;lfte der sogenannten Corona-Toten ist tats&#228;chlich an Corona gestorben. Eine &#228;hnliche Analyse f&#252;r Deutschland ist bis heute nicht erschienen. </p><p></p><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-1" href="#footnote-anchor-1" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">1</a><div class="footnote-content"><ul><li><p>2020-2021: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/71/wr/mm7117e1.htm</p></li><li><p>2022: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/72/wr/mm7218a4.htm</p></li><li><p>2023: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/73/wr/mm7331a1.htm</p></li></ul></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[DDR-Wochenkrippen: Ein Stück deutscher Traumageschichte]]></title><description><![CDATA[In seinem ber&#252;hrenden Buch beleuchtet der ehemalige Tagesschau-Redakteur Alexander Teske ein wichtiges St&#252;ck ostdeutscher Geschichte: die Wochenkrippen der DDR.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/die-wochenkinder-teske</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/die-wochenkinder-teske</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 05:04:07 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/e1d289fc-4c0d-4bec-a187-e6d466dc7bef_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Beim Lesen der Zeilen des neu erschienenen Buches &#171;<a href="https://www.langenmueller.de/products/die-wochenkinder">Die Wochenkinder</a>&#187; ist manchmal ein Schwall tiefer Trauer und Verlassenheit zu sp&#252;ren. Die Tr&#228;nen steigen auf, w&#228;hrend der Kopf ungl&#228;ubig &#252;ber ein wenig beachtetes St&#252;ck ostdeutscher Geschichte sch&#252;ttelt. All das r&#252;hrt mich, obwohl oder gerade weil ich seit mehr als zw&#246;lf Jahren Menschen bei der Integration fr&#252;hkindlicher Traumata begleite und in dieser Zeit unvorstellbares Leid aus der fr&#252;hen Kindheit bezeugt habe. </p><p>Umso mutiger erscheint mir die Spurensuche in <a href="https://alexander-teske.de">Alexander Teskes</a> zweitem, Buch mit dem Untertitel &#171;Fr&#252;he Trennung &#8211; sp&#228;te Folgen&#187;, welches eine Wunde in der ostdeutschen Seelenlandschaft offenlegt. Doch Teske ist nicht nur ein neutraler Beobachter oder Journalist, der Fakten und Erfahrungsberichte sammelt und kontextualisiert. Teske ist selbst betroffen, wie er zu Beginn seines Buches schreibt. Das Buch beginnt mit seiner ganz pers&#246;nlichen Geschichte. </p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!PpnZ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F3b702d39-e00a-4ea6-a0e8-3be4eb549fde_1200x802.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" 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Er gew&#228;hrt den Lesern Einblicke in seine durch die eigene Vaterschaft angeregte Reflexion &#252;ber die Bedeutung fr&#252;hkindlicher Bed&#252;rfnisse. In diesem Buch begibt er sich auf eine Reise &#8211; eine Spurensuche. Sie beginnt bei ihm und seiner Erkenntnis &#252;ber die Bedeutung der fr&#252;hen Kindheit f&#252;r das individuelle und gesellschaftliche Leben. Es geht um Bindung, Beziehungsf&#228;higkeit und Schmerz. Viel Schmerz. Leid, das meist ungew&#252;rdigt bleibt, tabuisiert oder abgespalten wird und das Leben vieler Menschen beeinflusst. </p><p>&#187;Etwa eine halbe Million Menschen ging in die Wochenkrippen &#8211; und wurde durch sie gepr&#228;gt.&#171; Das stellt Teske bereits am Anfang des Buches rein sachlich fest. Die Wochenkrippen gab es von 1949 an. 1992 wurde die letzte dieser Einrichtungen geschlossen. So schreibt es der <a href="https://www.wochenkinder.de">Verein Wochenkinder e. V.</a> auf seiner Website, auf der Menschen, die nach den ehemaligen Wochenkrippen suchen, Angebote f&#252;r Selbsthilfegruppen und wertvolles Informationsmaterial finden. Der Verein ist eine wichtige Anlaufstelle f&#252;r Interessierte und Betroffene.</p><p>Im Verlauf seiner Erkenntnisreise trifft Teske zahlreiche Wochenkinder. In den Gespr&#228;chen geht es um n&#228;chtliche Fixierungen, Z&#252;chtigung, Gewalt, Entfremdung, tiefe Verlassenheit, Ohnmacht und Bindungslosigkeit. Die Kinder wurden in der Regel sechs Wochen nach der Geburt von Montag bis Freitag fremdbetreut, um den M&#252;ttern das gesetzlich verpflichtende Arbeiten zu erm&#246;glichen &#8211; entsprechend der DDR-Ideologie. Kern dieser Betreuungsphilosophie sind menschliche K&#228;lte, Distanz und die Nichtbefriedigung existentieller menschlicher Bed&#252;rfnisse. Immer wieder trifft Teske Menschen, die den Mut haben, ihre Geschichte zu erz&#228;hlen, und gibt dem Leser damit die M&#246;glichkeit, das erfahrene Leid zu w&#252;rdigen. Er sitzt sogar bei Jan Josef Liefers und Anna Loos am K&#252;chentisch und tauscht sich mit ihnen &#252;ber die Wochenkrippen der DDR aus. </p><p>Dies kann, wie oben erw&#228;hnt, mitf&#252;hlende Leser schockieren, aufr&#252;tteln und traurig machen. Vor allem aber macht es ein relevantes Puzzleteil der DDR-Geschichte sichtbar.</p><p>Stets verfolgt Teske dabei auch die Traumatisierungen der Eltern durch die eigenen Eltern, die ihre Kinder in Wochenkrippen gegeben haben. Durch den Krieg tief verletzte Menschen, gepaart mit der NS-Erziehungsideologie maximaler K&#228;lte und H&#228;rte, sind nur bedingt dazu f&#228;hig, warme, n&#228;hrende Bindungen zu ihren Kindern einzugehen. Deshalb sind diese ebenfalls traumatisiert und daher emotional so abgespalten, dass sie ihre Kinder f&#252;nf Tage die Woche von fremden Personen betreuen lassen. Ein zentraler Teil des Buches ist die Weitergabe von Traumata &#252;ber Generationen. </p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Nz-w!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bdcba30-4b23-4d39-b1d4-472aefcc2c65_1200x900.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Nz-w!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bdcba30-4b23-4d39-b1d4-472aefcc2c65_1200x900.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Nz-w!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bdcba30-4b23-4d39-b1d4-472aefcc2c65_1200x900.jpeg 848w, 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Autor Alexander Teske, Bildrechte beim Autor</figcaption></figure></div><p>Doch Teske trifft nicht nur die Wochenkinder, die den erlebten Horror teilweise verdr&#228;ngt haben oder damit besch&#228;ftigt sind, ihre Geschichte so zu verarbeiten, dass sie beziehungsf&#228;hig werden. Er trifft auch damals aktive Erzieherinnen. So erh&#228;lt der Leser auch einen Eindruck davon, wie das damalige Personal die schlimmen Zust&#228;nde in den Wochenkrippen wahrgenommen hat. F&#252;r manche Kinder waren die Wochenkrippen sogar ein Segen, da die Zust&#228;nde zu Hause noch feindlicher waren als in den kahlen S&#228;len mit Gitterbetten, in denen es an Spielzeug mangelte und in denen im Akkord geschlafen, gegessen und auf dem T&#246;pfchen ausgeschieden wurde &#8211; egal, ob dies den kindlichen Bed&#252;rfnissen entsprach. So erzeugt eine Ideologie Konformismus und Entfremdung vom Selbst. Das wiederum dient dem Kollektivismus. Teilweise wurden den Kindern bei der Ankunft am Montag in der Krippe alle pers&#246;nlichen Dinge abgenommen, inklusive ihrer Kleidung. Eine Methode der Entmenschlichung, die aus Gef&#228;ngnissen bekannt ist. </p><p>Ein Hauch von Schuld durchzieht das ganze Buch, obwohl Teske das nicht forciert und stets um Verst&#228;ndnis und Mitgef&#252;hl bem&#252;ht ist. Die Eltern und Erzieher, die sicher meist intuitiv gesp&#252;rt haben, dass sie Leid erzeugt haben, sind mit der Herausforderung konfrontiert, das Geschehen seelisch selbst zu verarbeiten. Das ist keine leichte Aufgabe. Manche verdr&#228;ngen die M&#246;glichkeit, Schmerz erzeugt zu haben. Manche rechtfertigen ihr damaliges Handeln damit, dass es f&#252;r sie keine andere Wahl gab. Auf der anderen Seite haben die Betroffen ein Recht auf ihren Schmerz und die Suche nach Antworten. Bei manchen im Buch beschriebenen Schicksalen f&#252;hrt das zum Kontaktabbruch zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern. </p><p>Verdr&#228;ngung oder Leugnung sind wiederum eine bew&#228;hrte Bew&#228;ltigungsstrategie &#224; la &#187;Meine Kindheit war super&#8221;&#171;. Denn und das gilt heutzutage weiterhin: Nur sehr wenige Menschen wenden sich dem eigenen Schatten, dem verdr&#228;ngten Schmerz zu. </p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;09e815e4-6fca-4e93-ad6a-6239317c2e8e&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Vielerorts wird in Deutschland gerade &#252;ber die Schlie&#223;ung von Krei&#223;s&#228;len und Geburtsh&#228;usern berichtet und immer mehr freiberufliche Hebammen, die Hausgeburten begleiten, k&#246;nnen aufgrund steigender Haftpflichtpr&#228;mien nur noch schwer ihren Lebensunterhalt verdienen. Dieser Trend h&#228;lt schon lange an und immer wieder ist es verwunderlich, wie wenige Mensch&#8230;&quot;,&quot;cta&quot;:null,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;showDescription&quot;:true,&quot;showImage&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Wie fr&#252;he Lebensphasen uns pr&#228;gen&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:257864279,&quot;name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;bio&quot;:null,&quot;photo_url&quot;:null,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2018-09-20T11:19:00.000Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/e473a530-5517-49f0-8729-c04b4a586a00_640x623.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/p/wie-fruehe-lebensphasen-uns-praegen&quot;,&quot;section_name&quot;:null,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:147454995,&quot;type&quot;:&quot;newsletter&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:2860043,&quot;publication_name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!VXDi!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43736115-6a36-427f-b14d-ecbd5b024988_500x500.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><p>Ein weiterer Teil des Buches gibt Wissenschaftlern aus den Bereichen fr&#252;hkindliche Entwicklung und Bindungsforschung das Wort. Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse &#252;ber die enorme Bedeutung von N&#228;he, Wohlwollen, Kontakt und Sicherheit wirken die Praktiken der Wochenkrippen noch brutaler. Gerade die Bedeutung von Bindung und der durch die wiederkehrende Trennung von den Eltern verursachte Stress werden im Buch greifbar. Teske legt auch dar, dass die zust&#228;ndigen Entscheidungstr&#228;ger in der DDR &#252;ber das Sch&#228;digungspotential der Wochenkrippen informiert wurden. Trotzdem wurde weitergemacht.</p><p>Am Ende dieser leicht lesbaren, aber nicht leicht verdaulichen Lekt&#252;re zeigt Teske, wie weit der kollektive Schmerzk&#246;rper der Wochenkinder in die Gesellschaft hineinreicht. Er besucht Selbsthilfegruppen in Deutschland und beschreibt, wie sehr sich die ehemaligen Wochenkinder noch immer damit besch&#228;ftigen, die traumatisierende Zeit in den DDR-Krippen zu bew&#228;ltigen. Dabei geht es immer wieder um die F&#228;higkeit oder Unf&#228;higkeit, Bindungen einzugehen. </p><p>Es gibt auch Beispiele, die Freude bereiten, in denen Menschen trotz erlebten Leids ihren eigenen Weg gehen und beispielsweise mit ihren eigenen Kindern einen ganz anderen bed&#252;rfnisorientierten Weg einschlagen. </p><p>Teskes Buch ist mutig, weil es pers&#246;nlich ist und sich einem Thema widmet, das meist wenig Aufmerksamkeit erh&#228;lt: der Traumatisierung unserer Gesellschaft. Es wendet sich dem Schmerz zu, statt ihn zu verdr&#228;ngen, und zeigt auf, wie dieser pers&#246;nlich und kollektiv Form annimmt. Damit tut Teske etwas, was viele Therapeuten, Psychologen oder Erziehungswissenschaftler abseits des Mainstreams schon seit Jahrzehnten tun. Sie erinnern uns daran, dass wir uns von uns selbst entfremden oder entwurzeln, wenn unsere elementaren Bed&#252;rfnisse nicht erf&#252;llt werden. In der von mir angebotenen <a href="https://www.gefuehls-und-koerperarbeit.de">Gef&#252;hls- und K&#246;rperarbeit</a> habe ich bereits hunderte Male erlebt, wie positiv es sich auswirkt, wenn Menschen die Verantwortung f&#252;r ihr Leben &#252;bernehmen und sich auf die Spurensuche nach ihrem Schmerz begeben. Denn nur dann verliert dieser seine Macht &#252;ber das Leben im Hier und Jetzt. </p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;f461549d-31b4-4048-b2bb-e6b6fa74243b&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;von Bastian Barucker&quot;,&quot;cta&quot;:null,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;showDescription&quot;:true,&quot;showImage&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Kommentar: Die Frage nach dem Warum - Pers&#246;nliche Pr&#228;gungen und die Politik&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:257864279,&quot;name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;bio&quot;:null,&quot;photo_url&quot;:null,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2024-02-26T10:43:04.000Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/bb4bd69c-e77e-4eb6-adca-c5a834749190_1600x900.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/p/warum&quot;,&quot;section_name&quot;:null,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:147455481,&quot;type&quot;:&quot;newsletter&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:2860043,&quot;publication_name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!VXDi!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43736115-6a36-427f-b14d-ecbd5b024988_500x500.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><p>Im Laufe der Spurensuche ihres Sohnes wird Teskes Mutter mit ihrer Vergangenheit und den Wochenkrippen konfrontiert. Im Zuge dessen schenkt sie ihm ein Buch. In diesem beschreibt sie ihre Sicht auf die ersten Kindheitsjahre ihres Sohnes. Sie nennt es &#187;Auf der Suche nach verlorenen Gl&#252;ck&#171;. Fast den gleichen Titel tr&#228;gt ein <a href="https://www.chbeck.de/suche-verlorenen-glueck/product/30312376">Buch von Jean Liedloff</a>, das 1980 erstmals in Westdeutschland erschien und den bed&#252;rfnisorientierten Umgang einer indigenen Gruppe mit ihren Kleinkindern beschreibt. Der Untertitel lautet: &#187;Gegen die Zerst&#246;rung unserer Gl&#252;cksf&#228;higkeit in der fr&#252;hen Kindheit&#171;. Demgegen&#252;ber wirken die Wochenkrippen wie Einrichtungen, die die kindliche Gl&#252;cksf&#228;higkeit zerst&#246;ren sollten.</p><p>Eine Gesellschaft, die sich darum bem&#252;ht, so wenige fr&#252;hkindliche Traumatisierungen wie m&#246;glich &#8211; beginnend bei der Zeugung &#8211; zu verursachen, wird irgendwann nicht mehr nach einem verlorenen Gl&#252;ck suchen m&#252;ssen, sondern wird es im Hier und Jetzt erschaffen. Teskes Buch zeigt, was es daf&#252;r zuerst braucht. Einen ehrlichen Blick auf die Vergangenheit. </p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;e3aeea5e-8c86-4049-abcb-6e583090cf90&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Im Gespr&#228;ch mit dem Schweizer Prozessbegleiter und Autor Willi Maurer geht es um die Frage der Fragen. Wie wird der Mensch zu dem, der er oder sie ist? Maurer begleitet seit &#252;ber 40 Jahren Menschen bei ihrer Pers&#246;nlichkeitsentwicklung und hatte Einblicke in Tausende Lebensgeschichten. Vorangegangen war eine intensive Zeit der Selbsterfahrung, die ihn er&#8230;&quot;,&quot;cta&quot;:null,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;showDescription&quot;:true,&quot;showImage&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Was pr&#228;gt den Menschen? - &#220;ber die Bedeutung fr&#252;hkindlicher Erfahrungen mit Willi Maurer&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:257864279,&quot;name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;bio&quot;:null,&quot;photo_url&quot;:null,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2023-12-07T22:55:04.000Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/1e5d95e6-278e-4f4c-b505-e0c18bc0c9b1_2000x1125.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/p/gespraech-willi-maurer&quot;,&quot;section_name&quot;:null,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:147455507,&quot;type&quot;:&quot;newsletter&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:2860043,&quot;publication_name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!VXDi!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43736115-6a36-427f-b14d-ecbd5b024988_500x500.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><p>Wer jedoch der Meinung ist, dass die Zeiten, in denen der Staat Kinder wie Objekte behandelte und ihr Wohl systematisch gef&#228;hrdete, vorbei sind, irrt sich. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass alle zust&#228;ndigen Institutionen und Verantwortlichen im Prinzip weiterhin dazu f&#228;hig sind, Kindern zu schaden &#8211; wenn auch nicht im Ausma&#223; der Wochenkrippen. Der Kindheitswissenschaftler <a href="https://rp-online.de/panorama/coronavirus/michael-klundt-kindeswohl-in-corona-krise-laut-studie-nicht-beruecksichtigt_aid-51640823">Prof. Michael Klundt</a> bezeichnete die Corona-Politik der Jahre 2020 bis 2023 im Deutschen Bundestag als &#187;schwere Form der Kindeswohlgef&#228;hrdung&#171;. <span>Er kam bereits im Sommer 2020 zu dem </span><a href="https://www.youtube.com/watch?v=1pJ6kKQUEfo"><span>Ergebnis</span></a><span>, dass </span>&#187;Kinderrechte weitgehend ignoriert wurden und Bund und L&#228;nder ihrer Verpflichtung zu Schutz<strong>, </strong>Beteiligung und F&#252;rsorge f&#252;r 13 Millionen Kinder nicht nachgekommen sind&#171;. Kinder wurden wie &#171;<span>Objekte behandelt&#187;, so Klundt. Bereits im Februar 2020 </span><a href="https://www.barucker.press/p/was-steht-in-den-geleakten-protokollen?utm_source=publication-search"><span>wusste das Robert-Koch-Institut</span></a><span>, dass Kinder weder gesundheitlich gef&#228;hrdet sind, noch das Virus signifikant verbreiten. </span></p><p>Auch heute gibt es in Deutschland bundesweit unzul&#228;ngliche Zust&#228;nde in Krippen und Kinderg&#228;rten. Die Betreuungsschl&#252;ssel sind so ung&#252;nstig, dass ein bed&#252;rfnisgerechter Umgang mit den Kindern mehrheitlich nicht m&#246;glich ist. Denn es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind ins Leben zu begleiten. Die Politik wei&#223; um diese seit Jahrzehnten bestehenden Zust&#228;nde. &#196;ndern tut sich jedoch nichts.  </p><div class="callout-block" data-callout="true"><p>Das Buch &#171;Die Wochenkinder&#187; von <a href="https://alexander-teske.de">Alexander Teske</a> erscheint am 23.09.2026 im Langen M&#252;ller Verlag, und umfasst 274 Seiten. Es ist ab sofort &#252;ber den Verlag <a href="https://www.langenmueller.de/products/die-wochenkinder">bestellbar</a>. Mein Interview mit Alexander Teske zu seinem ersten ersten Buch &#187;Inside Tagesschau&#187; ist hier zu sehen.</p></div><div id="youtube2-jLunFnzkVgk" class="youtube-wrap" data-attrs="{&quot;videoId&quot;:&quot;jLunFnzkVgk&quot;,&quot;startTime&quot;:null,&quot;endTime&quot;:null}" data-component-name="Youtube2ToDOM"><div class="youtube-inner"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/jLunFnzkVgk?rel=0&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;enablejsapi=0" frameborder="0" loading="lazy" gesture="media" allow="autoplay; fullscreen" allowautoplay="true" allowfullscreen="true" width="728" height="409"></iframe></div></div><div><hr></div><p><strong>Weitere Recherchen erm&#246;glichen:</strong></p><ul><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p>PayPal: info@bastian-barucker.de (<a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a>)</p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Seminarkalender 2027: Naturverbundenheit und Beziehungsfähigkeit stärken. ]]></title><description><![CDATA[Meine Angebote f&#252;r Interessierte, die sich der Natur st&#228;rker verbunden f&#252;hlen wollen, und sich selbst und das Leben in Gemeinschaft besser kennen lernen wollen]]></description><link>https://www.barucker.press/p/seminare2027-barucker</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/seminare2027-barucker</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Sun, 20 Sep 2026 08:02:23 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/5f5b1ac4-4914-46e6-8b12-523dbadd1b43_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>In der Regel lesen Sie hier Artikel oder Ank&#252;ndigungstexte f&#252;r Interviews, die ich f&#252;hre. Mein berufliches Leben besteht jedoch nur zur H&#228;lfte aus diesen publizistischen T&#228;tigkeiten. Seit mehr als 20 Jahren biete ich Seminare und Weiterbildungen an, die Menschen die M&#246;glichkeit geben, die Natur, sich selbst und das Leben in Gemeinschaft besser kennenzulernen. Denn ich bin der Meinung, dass ein gesellschaftlicher Wandel nicht prim&#228;r durch mehr Informationsfluss, sondern vielmehr durch erfahrungsbasierte Bildung und Pers&#246;nlichkeitsentwicklung zustande kommt.</p><p>Auch im kommenden Jahr biete ich daher im wundersch&#246;nen Lassaner Winkel nahe der Insel Usedom wieder Seminare an, die die Bereiche Wildnisp&#228;dagogik, Naturverbindung, Pers&#246;nlichkeitsentwicklung und Kommunikation vereinen. In diesen Lern- und Erfahrungsr&#228;umen k&#246;nnen die Teilnehmer &#187;gemeinsam wachsen&#187;, sich in sich und mit der Natur verwurzeln und in Gemeinschaft sowie mit Freude und Begeisterung lernen.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><div><hr></div><h4>Jahresgruppe in Gef&#252;hls- und K&#246;rperarbeit &#187;Gemeinsam Wachsen&#187;</h4><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zE44!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdd768278-7ef2-4f6c-a364-d6cf15da3fbb_2000x1201.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" 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M&#228;rz 2027. Diese erm&#246;glicht eine intensive Selbsterfahrung und die Integration pr&#228;gender, vergangener Erlebnisse. Dadurch tr&#228;gt sie wesentlich zu einer verbesserten Beziehungsf&#228;higkeit bei. Die Teilnehmerzahl ist auf vier Personen begrenzt. </p><p>Anmeldung und Informationen: <a href="https://www.gefuehls-und-koerperarbeit.de/jahresgruppe-2026-mit-bastian-barucker/">https://www.gefuehls-und-koerperarbeit.de/jahresgruppe-2026-mit-bastian-barucker/</a></p><div><hr></div><h4>Weiterbildung Wildnisp&#228;dagogik</h4><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!1Wdp!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4a835ec0-203c-43d6-896f-06526d0d9ee5_1365x768.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!1Wdp!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4a835ec0-203c-43d6-896f-06526d0d9ee5_1365x768.jpeg 424w, 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" 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An vier langen Wochenenden und einer Wildniswoche werden die Grundlagen der Wildnisp&#228;dagogik vermittelt und die Naturverbundenheit gef&#246;rdert. Das Lernen findet erfahrungsbasiert, gemeinschaftlich und drau&#223;en statt. Es ist eine ereignisreiche und gemeinschaftliche Lernreise!</p><p><strong>Alle Informationen dazu finden Sie hier:</strong> <a href="https://wildnisschule-waldkauz.de/weiterbildung-wildnispaedagogik/">https://wildnisschule-waldkauz.de/weiterbildung-wildnispaedagogik/</a></p><div><hr></div><h4>Tagesseminar: Vogelsprache - Die Sprache des Waldes</h4><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!gLmD!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe5a183db-cc72-4387-bb14-02713f5234bc_1000x667.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!gLmD!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe5a183db-cc72-4387-bb14-02713f5234bc_1000x667.jpeg 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" 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April und am 12. Mai biete ich ein eint&#228;giges Seminar zum Thema Vogelsprache an. Dabei vermittle ich die Grundlagen der Vogelsprache und lade zur Schulung der Sinne ein. </p><p><strong>Alle Informationen dazu finden Sie hier:</strong> <a href="https://wildnisschule-waldkauz.de/vogelsprache-training/">https://wildnisschule-waldkauz.de/vogelsprache-training/</a></p><div><hr></div><h4>Truthspeaking -Die Sprache des Herzens</h4><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!6rr-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe3cca386-b5f8-489c-9f86-96654c311467_640x427.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!6rr-!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe3cca386-b5f8-489c-9f86-96654c311467_640x427.jpeg 424w, 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" 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Deshalb gibt es 2027 zwei Termine f&#252;r das Seminar &#187;Truthspeaking &#8211; Die Sprache des Herzens&#171; (20.&#8211;23. Mai und 16.&#8211;19. September 2027).</p><p><strong>Alle Informationen dazu finden Sie hier:</strong> <a href="https://wildnisschule-waldkauz.de/truthspeaking-die-sprache-des-herzens/">https://wildnisschule-waldkauz.de/truthspeaking-die-sprache-des-herzens/</a></p><div><hr></div><h4>Monatur - Ein Monat Natur</h4><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!NIAs!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fc39c68bf-454e-4ce2-b93a-8fb7206d9115_640x435.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!NIAs!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fc39c68bf-454e-4ce2-b93a-8fb7206d9115_640x435.jpeg 424w, 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" 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Dabei handelt es sich um eine intensive, einen Monat dauernde Lernerfahrung auf einem abgelegenen Bio-Bauernhof, umgeben von Seen, Wald und Wiese. Eine kleine Gruppe von acht Personen lebt gemeinsam und widmet sich ohne Ablenkungen durch den Alltag den Lerninhalten. Im Jahr 2027 ist das &#252;bergeordnete Thema von Monatur &#187;Innere Spurensuche&#171;. Dazu passende Fragen sind: Was ist mir im Leben wichtig? Wo stehe ich gerade im Leben, und wie soll es weitergehen? Was tut mir gut?</p><p>Monatur beginnt am 28. Juni 2027 und endet am 27. Juli 2027.</p><p><strong>Alle Informationen dazu sind hier zu finden:</strong> <a href="https://wildnisschule-waldkauz.de/monatur/">https://wildnisschule-waldkauz.de/monatur/</a></p><div><hr></div><p>Hiermit lade ich Sie herzlich zu diesen Seminaren ein. Sie bieten die M&#246;glichkeit, die Verbundenheit zur Natur, zu sich selbst und zur Gemeinschaft zu st&#228;rken. Sie dienen der inneren und &#228;u&#223;eren Verwurzelung.</p><p><em>Bastian Barucker</em></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Journalist über Gaza, Staatsräson und Deutschlands verklärten Blick auf Israel]]></title><description><![CDATA[Im Gespr&#228;ch mit Hanno Hauenstein geht es um Journalismus, den Gaza-Krieg, die Besetzung des Westjordanlands sowie den verkl&#228;rten Blick Deutschlands auf Israel.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/journalist-uber-gaza-staatsrason</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/journalist-uber-gaza-staatsrason</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Fri, 18 Sep 2026 14:31:54 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/215951336/652a4164820d04ac8a426039c1107aa1.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der V&#246;lkermord in Gaza schreitet voran und Deutschland beteiligt sich weiterhin an dem Vorgehen der israelischen Regierung seit dem Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023, bei dem zahlreiche Zivilisten get&#246;tet und Kriegsverbrechen begangen wurden. Aktuell l&#228;uft vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag ein von Nicaragua <a href="https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/igh-beihilfe-voelkermord-israel-palaestina-zweiter-tag-anhoerungen-nicaragua-deutschland">angestrengtes Verfahren</a> gegen Deutschland wegen des Verdachts der Beihilfe zum V&#246;lkermord. Gleichzeitig liefert Deutschland jedoch weiterhin Waffen nach Israel. Ein aktueller <a href="https://content.forensic-architecture.org/wp-content/uploads/2026/09/Forensis-Report-Addendum-German-Arms-Exports-to-Israel-2023-2026-1.pdf">Bericht</a> der Recherchegruppe Forensic Architecture fasst den Umfang wie folgt zusammen: &#8222;Deutschland erteilte im Jahr 2023 Waffenexportgenehmigungen im Wert von rund 326,5 Millionen Euro (ab Oktober 2023), im Jahr 2024 im Wert von 163,8 Millionen Euro, im Jahr 2025 im Wert von 201,6 Millionen Euro und in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 im Wert von 799,3 Millionen Euro.&#8221;</p><p>Gleichzeitig schreitet die Annexion des Westjordanlands durch Siedler, unterst&#252;tzt durch die israelische Armee, weiter. Auch hier gibt es von deutscher Seite keine offiziellen Einw&#228;nde. </p><p>Ich spreche mit dem freien Journalisten und Autor <a href="https://hannohauenstein.com">Hanno Hauenstein</a>, der regelm&#228;&#223;ig f&#252;r verschiedene Zeitungen schreibt, &#252;ber seine Reportagen, den V&#246;lkermord in Gaza und den Blick Deutschlands auf Israel. Er hat selbst in Israel gelebt und studiert, die Westbank mehrfach besucht und sich auch nach dem Terroranschlag dort aufgehalten. Durch diese Besuche hat er eine Entwicklung durchgemacht und seine vorher eher verkl&#228;rte Sicht auf das Land ver&#228;ndert.</p><p>Deutschland hat aufgrund des Holocausts eine besondere Verbindung zu Israel. Politisch umschrieben wird diese Haltung in Deutschland als sogenannte Staatsr&#228;son. Aus psychologischer Sicht spielt dabei auch die historische Schuld eine Rolle. Diese kann einen realistischen Blick auf die Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit des israelischen Vorgehens seit dem 7. Oktober 2023 einschr&#228;nken. </p><p>In einem sehr spannenden Gespr&#228;ch mit Hanno Hauenstein spanne ich den gr&#246;&#223;eren Bogen. Wir sprechen unter anderem dar&#252;ber, wie er selbst f&#252;r eine sachliche und ausgewogene Berichterstattung zum Thema Gaza und Israel sorgt. Au&#223;erdem geht es um die Frage, inwiefern die israelische Bev&#246;lkerung das Vorgehen der Regierung unterst&#252;tzt und warum die mediale Aufmerksamkeit f&#252;r den Krieg in Gaza in Deutschland stetig nachl&#228;sst. </p><p>Auch aus diesem Grund habe ich Hanno Hauenstein eingeladen: um die Aufmerksamkeit auf ein Thema zu richten, das bei genauerem Hinsehen schwer zu ertragen ist. Genau darum geht es zum Schluss unseres Gespr&#228;chs: um das Ertragen der teils grauenhaften Augenzeugenberichte von &#196;rzten aus Gaza. Der Impuls, wegzuschauen, liegt nahe, aber er verwehrt uns die Erkenntnis einer historischen Bankrotterkl&#228;rung sogenannter westlicher Werte und ihrer Institutionen. Laut Hauenstein hat das einen massiven Vertrauensverlust zur Folge. Hoffnung sch&#246;pft er aus den vielen Gespr&#228;chen mit jungen Menschen, die gut &#252;ber die Kriegsverbrechen in Gaza informiert sind und sich aktiv f&#252;r die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen.</p><p>Es war ein durchaus ber&#252;hrendes Gespr&#228;ch.</p><div><hr></div><h4><strong>Weitere Interviews erm&#246;glichen:</strong></h4><ul><li><p>Produktionskosten: ca. 1700 &#8364;</p></li><li><p>Produktion: https://www.screen-talk.de</p></li><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p>PayPal: info@bastian-barucker.de (<a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a>)</p></li><li><p>Betreff: Schenkung </p></li></ul>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ein Blick hinter die Kulissen - Wie arbeiten wir und was kostet das?]]></title><description><![CDATA[Jetzt anh&#246;ren |]]></description><link>https://www.barucker.press/p/hinter-die-kullissen</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/hinter-die-kullissen</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 15:31:28 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/214780029/3e34bb2ac2bfaf55ac6624201a2ab0b6.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://bbarucker.podigee.io/281-ein-blick-hinter-die-kulissen">Podcast</a> // <a href="https://www.youtube.com/watch?v=XxbsLvBNB1g">Youtube</a> // <a href="https://odysee.com/@bastianbarucker:c/hinter-den-kulissen:d">Odysee</a></p><p>Seit vielen Jahren ver&#246;ffentliche ich Recherchen und Gespr&#228;che mit spannenden G&#228;sten. Insbesondere seit 2020 liegt mein Fokus darauf, Menschen zu gesellschaftlich relevanten Themen zu Wort kommen zu lassen, die trotz ihrer Fachkompetenz oder Erfahrung aus dem Debattenraum ausgegrenzt wurden. Die Corona-Krise war ma&#223;geblich daf&#252;r verantwortlich, dass ich mich daf&#252;r entschieden habe, Menschen vor der Kamera zu befragen. Die im Jahr 2021 von mir an die ARD &#252;bergebenen <a href="https://bastian-barucker.de/wp-content/uploads/2021/03/RZ1_EINZELSEITEN_BB_Petition_12_Mappe_ad.pdf">Petitionen</a> mit insgesamt 110.000 Unterschriften forderten eigentlich etwas ganz Einfaches. Ein Streitgespr&#228;ch zur Corona-Politik zur besten Sendezeit mit Kritikern und Bef&#252;rwortern der Ma&#223;nahmen. Die daraufhin <a href="https://multipolar-magazin.de/artikel/im-dialog-mit-der-ard">folgende Videokonferenz</a> mit hochrangigen Programmverantwortlichen zeigte mir, dass diese es f&#252;r die Zuschauer als &#252;berfordernd betrachten, kontroverse Standpunkte zu pr&#228;sentieren. Seit ich diesen Satz geh&#246;rt hatte, war mir klar, dass die &#246;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten den Medienstaatsvertrag nicht ad&#228;quat einhalten. Insbesondere bei brisanten Themen grenzen sie das Meinungsspektrum n&#228;mlich bewusst ein.</p><p>Deshalb begann ich, Experten einzuladen und mithilfe des Kameramanns <a href="https://www.screen-talk.de">Andr&#233; Schuster</a> Interviews zu drehen. &#220;ber viele Jahre professionalisierten wir unser Format, insbesondere um unsere G&#228;ste ins beste Licht zu r&#252;cken. Wir wollten ein ansprechendes Bild erschaffen, das zum Verweilen einl&#228;dt. Das gelang uns unter anderem, indem wir ab 2024 <a href="https://www.screen-talk.de">Arthur Oppenl&#228;nder</a> ins Team holten, in Technik investierten und im <a href="https://www.sprechsaal.de">Sprechsaal in Berlin</a> relativ preiswert und ohne die Gefahr, gecancelt zu werden, Drehtage organisieren konnten.</p><p>Gleichzeitig legte ich immer Wert auf Gespr&#228;che, die nicht in erster Linie darauf aus sind, Klickzahlen zu generieren und vermeintliche Skandale aufzudecken. Unsere Formate leben von einer gewissen Zur&#252;ckhaltung, Informationsdichte, Zeit und echtem Interesse am Gegen&#252;ber. Das bedeutet jedoch auch, dass unsere Gespr&#228;che in Zeiten von Emp&#246;rungsmanagement und Echokammern weniger Aufrufe erzielen und damit auch weniger Einnahmen auf YouTube generieren.</p><p>Mir war dabei stets klar, dass Google mich jederzeit l&#246;schen oder in meiner Reichweite einschr&#228;nken k&#246;nnte, wie es zu den Corona-Hochzeiten geschehen ist. Deshalb war es mir wichtig, dass die Sendungen, die wir produzieren, haupts&#228;chlich von den Zuschauern finanziert werden. Genau aus diesem Grund habe ich fr&#252;hzeitig damit begonnen, regelm&#228;&#223;ig <a href="https://www.barucker.press/p/finanzen-1-halbjahr-2026">Finanzberichte</a> zu ver&#246;ffentlichen, um deutlich zu machen, welche Kosten mit unseren hochwertigen Formaten verbunden sind. </p><p>Wir konnten &#252;ber Jahre hinweg durch zahlreiche Schenkungen von Kleinstbetr&#228;gen sehr wertvolle Formate drehen. Danke daf&#252;r!</p><p>Das Interesse an Corona ebbt verst&#228;ndlicherweise ab. Meine Gespr&#228;che drehen sich mittlerweile auch um andere Themen und ich vermute, dass viele Menschen immer weniger Geld zur freien Verf&#252;gung haben. Jedenfalls sinken die Schenkungen und damit auch die finanziellen M&#246;glichkeiten, Andre und Arthur f&#252;r Videoproduktionen zu bezahlen. Aktuell versuchen wir, die Produktionskosten zu minimieren, indem wir den Personalbedarf f&#252;r das Drehen verringern.</p><p>Wir wollen jedoch gerne weiterdrehen und ich bin nach wie vor davon &#252;berzeugt, dass das ruhig gef&#252;hrte Hintergrundgespr&#228;ch in sch&#246;nem Ambiente seine Berechtigung hat. Au&#223;erdem m&#246;chte ich meine Corona-Recherchen inklusive der Rechtsstreite mit dem Paul-Ehrlich-Institut fortsetzen.</p><p><a href="https://www.barucker.press/p/meine-arbeit-ermoglichen">Unterst&#252;tzen Sie daher</a>, wenn es Ihnen m&#246;glich ist, weiterhin unsere Arbeit. Vielen Dank auch f&#252;r die zahlreichen Schenkungen der letzten sechs Jahre, die meine Arbeit erst erm&#246;glicht haben.</p><p></p><p>Mit sp&#228;tsommerlichen Gr&#252;&#223;en</p><p>Bastian Barucker</p><div><hr></div><h4><strong>Weitere Interviews erm&#246;glichen:</strong></h4><ul><li><p>Produktionskosten: ca. 1700 &#8364;</p></li><li><p>Produktion: https://www.screen-talk.de</p></li><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p>PayPal: info@bastian-barucker.de (<a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a>)</p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Dokumentarfilm: «Stecken die USA hinter dem Anschlag auf NordStream?»]]></title><description><![CDATA[Ein neuer investigativer Dokumentarfilm beleuchtet die Hintergr&#252;nde und Auswirkungen der Nord-Stream-Sprengung. Ein Gespr&#228;ch mit dem Regisseur Moritz Enders.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/nordstream-sprengung-film</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/nordstream-sprengung-film</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 03 Sep 2026 08:02:44 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/213165290/ec354e9bac121397491209d1919534f7.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://youtu.be/Ws2PMiNcJI4">Youtube</a> // <a href="https://odysee.com/@bastianbarucker:c/nordstream-sprengung-film:990922afbe">Odysee</a> // <a href="https://bbarucker.podigee.io/279-nordstream-die-sprengung">Podcast</a></p><p>Es handelt sich um den schwerwiegendsten Terroranschlag auf die deutsche Infrastruktur seit Bestehen der Bundesrepublik. Am 26. September 2022 wurden die Nord Stream-Pipelines, die russisches Gas nach Deutschland liefern sollten, durch vier massive Sprengungen zerst&#246;rt. Die besch&#228;digten Pipelines 1 und 2 waren zum Zeitpunkt der Explosion nicht in Betrieb. Die Sprengung sorgte jedoch daf&#252;r, dass zuk&#252;nftig kein g&#252;nstiges Gas durch diese Pipelines nach Deutschland flie&#223;en kann. Ein Strang ist bis heute intakt, wird aber aufgrund der Sanktionspolitik nicht genutzt. </p><div id="youtube2-a_w7lB81EsU" class="youtube-wrap" data-attrs="{&quot;videoId&quot;:&quot;a_w7lB81EsU&quot;,&quot;startTime&quot;:null,&quot;endTime&quot;:null}" data-component-name="Youtube2ToDOM"><div class="youtube-inner"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/a_w7lB81EsU?rel=0&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;enablejsapi=0" frameborder="0" loading="lazy" gesture="media" allow="autoplay; fullscreen" allowautoplay="true" allowfullscreen="true" width="728" height="409"></iframe></div></div><p>Im Juli 2026 hat mein Gast, der Dokumentarfilmer Moritz Enders, gemeinsam mit seinem Kollegen Gunter Merz einen brisanten <a href="https://nordstreamfilm.com">Dokumentarfilm</a> mit dem &#187;Nord Stream &#8211; Die Sprengung&#171; zu diesem Thema ver&#246;ffentlicht. Mithilfe von Experteninterviews und Recherchen geht der Film der Frage nach, wer hinter der Sprengung steckt. Im Gespr&#228;ch vertritt Enders die These, dass die USA auf die eine oder andere Weise hinter dem Anschlag stecken. Er legt jedoch Wert darauf, das gr&#246;&#223;ere Bild beziehungsweise den geopolitischen Hintergrund dieses Anschlags nicht aus den Augen zu verlieren. Er beschreibt die Interessenlage rund um die Sprengung ausf&#252;hrlich. </p><p>Ein Interesse ist die Schw&#228;chung Deutschlands als Industriestandort und die Verhinderung einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland. Die USA profitieren dar&#252;ber hinaus umfangreich von den Auswirkungen der Sprengung, unter anderem durch die Lieferung von teurem LNG-Gas nach Deutschland.  </p><p>Enders zufolge sind die Sprengung, der Ukrainekrieg und andere geopolitische Konflikte Teil eines &#220;bergangs von einer unipolaren zu einer multipolaren Weltordnung, in der die USA weiterhin um Vorherrschaft ringen. Er ist der Meinung, dass es nicht sinnvoll ist, wenn sich Deutschland US-amerikanischen Interessen unterordnet, und pl&#228;diert f&#252;r einen politischen Wandel, der eine multipolare Weltordnung begr&#252;&#223;t.</p><p>Film anschauen: <a href="https://nordstreamfilm.de/">https://nordstreamfilm.de</a></p><div><hr></div><h4><strong>Weitere Interviews erm&#246;glichen:</strong></h4><ul><li><p>Produktionskosten: ca. 1700 &#8364;</p></li><li><p>Produktion: https://www.screen-talk.de</p></li><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p><span>PayPal: info@bastian-barucker.de (</span><a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a><span>)</span></p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[800 Milliarden: Die EU plant eine massive Aufrüstung bis 2030.]]></title><description><![CDATA[Im Mai 2025 beschloss die EU-Kommission eine Initiative mit dem Titel &#171;ReArm Europe Plan/Readiness 2030&#187;]]></description><link>https://www.barucker.press/p/rearm-europe</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/rearm-europe</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Sun, 30 Aug 2026 05:01:25 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/8c76197e-48a5-4fb4-82b9-606d550b75a4_1920x1080.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://bbarucker.podigee.io/280-eu-wiederaufrustung-bis-2030">Podcast</a></p><p>Am 24. August 2026 hat die EU-Kommission weitere 6,1 Milliarden an R&#252;stungshilfen an die Ukraine <a href="https://www.focus.de/politik/ausland/weiten-unsere-unterstuetzung-aus-eu-genehmigt-ruestungshilfe-im-wert-von-6-1-milliarden-euro-fuer-die-ukraine_a4506548-0a66-4dea-8df8-b961bfb91663.html?utm_medium=social&amp;utm_source=facebook&amp;utm_campaign=focus-online">bewilligt</a>. Ebenfalls im August dieses Jahres ver&#246;ffentlichte die EU-Kommission ein &#171;Informationsblatt zur Friedenssicherung&#187;, in dem der <a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/eu-defence-industry/readiness-roadmap-2030_en#horizontal-enablers">Fahrplan</a> f&#252;r die &#171;Verteidigungsbereitschaft&#187; bis 2030 skizziert wird. Darin wird ein umfassender Aufr&#252;stungsplan auf EU-Ebene beschrieben, der im vergangenen Jahr mit erstaunlich wenig medialer Aufmerksamkeit beschlossen wurde. Werfen wir einen Blick auf diesen angeblichen Friedensplan und die damit verbundenen R&#252;stungsausgaben. </p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!oMO7!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf425bf-8e25-4f3e-b9ef-76175b8bad94_557x787.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!oMO7!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf425bf-8e25-4f3e-b9ef-76175b8bad94_557x787.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!oMO7!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf425bf-8e25-4f3e-b9ef-76175b8bad94_557x787.png 848w, 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data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/cdf425bf-8e25-4f3e-b9ef-76175b8bad94_557x787.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:787,&quot;width&quot;:557,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:257712,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.barucker.press/i/211316858?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdf425bf-8e25-4f3e-b9ef-76175b8bad94_557x787.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Quelle: https://defence-industry-space.ec.europa.eu/document/download/b97e2ffb-4008-463d-bae7-e0ef519847af_en?filename=15102025_Readiness2030_FactsheetSPP_0.pdf</figcaption></figure></div><p><span>Die umfassenden Kriegst&#252;chtigkeits-Bestrebungen der deutschen Regierung sind in eine gr&#246;&#223;ere europ&#228;ische Wiederbewaffnungsinitiative eingebunden. Die im Mai 2025 von der EU-Kommission vorgestellte Initiative mit dem Namen &#187;ReArm Europe Plan/Readiness 2030&#187; wird in Deutschland jedoch wenig thematisiert.</span></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p><span>Der zum Plan geh&#246;rige </span><a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/document/download/98add398-b006-4c68-be28-a276688b0890_en?filename=White%2520paper%2520for%2520European%2520defence%2520%25E2%2580%2593%2520Readiness%25202030.pdf"><span>EU-Bericht</span></a><span> skizziert den bereits erfolgten enormem Anstieg an R&#252;stungsausgaben. Dort hei&#223;t es: &#171;Die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten sind seit 2021 um mehr als 31 % gestiegen und erreichten im Jahr 2024 1,9 % des gesamten BIP [Bruttoinlandproduktes] der EU bzw. 326 Mrd. Euro. Konkret beliefen sich die Verteidigungsinvestitionen im Jahr 2024 auf beispiellose 102 Mrd. Euro, was fast einer Verdopplung der Ausgaben aus dem Jahr 2021 entspricht.&#187;</span></p><p>Im Vergleich zu China, Russland und den USA sind diese Ausgaben jedoch nach wie vor zu gering &#8211; so lautet zumindest die Einsch&#228;tzung der EU. Laut dem Strategiepapier werden f&#252;r den &#171;Wiederaufbau der europ&#228;ischen Verteidigung&#187; massive Investitionen &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum hinweg erforderlich sein, sowohl aus &#246;ffentlichen als auch aus privaten Quellen.</p><p><span>Ein Blick auf die </span><a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/150888/umfrage/militaerausgaben-von-russland-seit-2000/"><span>Verteidigungsausgaben Russlands</span></a><span> best&#228;tigt die Argumentation der EU. Die Ausgaben f&#252;r das Milit&#228;r sind dort seit 2022 extrem angestiegen. Im Jahr 2025 beliefen sie sich bereits auf 7,5 % des BIP. Das entspricht 162 Milliarden Euro. Im Jahr 2025 gaben die 32 Staaten der NATO jedoch </span><a href="https://www.mitwelt.org/militaerausgaben-ruestungsausgaben-deutschland-nato-russland-vergleich"><span>1,352 Billionen Euro</span></a><span> f&#252;r R&#252;stung aus. </span>Es findet also ein allseitiges, sich hochschaukelndes Hochr&#252;sten statt. Bemerkenswert ist dies auch deshalb, weil der russische Pr&#228;sident Wladimir Putin wiederholt die Schaffung einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur in Europa ins Gespr&#228;ch gebracht hat, durch die gegenseitige Abschreckung und die damit verbundene R&#252;stung obsolet w&#252;rden.<span>  In seiner ber&#252;hmten </span><a href="https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/putin/putin_wort-244966"><span>Rede</span></a><span> im Deutschen Bundestag im September 2001 sagte er beispielsweise: &#171;Ohne eine moderne, dauerhafte und standfeste internationale Sicherheitsarchitektur schaffen wir auf diesem Kontinent nie ein Vertrauensklima, und ohne dieses Vertrauensklima ist kein einheitliches Gro&#223;europa m&#246;glich.&#187; Von einem Vertrauensklima in Europa kann aktuell jedoch keine Rede sein. </span></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KlPl!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa8121378-1adf-4cc5-9f97-34a0e506aa46_1143x986.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KlPl!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa8121378-1adf-4cc5-9f97-34a0e506aa46_1143x986.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KlPl!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa8121378-1adf-4cc5-9f97-34a0e506aa46_1143x986.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KlPl!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa8121378-1adf-4cc5-9f97-34a0e506aa46_1143x986.png 1272w, 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pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p><span>Am 4. M&#228;rz 2025 stellte die EU-Kommissionspr&#228;sidentin Ursula von der Leyen die Aufr&#252;stungsinitiative </span><a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/sv/statement_25_673"><span>vor</span></a><span>. Bereits 2024 hatte sich die Kommission dazu </span><a href="https://commission.europa.eu/priorities-2024-2029_en"><span>entschlossen</span></a><span>, &#171;Verteidigung&#187; als eine Priorit&#228;t bis zum Jahr 2029 zu behandeln. Von der Leyen sprach damals von historisch gef&#228;hrlichen Zeiten und ernsthaften Bedrohungen f&#252;r die EU, die eine &#171;&#196;ra der Wiederaufr&#252;stung&#187; bedinge. Immer wieder steht dabei Russland und der Ukrainekrieg im Zentrum der Argumentation hinsichtlich einer angenommenen Bedrohung f&#252;r Europa. </span></p><p><span>Dass die NATO im M&#228;rz 2022 in Person von Boris Johnson eine diplomatische L&#246;sung des Kriegs </span><a href="https://www.emma.de/artikel/ukraine-frieden-war-greifbar-340721"><span>verhinderte</span></a><span> und damit den Krieg verl&#228;ngerte, will dabei nicht so recht ins Bild der einseitigen, nur durch Russland geschaffenen Bedrohungslage passen. Auch die Behauptung eines unprovozierten Angriffskriegs entspricht </span><a href="https://www.infosperber.ch/politik/welt/ukraine-chronik-der-westlichen-einmischung/"><span>nicht</span></a><span> den historischen Tatsachen. </span>Interessanterweise war es die US-amerikanische R&#252;stungsindustrie, die jetzt von der Aufr&#252;stung massiv profitiert, die die NATO-Osterweiterung <a href="https://multipolar-magazin.de/artikel/wie-die-nato-nach-osten-aufbrach">initiierte</a> und dabei russische Sicherheitsinteressen missachtete. Angesichts der absichtlichen Verl&#228;ngerung des Ukraine-Krieges dr&#228;ngen sich folgende Frage auf: Brauchen NATO und EU wom&#246;glich genau diesen langen Krieg, um die enorme Aufr&#252;stung bis 2030 zu rechtfertigen? Gilt das Gleiche auch f&#252;r Russland, das der Ukraine milit&#228;risch deutlich &#252;berlegen ist? </p><p><span>Im Februar 2025 hatte Ursula von der Leyen auf der M&#252;nchener Sicherheitskonferenz </span><a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/SPEECH_25_516"><span>angek&#252;ndigt</span></a><span>, dass &#171;wir unsere Verteidigung verst&#228;rken.&#187; Sie f&#252;hrte aus: &#171;Ich bin der &#220;berzeugung, dass Europa in Sachen europ&#228;ische Sicherheit mehr tun muss. Europa muss mehr beitragen. Und um dies zu erreichen, brauchen wir eine deutliche Aufstockung der europ&#228;ischen Verteidigungsausgaben. Derzeit geben die 27 EU-Mitgliedstaaten rund zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts f&#252;r Verteidigung aus. Und ja, unsere Verteidigungsausgaben sind von etwas mehr als 200 Milliarden Euro vor dem Krieg auf &#252;ber 320 Milliarden Euro im letzten Jahr gestiegen. Aber wir m&#252;ssen diesen Betrag noch einmal erheblich erh&#246;hen. Denn ein Anstieg von knapp unter 2 auf &#252;ber 3 Prozent bedeutet jedes Jahr Hunderte von Milliarden an zus&#228;tzlichen Investitionen. Wir brauchen also einen mutigen Ansatz.&#187;</span></p><p><span>Dieser sogenannte mutige Ansatz ist die kurz auf diese Rede folgende Vorstellung des ReARM-Europe-Plans und das damit verbundene Vorhaben, bis zum Jahr 2030 stolze 800 Milliarden Euro f&#252;r R&#252;stung auszugeben. Diese Summe liegt 160 Milliarden &#252;ber dem Bruttoinlandsprodukt von Belgien. Im zum Plan geh&#246;rigen &#171;</span><a href="https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2025/0101-0200/156-25.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1"><span>Wei&#223;buch zur europ&#228;ischen Verteidigung - Bereitschaft 2030</span></a><span>&#187; hei&#223;t es: &#171;Es ist an der Zeit, dass Europa wieder aufr&#252;stet.&#187; </span></p><p><span>Der </span><a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/document/download/98add398-b006-4c68-be28-a276688b0890_en?filename=White%2520paper%2520for%2520European%2520defence%2520%25E2%2580%2593%2520Readiness%25202030.pdf"><span>Aufr&#252;stungsplan</span></a><span> deklariert sieben Priorit&#228;ten:</span></p><ul><li><p><span>Luft- und Raketenabwehr</span></p></li><li><p><span>Artilleriesysteme</span></p></li><li><p><span>Munition und Raketen</span></p></li><li><p><span>Drohnen und Drohnenabwehrsysteme</span></p></li><li><p><span>Milit&#228;rische Mobilit&#228;t</span></p></li><li><p><span>KI, Quanteninformatik, Cyber- und elektronische Kriegsf&#252;hrung</span></p></li><li><p><span>Strategische Enabler [F&#228;higkeiten, Technologien und Unterst&#252;tzungsstrukturen] und Schutz kritischer Infrastrukturen</span></p></li></ul><p><span>Am 16. Dezember 2025 kam es im EU-Parlament zur </span><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/eu/10/abstimmungen/mehr-eu-unterstuetzung-fuer-verteidigungsinvestitionen?combine=&amp;constituency=All&amp;fraction=389"><span>Abstimmung</span></a><span> &#252;ber das Aufr&#252;stungspaket. 65 deutsche Abgeordnete, darunter vor allem Politiker der Gr&#252;nen, der SPD und der CDU, stimmten daf&#252;r. Die &#252;brigen 25 deutschen Europaabgeordneten der AfD, der Partei Die Linke sowie fraktionslose Abgeordnete stimmten dagegen. Insgesamt wurden die Rechtsvorschriften mit 519 Ja-Stimmen, 119 Nein-Stimmen und 25 Enthaltungen angenommen.</span></p><p>Dagegen stimmte unter anderem der Europaabgeordnete des B&#252;ndnisses Sahra Wagenknecht, Fabio De Masi. Auf Anfrage teilte dieser mit: </p><p><span>&#171;Ich habe gegen das Aufr&#252;stungspaket &#8222;reARM Europe&#8221; gestimmt, da es europ&#228;ische Sicherheit nicht erh&#246;ht, sondern &#246;konomische Ressourcen in einem R&#252;stungswettlauf bindet und somit zur Verdr&#228;ngung von Zukunftsinvestitionen und Angriffen auf den Sozialstaat f&#252;hren wird. Die konventionellen R&#252;stungsausgaben der europ&#228;ischen NATO-Staaten &#252;bertreffen heute bereits jene Russlands um ein Vielfaches. Wenn Russland auf die Erh&#246;hung der R&#252;stungsausgaben reagiert, erh&#246;hen sich f&#252;r beide Seiten nur die Kosten, nicht jedoch die relative Sicherheit. Mehr Sicherheit erfordert wechselseitige Abr&#252;stung und R&#252;stungskontrolle. Zudem ist Russland eine Nuklearmacht und die konventionelle Aufr&#252;stung im Zweifel ohnehin unerheblich im Sinne der Abschreckung. Ich halte es f&#252;r v&#246;llig abwegig, dass Russland einen Angriff auf die EU bzw. NATO-Territorium plant, da sich Russland bereits im Abnutzungskrieg in der Ukraine ersch&#246;pft. </span></p><p><span>Eine weitere Eskalation des Ukraine-Krieges mit westlicher Unterst&#252;tzung f&#252;r immer weitreichendere Angriffe auf russisches Territorium k&#246;nnen aber die Kriegsgefahr massiv beg&#252;nstigen. Hinzu kommt. Die Souver&#228;nit&#228;t Europas wird nicht durch mehr Aufr&#252;stung erh&#246;ht. Ein Gro&#223;teil der Systeme sind nur mit den USA kompatibel und wir hauen somit Donald Trump die Auftragsb&#252;cher voll, w&#228;hrend dieser uns mit Strafz&#246;llen &#252;berzieht. So setzt das europ&#228;ische Hauptquartier der NATO etwa die KI von Palantir ein. Zuletzt sind die Kapazit&#228;ten der R&#252;stungsindustrie kurzfristig beschr&#228;nkt und der R&#252;stungssektor ist hochgradig oligopolitisch ausgerichtet. Es wird somit lediglich zum Anstieg der Beschaffungspreise kommen. In der EU gibt es zudem bereits aktuell etwa &#252;ber 90 unterschiedliche Gro&#223;waffensysteme, in den USA etwa 30.&#187;</span></p><p>Spannenderweise scheint das Vorhaben der Aufr&#252;stung jedoch schon l&#228;ngst vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine in den Schubladen der deutschen Regierung gelegen zu haben. Der Politikwissenschaftler Ingar Solty, Referent f&#252;r Friedens- und Sicherheitspolitik bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, sagte in einem <a href="https://web.archive.org/web/20260601203132/https://ostdeutscheallgemeine.com/article/zeitenwende-mythos-entlarvt-warum-die-aufruestung-laengst-vor-dem-ukrainekrieg-beschlossen-war-10049588">Interview</a> mit der &#171;Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung&#187; zur Weichenstellung f&#252;r mehr Aufr&#252;stung: &#171;Sie konnte sich durchsetzen, weil der Kriegsausbruch in der Ukraine f&#252;r einen Schock gesorgt hat &#8211; womit die Allerwenigsten gerechnet hatten. In diesem Kontext konnte die Aufr&#252;stung als Reaktion auf diesen Krieg dargestellt werden. De facto aber waren die wesentlichen Entscheidungen l&#228;ngst beschlossene Sache oder in der Pipeline.&#187;</p><p>Die Parallelen zum Geschehen rund um das Coronavirus sind un&#252;bersehbar. Auch hier waren Politik, Pharmaindustrie und Milit&#228;r erstaunlich schnell in ihrer Reaktion auf ein vermeintlich unvorhergesehenes Schockereignis. Auch hier waren es erstaunlich zahlreiche Milliardenbetr&#228;ge, die aus dem Volksverm&#246;gen zu Gro&#223;konzernen <a href="https://www.oxfam.de/aktuelles/corona-pandemie-ungleichheit-10-reichste-maenner-verdoppeln-vermoegen-160-millionen">umverteilt</a> wurden. </p><h4>Fiskale Flexibilit&#228;t</h4><p><span>Im Mai 2025 verabschiedete die EU-Kommission ein spezielles &#171;Finanzinstrument&#187; mit dem Titel &#171;SAFE (Security Action for Europe)&#187;. Laut </span><a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/eu-defence-industry/safe-security-action-europe_en"><span>EU-Website</span></a><span> &#171;werden im Rahmen von SAFE den Mitgliedstaaten, die finanzielle Unterst&#252;tzung f&#252;r Investitionen in Verteidigungsf&#228;higkeiten beantragen, Darlehen mit langer Laufzeit zu wettbewerbsf&#228;higen Konditionen in H&#246;he von bis zu 150 Milliarden Euro gew&#228;hrt&#187;. In einem </span><a href="https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2025/769566/EPRS_BRI(2025)769566_EN.pdf"><span>Briefing-Papier</span></a><span> der EU-Kommission hei&#223;t es: &#171;Die Kommission wird auf den Kapitalm&#228;rkten bis zu 150 Milliarden Euro beschaffen, um die Investitionen im Verteidigungsbereich zu beschleunigen.&#187;</span></p><p><span>Doch diese schnell umgesetzten enormen Ausgaben sind nur mit einer gewissen &#171;Flexibilit&#228;t&#187; im gesetzlichen Finanzrahmen der EU m&#246;glich gewesen. Die dazugeh&#246;rige Klausel nennt sich &#171;nationale Ausweichklausel f&#252;r fiskalische Flexibilit&#228;t&#187; (NEC). Laut dem oben bereits verlinkten Briefing-Papier bietet diese Klausel &#171;eine gr&#246;&#223;ere Flexibilit&#228;t. Sie gilt f&#252;r au&#223;ergew&#246;hnliche, l&#228;nderspezifische Umst&#228;nde, die au&#223;erhalb der Kontrolle eines Mitgliedstaats liegen und dessen &#246;ffentliche Finanzen erheblich beeintr&#228;chtigen.&#187;</span></p><p><span>Die oben genannten Instrumente sind daher von entscheidender Bedeutung, da die kostspielige Aufr&#252;stung mit dem geltenden </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stabilit%C3%A4ts-_und_Wachstumspakt"><span>Euro-Stabilit&#228;tspakt</span></a><span> in Einklang gebracht werden muss. Dieser wurde 1997 </span><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/ALL/?uri=CELEX:31997Y0802%2801%29"><span>verabschiedet</span></a><span>, um f&#252;r finanzpolitische Stabilit&#228;t innerhalb der EU zu sorgen. Er dient insbesondere dazu, eine &#252;berm&#228;&#223;ige Verschuldung und die damit einhergehende Inflation zu verhindern. Genau das hat die EU-Kommission jedoch ab 2025 vor.</span></p><p><span>Fabio De Masi bewertet diese fiskale Flexibilit&#228;t auf Anfrage so: &#171;Die zus&#228;tzlichen Verteidigungsausgaben in H&#246;he von 800 Milliarden Euro setzen sich aus 150 Milliarden Euro Ausgaben der EU und etwa 650 Milliarden Euro Ausgaben der EU-Mitgliedstaaten zusammen. Die Schuldenaufnahme der EU ist rechtlich h&#246;chst umstritten. Die EU-Kommission nutzt dabei f&#252;r das sogenannte SAFE-Instrument ihr Triple-A-rating, um die Darlehen an EU-Mitgliedsstaaten weiterzureichen und so die Finanzierungskosten f&#252;r gemeinsame R&#252;stungsprojekte zu senken. Die EU selbst darf jedoch eigentlich nur bei au&#223;ergew&#246;hnlichen Ereignissen wie Krisen und Naturkatastrophen Schulden aufnehmen. (</span><a href="https://dejure.org/gesetze/AEUV/122.html"><span>Artikel 122 des Vertrags &#252;ber die Arbeitsweise der EU (AEUV)</span></a><span>)</span></p><p><span>Die EU-Kommission beruft sich daher auf eine au&#223;ergew&#246;hnliche Sicherheitskrise unter Berufung auf eine Bedrohung durch Russland. Die nationalen Regierungen sind durch die Fiskalregeln der EU beschr&#228;nkt. Als Grenzen gelten dabei fiskalische Defizite von maximal 3 Prozent und eine Staatsverschuldungsquote von maximal 60 Prozent. Diese k&#246;nnen durch die allgemeine Ausweichklausel ausgesetzt werden, wie es von 2020 bis 2023 in der Folge der Pandemie der Fall war. Nun hat die EU die nationale Ausweichklausel f&#252;r R&#252;stungsausgaben aktiviert, &#228;hnlich der Aufweichung der Schuldenbremse in Deutschland nur f&#252;r R&#252;stung (statt ziviler Investitionen).</span></p><p><span>Dies zeigt, dass die Fiskalregeln nicht &#246;konomisch begr&#252;ndet sind, sondern dass es immer um Interessen geht. Bereits vor &#252;ber zehn Jahren wurde im Kontext der Euro-Krise &#252;ber die Probleme der europ&#228;ischen Schuldenregeln f&#252;r Investitionen diskutiert und dabei die Forderung erhoben die Regeln nur f&#252;r den milit&#228;risch-industriellen Komplex aufzuweichen. Ich habe dies bereits damals </span><a href="https://www.euractiv.com/opinion/euro-bombs-european-investment-bank-to-be-turned-into-armament-bank/"><span>thematisiert</span></a><span>. Die Aufweichklausel erlaubt nach Lesart der Kommission zus&#228;tzliche j&#228;hrliche Verteidigungsausgaben von bis zu 1,5 % des BIP f&#252;r die vier Jahre 2025&#8211;2028.</span></p><p><span>Rein rechnerisch k&#246;nnte das funktionieren. Aktuell entsprechen 1,5 % des BIP der EU etwa 280 Milliarden Euro pro Jahr. &#220;ber vier Jahre summiert sich das auf &#252;ber eine Billion Euro. Da die nationale Ausweichklausel jedoch f&#252;r die Mitgliedstaaten einzeln gilt, ist es in der Realit&#228;t etwas komplizierter. Aktuell haben 18 L&#228;nder die Ausweichklausel in Anspruch genommen, was theoretisch eine kumulierte Erh&#246;hung der Verteidigungsausgaben um rund 638 Milliarden Euro erm&#246;glicht. Diese Ausgabensteigerung verteilt sich dabei auf die vier Jahre. Allerdings beseitigt die nationale Ausweichklausel nicht den nach EU-Regeln exzessiven Anstieg der Staatsverschuldung in einigen L&#228;ndern. Eine </span><a href="https://www.bruegel.org/sites/default/files/2025-03/1103_Can%20Germany%20afford%20it_final%201.pdf?utm_source=chatgpt.com"><span>Studie</span></a><span> des Think Tanks der EU kommt zu dem Schluss: &#187;</span>Doch selbst wenn die Verschuldung Deutschlands voraussichtlich nur allm&#228;hlich steigen wird, l&#228;sst sich die Tatsache, dass sie kontinuierlich &#252;ber 60 Prozent steigen w&#252;rde, nicht mit den EU-Haushaltsregeln vereinbaren.<span>&#187;</span></p><h4>Deutsche Beteiligung</h4><p><span>F&#252;r die Finanzen des bundesdeutschen Haushaltes ergeben sich durch den EU-&#171;Wiederbewaffnungs&#187;-Plan weitreichende Ver&#228;nderungen. Erinnert sei noch an das sogenannte &#171;Sonderverm&#246;gen Bundeswehr&#187;, also eine weitere Neuverschuldung in H&#246;he von 100 Milliarden Euro, das im Juni 2022 &#8211; auch unter Verweis auf den russischen Angriffskrieg, der zu diesem Zeitpunkt bereits h&#228;tte diplomatisch gel&#246;st sein k&#246;nnen. </span></p><p><span>Eine </span><a href="https://multipolar-magazin.de/artikel/bundeswehr-sondervermoegen"><span>Recherche</span></a><span> zu den Ausgaben des Sonderverm&#246;gens des Journalisten Karsten Montag hatte Folgendes ergeben: &#171;Bei der Finanzierung der aktuellen deutschen R&#252;stungsausgaben sind haupts&#228;chlich US-amerikanische Investmentunternehmen, ihre Eigent&#252;mer und ihre Anleger die gr&#246;&#223;ten Gewinner. Sie ziehen zugunsten ihrer Anleger &#252;ber Zinsen auf Staatsschulden und &#252;ber die Gewinne der R&#252;stungsunternehmen, an denen sie beteiligt sind, Kapital aus Deutschland ab. Verlierer sind neben den deutschen Steuerzahlern &#8211; die die neuen Waffen, deren Unterhaltung sowie die Zinsen finanzieren m&#252;ssen &#8211; auch diejenigen Menschen, deren Leben, Gesundheit und Habe beim Einsatz der Waffen zerst&#246;rt wird.&#187;</span></p><p>Im M&#228;rz 2025, zu einem Zeitpunkt, an dem die EU-Kommission ihren Aufr&#252;stungsplan bereits vorgestellt und beworben hatte, beschloss der Deutsche Bundestag eine Grundgesetz&#228;nderung, die eine Lockerung der Schuldenbremse im Bereich Verteidigung erm&#246;glichte. Dadurch wurde eine Ausnahme geschaffen und weitere <a href="https://www.euractiv.com/news/german-parliament-passes-historic-debt-backed-defence-and-infrastructure-package/">Neuverschuldungen</a> f&#252;r mehr R&#252;stung legitimiert<span>. </span>Auf europ&#228;ischer wie auf nationalstaatlicher Ebene mussten also kreative Wege gefunden werden, um die Aufr&#252;stung trotz gesetzlich verankerter Neuverschuldungsverbote zu finanzieren.</p><p><span>Im Jahr 2026 belaufen sich die </span><a href="https://www.rnd.de/politik/bundeshaushalt-2026-alle-ausgaben-uebersichtlich-erklaert-in-grafiken-L73G2FSIIVANHGBZ6PJX67Z7W4.html"><span>Verteidigungsausgaben</span></a><span> Deutschlands bereits auf ca. 82 Milliarden Euro, zuz&#252;glich 25 Milliarden Euro aus dem &#171;Sonderverm&#246;gen Bundeswehr&#187;. Das sind 20 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2025 &#8211; eine Verdopplung gegen&#252;ber 2021. Und noch ein Vergleich: Die Bundesregierung gibt im Jahr 2026 knapp 17 Milliarden Euro im Bildungsbereich aus, w&#228;hrend sie </span><a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/wehretat-bundeswehr-verteidigung-haushalt-anstieg-100.html"><span>plant</span></a><span>, bis zum Jahr 2029 j&#228;hrliche Verteidigungsausgaben von 162,9 Milliarden Euro zu </span><a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/EN/Pressemitteilungen/2026/2026-07-06-government-draft-2027-federal-budget.html"><span>erreichen</span></a><span>, was wiederum mit zunehmender hoher Neuverschuldung verbunden ist. Diese Summe entspricht dann 3,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Geplant ist eine langfristige Aufstockung bis zu 5 Prozent des BIP.</span></p><p><strong><span>Fazit</span></strong></p><p><span>Das Projekt der Wiederbewaffnung Europas ist in vollem Gange. Deutschland erh&#246;ht stetig seine R&#252;stungsausgaben, w&#228;hrend sich das Land weiter verschuldet und die verwendeten Haushaltsmittel an anderer Stelle fehlen. Der auch vom Westen in die L&#228;nge gezogene Ukrainekrieg kostet derweil Hunderttausende Menschenleben und dient als Legitimation f&#252;r eine Bedrohung, gegen die es sich milit&#228;risch auf allen Ebenen zu wehren gilt. </span></p><p>Ein Blick in das Standardwerk &#187;<a href="https://www.klett-cotta.de/produkt/david-graeber-schulden-9783608985108-t-78">Schulden &#8211; Die ersten 5.000 Jahre</a>&#171; von David Graeber er&#246;ffnet eine historische Perspektive auf dieses aktuelle Geschehen. Darin hei&#223;t es: &#187;Das moderne Geld hat seinen Ursprung in Staatsschulden, denn Staaten leihen sich Geld, um Kriege zu finanzieren.&#171; Im Westen also nichts Neues, k&#246;nnte man sagen. </p><p>Au&#223;erdem scheinen Friedenst&#252;chtigkeit, Diplomatie und eine Sicherheitsarchitektur Europas unter Einbeziehung russischer Interessen keine angestrebten Ziele zu sein, da diese beidseitige Aufr&#252;stung obsolet machen w&#252;rden. Ob dies im Namen und Interesse der Menschen in Europa geschieht, ist mehr als fraglich.</p><div><hr></div><p><strong>Weitere Recherchen erm&#246;glichen:</strong></p><ul><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p><span>PayPal: info@bastian-barucker.de (</span><a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a><span>)</span></p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul><p></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. 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Das <a href="https://www.barucker.press/p/interview-maaz-corona?utm_source=publication-search">Interview</a> trug damals den Titel &#187;Wie konnte es so weit kommen?&#187;. Heute ist durch die geleakten Protokolle des Corona-Krisenstabs des Robert-Koch-Instituts insbesondere klar, dass selbst die zust&#228;ndige staatliche Beh&#246;rde einen Gro&#223;teil der Corona-Ma&#223;nahmen nicht empfahl. Bei meinen Vortr&#228;gen zu diesen Erkenntnissen treffe ich immer wieder Menschen, die fast schon verzweifelt darauf warten, dass es endlich juristische Konsequenzen f&#252;r all die Grundrechtseinschr&#228;nkungen gibt. Sie wollen Gerechtigkeit. Gleichzeitig verharren sie auch ein St&#252;ck weit in einer Art Erwartungshaltung, um das Thema endlich ad acta legen zu k&#246;nnen. Genau dar&#252;ber m&#246;chte ich mit ihnen sprechen.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;21c2c46e-e295-4a2a-b247-fe763666d83b&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Die Corona-Krise begann mit Horrorbildern aus Italien und Modellrechnungen, die Hunderttausende Tote vorhersagten. Eine Kommunikation der Angst dominierte das Mediengeschehen Anfang 2020. Nach anf&#228;nglicher Unklarheit &#252;ber die Gefahr des Virus, liefert im M&#228;rz 2020 ein&quot;,&quot;cta&quot;:null,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;showDescription&quot;:true,&quot;showImage&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Wie konnte es so weit kommen? - Gespr&#228;ch mit Hans-Joachim Maaz&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:257864279,&quot;name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;bio&quot;:null,&quot;photo_url&quot;:null,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2022-06-26T16:27:32.000Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/05343e05-bc1a-477c-aa8b-49747d116b1e_1163x654.png&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/p/interview-maaz-corona&quot;,&quot;section_name&quot;:null,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:147455389,&quot;type&quot;:&quot;newsletter&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:2860043,&quot;publication_name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!VXDi!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43736115-6a36-427f-b14d-ecbd5b024988_500x500.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><p>Bevor wir das aus Ihrer Expertise heraus analysieren, erlaube ich mir eine pers&#246;nliche Frage: <em>Haben Sie das Corona-Geschehen hinter sich gelassen und verdaut? Und wenn nicht, was besch&#228;ftigt Sie noch?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> Nein, den &#171;Corona-Wahnsinn&#187; kann ich nicht einfach hinter mir lassen. Aber &#171;verdaut&#187; habe ich es im Sinne bitterster Erkenntnis. Ich bin erschrocken dar&#252;ber, dass sich eine Gesellschaft, die sich als &#171;demokratisch&#187; versteht, praktisch von einem Tag zum anderen in diktatorische Verh&#228;ltnisse verwandeln l&#228;sst. Seitdem arbeite ich daran, den Unterschied zwischen einer verordneten Demokratie (nach 1945 und nach 1989/90) und einer echten Demokratie psychodynamisch zu begr&#252;nden. Eine politisch verordnete Demokratie kann schlie&#223;lich auch nur ein &#171;Demokratiespiel&#187; sein, wenn keine innerseelische Demokratie in den Menschen entwickelt wird. Den bitteren Beweis f&#252;r dieses Vers&#228;umnis hat Corona geliefert. Ich sehe es wie eine konzertierte Aktion, ein absolutes Herrschaftssystem erproben zu wollen. Die Verantwortlichen an der Macht wussten, was sie taten. Die Chefs in den Medien, der Wissenschaft und Kultur, die abh&#228;ngig von den Machtverh&#228;ltnissen tun, was f&#252;r ihre Position und Karriere erforderlich ist.</p><p>Und schlie&#223;lich die Masse der Menschen, die sich aus materieller und psychischer Abh&#228;ngigkeit &#228;ngstigen und einsch&#252;chtern lassen. Die Zweifler, Verweigerer und Kritiker hatten im Wesentlichen zwar recht, eigneten sich f&#252;r die M&#228;chtigen und die begeisterten oder gequ&#228;lten Folgsamen aber als Opfer (die &#171;Omegas&#187; in gruppendynamischer Sprache), um das Wissen oder die Ahnung des Unrechts an einem Feindbild abreagieren zu k&#246;nnen.</p><p>Das Demokratiespiel l&#246;ste sich praktisch &#252;ber Nacht in eine gespaltene Gesellschaft auf: in Diktatoren und ihre Handlanger in Medien, Wissenschaft und Kultur, die sich auch als Verfolger und Denunzianten entehrt haben, sowie in die Mehrheit der Unterworfenen und die Minderheit der Widerst&#228;ndigen.</p><p>Der Zerfall in diese psychosozialen Rollen belegt eine nicht in den Menschen gegr&#252;ndete innerseelische Demokratie. Und diese bedrohliche Realit&#228;t wird bis heute nicht wirklich zur Kenntnis genommen, geschweige denn hilfreich ver&#228;ndert. Somit besteht weiterhin die Gefahr totalit&#228;rer Machtinteressen und deren Wiederholung mit anderen Inhalten. Daf&#252;r bieten sich jetzt schon Klimaver&#228;nderungen oder Russland als Feindbild an. Wie wir das Corona-Geschehen umfassend verstehen und wirklich &#246;ffentlich verarbeiten, entscheidet &#252;ber die Zukunft unserer Gesellschaft! Diese Verarbeitung ist psychodynamisch und juristisch-strafrechtlich notwendig.</p><p><strong>Barucker: </strong><em>Wie k&#246;nnen Betroffene einen gesunden Umgang mit den massiven Einschr&#228;nkungen, Ausgrenzungen und Diffamierungen der Corona-Jahre finden?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> Leider gibt es keine &#246;ffentliche Diskussion &#252;ber das Corona-Geschehen. Ich sehe viele Menschen, die am liebsten alles verdr&#228;ngen, nichts wissen, nichts h&#246;ren, nicht nachdenken und schon gar nicht eigene Fehleinsch&#228;tzungen erkennen und korrigieren wollen. Eine solche Abwehr schmerzlicher Erkenntnisse wird ja auch politisch-medial gewollt und unterst&#252;tzt. Ich verstehe das als eine kollektive, massive Schuldabwehr. Das ist jedoch f&#252;r die gesellschaftliche Entwicklung demokratiezerst&#246;rend.</p><p>F&#252;r die pers&#246;nliche Verarbeitung von erfahrener und erlittener Verf&#252;hrung, Manipulation, Bedr&#228;ngnis, Bedrohung und Zwang sowie von Fehlentscheidungen, Irrt&#252;mern oder gar aktiver Beteiligung an Hetze und Verfolgung von Kritikern und Ungeimpften kann ich nur einen Erkenntnisprozess empfehlen. Dieser er&#246;ffnet Chancen f&#252;r die eigene Gesundung, Entlastung des Gewissens und pers&#246;nliche W&#252;rde.</p><p>Ein solcher Erkenntnisprozess beinhaltet eine m&#246;glichst breite Information, insbesondere zu den sogenannten &#171;Verschw&#246;rungstheorien&#187;, von denen sich fast alle als berechtigt und wahr erwiesen haben. Zentral ist auch eine beziehungskulturelle Kommunikation mit Menschen, zu denen man ganz offen und frei sprechen kann, die zuh&#246;ren und verstehen wollen und auf keinen Fall bewerten. Es geht darum, die eigene Wahrheit zu finden, hindurch durch den Dschungel von L&#252;gen, Propaganda, Bedrohung und Abh&#228;ngigkeit. Dabei ist es sehr wichtig, dass die eigenen Gef&#252;hle zum Ausdruck gebracht werden k&#246;nnen: Emp&#246;rung und Wut, seelischer Schmerz &#252;ber Kr&#228;nkung und Verletzung sowie Trauer &#252;ber Verluste in Bezug auf Beziehungen, Lebensqualit&#228;t, Anerkennung und Existenzen.</p><p>Ich habe Menschen zu solchen Gespr&#228;chen ermutigt und sie dabei begleitet. Meine Erfahrung ist, dass das ehrliche Aussprechen und das dabei Empfangen &#8211; also das wertfreie Verstehen &#8211; eine entscheidende Entlastung bedeutet, unabh&#228;ngig davon, ob die gro&#223;e Schuld der T&#228;ter ges&#252;hnt ist oder nicht. Es geht darum, das eigene Leben &#8211; so gut es geht &#8211; von den Dingen, die nicht in unserer Macht stehen, zu befreien. Das verstehe ich nicht als Psychologisierung politischen Unrechts, sondern als psychosoziale Reife, die zu pers&#246;nlicher Entlastung und politischer Klarheit f&#252;hrt.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Wie viel Sinn macht es, die Bew&#228;ltigung dieser Zeit davon abh&#228;ngig zu machen, ob die vermeintlichen T&#228;ter zur Verantwortung gezogen werden? Entsteht so nicht eine ungute Bindung der Gesch&#228;digten an die Sch&#228;diger?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> F&#252;r das Vertrauen in Macht, f&#252;r die Entwicklung der Gesellschaft und die Stabilisierung der Demokratie ist es nahezu zwingend, dass Verantwortung benannt und T&#228;ter zur Rechenschaft gezogen werden. F&#252;r das pers&#246;nliche Leben ist es jedoch nicht sinnvoll, die eigene Gesundheit, psychische Reife und W&#252;rde davon abh&#228;ngig zu machen. Wir Menschen sind zwar immer abh&#228;ngig von Herrschaftsstrukturen, aber f&#252;r die Qualit&#228;t des ganz pers&#246;nlichen Lebens ist letztlich jeder selbst verantwortlich. Meistens entsteht eine Spaltung zwischen denen, die sich den T&#228;tern anschlie&#223;en, und denen, die sich nur als Opfer erleben. F&#252;r beide M&#246;glichkeiten lassen sich bedauerliche psychodynamische Gr&#252;nde aus der Entwicklungspsychologie und der sozialen Situation ableiten.</p><p>Die Chance und Verantwortung besteht jedoch darin, einen ehrlichen und gesunden Mittelweg zwischen den Extremen zu finden. Dazu geh&#246;rt auch, sich die Frage zu stellen, wann man selbst T&#228;ter und wann man selbst Opfer ist. Das hei&#223;t, jeder steht in der Verantwortung, die eigene Haltung und Entscheidung so ehrlich wie m&#246;glich zu verstehen und so unabh&#228;ngig wie m&#246;glich zu handeln. Abh&#228;ngigkeiten und Fehlentscheidungen geh&#246;ren zu unserem Leben &#8211; entscheidend ist, wie man damit umgeht! Entweder: &#171;Du bist schuld!&#187; oder &#171;Ich bin auch das Problem!&#187; Oder: &#171;Die Verh&#228;ltnisse m&#252;ssen sich &#228;ndern!&#187; Oder: &#171;Ich kann mich ver&#228;ndern!&#187;</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Es gibt auch Menschen, die psychisch an dem Drang nach Gerechtigkeit kaputtgehen. Was k&#246;nnte sich da in der Psyche abspielen?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> Wir sind alle immer auch pr&#228;gend beeinflusst von der Qualit&#228;t der erfahrenen Fr&#252;hbetreuung in den ersten Lebensjahren. Wie wir erzogen werden &#8211; autorit&#228;r, manipulativ oder durch welche Beziehungsqualit&#228;ten zwischen Eltern und Kind &#8211; pr&#228;gt unseren Charakter und beeinflusst, wie wir sp&#228;ter bevorzugt denken, f&#252;hlen und handeln.</p><p>In dieser Fr&#252;hbetreuung geschieht viel Ungerechtes, Kr&#228;nkendes, Verletzendes und Einengendes. All das ist im weiteren Leben mehr oder weniger verborgen, vergessen, verleugnet oder unterdr&#252;ckt, existiert aber unbew&#228;ltigt weiter. Wer dann im sp&#228;teren Leben Ungerechtigkeiten erleidet, wird zugleich unwissend an seine Fr&#252;htraumatisierung erinnert. Dadurch wird eine aktuelle, reale Ungerechtigkeit als besonders &#252;berm&#228;chtig und unertr&#228;glich erlebt.</p><p>Das gegenw&#228;rtige Unrecht wird durch das bereits erlebte fr&#252;he Unrecht potenziert. Dies lie&#223;e sich verbessern, wenn man sich erinnert und versteht, welche Ungerechtigkeiten man in sich tr&#228;gt.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Gleichzeitig ist es doch verst&#228;ndlich, dass Menschen, die Unrecht erlebt haben, dieses auch anerkannt haben wollen. Wie gelingt eine gute Balance zwischen ungesunder Anhaftung und gesundem Gerechtigkeitsstreben?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> Eine w&#252;nschenswerte Balance gelingt, wenn der pers&#246;nliche Anteil an erlebtem Unrecht aus der Vergangenheit erinnert und erkannt wird und in sch&#252;tzender Kommunikation emotional verarbeitet werden kann. Wenn man sich also mitteilen und mit einem angemessenen Gef&#252;hlsausdruck energetisch entlasten kann, dann kann das aktuell erlebte Unrecht auch getrennt vom inneren Spannungsfeld gesehen und verstanden werden. Dann kann es auch realit&#228;tsgerecht kritisiert und gegebenenfalls eine angemessene Strafe gefordert werden.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Ist es nicht an der Zeit, das Geschehen einfach loszulassen und anzuerkennen, dass die Mehrheit der Gesellschaft mitgemacht hat und deshalb auch keine Aufarbeitung m&#246;chte?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> Einfach nur loslassen, also vergessen wollen, mit der politisch am h&#228;ufigsten gebrauchten Formel der Abwehr gegen unliebsame Wahrheiten &#8211; &#171;Wir m&#252;ssen jetzt nach vorne schauen&#187; &#8211; hilft niemandem. Das verfestigt und verst&#228;rkt vielmehr die Gefahr einer fortgesetzten gesellschaftlichen Fehlentwicklung.</p><p>Eine gute Zukunft kann es nur geben, wenn die Fehler der Vergangenheit und die Leugnungen der Gegenwart angenommen und kritisch korrigiert werden &#8211; einschlie&#223;lich pers&#246;nlicher Schuld und mit erkennbar echtem Bedauern. Ohne Aufarbeitung droht jederzeit eine Neuauflage totalit&#228;rer Ma&#223;nahmen im Interesse normopathischer Herrschaft &#8211; besonders, wenn diese immer unsicherer wird und keinen Ausweg mehr sieht.</p><p>Gerade die Schuld einer Mehrheit ist ein dringender Appell an eine wirkliche Aufarbeitung &#8211; das hei&#223;t eine Herausforderung f&#252;r das Verst&#228;ndnis und die &#220;berwindung der psychosozialen Selbstentfremdung des Einzelnen. Eine solche Aufarbeitung hat es weder nach dem Nationalsozialismus noch nach dem real existierenden DDR-Sozialismus gegeben. Das erkl&#228;rt auch den jetzt rasant verlaufenden Demokratieabbau als Symptom der gesellschaftlichen Fehlentwicklung, weil es kein wirkliches Verst&#228;ndnis der Schuld einer Mehrheit gab. In Ostdeutschland ist die Ern&#252;chterung gegen&#252;ber falschen oder nur gespielten Demokratieverh&#228;ltnissen allerdings viel st&#228;rker, weshalb im Osten auch der Protest gegen die aktuelle politische Situation w&#228;chst.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Welche psychoemotionalen Dynamiken spielen bei den Verantwortlichen der Pandemiepolitik und den &#171;Mitl&#228;ufern&#187; eine Rolle? Sch&#252;tzt man sich gegenseitig aus purem Eigeninteresse? W&#228;hnt man sich aufgrund der Macht- und Mehrheitsverh&#228;ltnisse in der st&#228;rkeren Position, beispielsweise in der Enquetekommission des Bundestages?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> Das ist sicher so, dass sich die politische F&#252;hrung aufgrund der Macht- und Mehrheitsverh&#228;ltnisse in einer &#252;berlegenen Position f&#252;hlt. Das Beispiel der Leihmutterschaft von Herrn Spahn ist ein gutes Beispiel f&#252;r diese &#220;berheblichkeit. Dabei spielen aber auch der &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunk und die meisten gro&#223;en Printmedien eine besch&#228;mende Rolle, die den freien Journalismus entehrt, indem sie spalterisch berichten, Machtinteressen relativ unkritisch unterst&#252;tzen und Opposition umso mehr angreifen und abwerten.</p><p>Aus psychodynamischer Sicht gibt es immer ein kollusives Zusammenspiel zwischen Herrschaft und Unterwerfung. In der gegenw&#228;rtigen narzisstischen Gesellschaft ist das Zusammenspiel von Gr&#246;&#223;enselbst-Narzissten in der F&#252;hrung und Gr&#246;&#223;enklein-Narzissten in der Gefolgschaft besonders ausgepr&#228;gt. Das besondere Problem bei narzisstischen Pers&#246;nlichkeitsentwicklungen ist die weitgehende Unf&#228;higkeit, eigenes Fehlverhalten einzusehen und das eigene Verhalten zu korrigieren.</p><p>Narzisstische Selbst&#252;bersch&#228;tzung oder Selbstgeringsch&#228;tzung sind Pers&#246;nlichkeitsz&#252;ge, die der Kompensation von in der Kindheit erlittener Abwertung, Kr&#228;nkung und Lieblosigkeit dienen. Als Ersatz werden dann einerseits eine falsche Gro&#223;artigkeit und andererseits eine &#252;bertriebene Minderwertigkeit entwickelt. So bilden dann F&#252;hrer und Abh&#228;ngige eine seelenverletzte &#171;Verschw&#246;rung&#187;. Behauptete Autorit&#228;t und betonte Abh&#228;ngigkeit sind Symptome von Pers&#246;nlichkeitsst&#246;rungen, die sich wechselseitig stabilisieren.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Welche Rolle spielt dabei das Gef&#252;hl der Ohnmacht?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> Im gesellschaftlichen Leben w&#228;chst eine politische Ohnmacht, wenn der freie demokratische Disput und damit die Meinungsfreiheit eingeschr&#228;nkt werden und kritische Stimmen ausgegrenzt werden. Wenn echter und investigativer Journalismus verloren geht und politische Opposition nur noch diffamiert wird, sodass der W&#228;hlerwille praktisch nicht mehr realisiert wird, ist das ein weiteres Symptom. Eine solche Ohnmacht ist ein Symptom zerst&#246;rter Demokratie.</p><p>Das f&#252;hrt zu einem sehr ernsten Problem: Die real erlebte politische Ohnmacht triggert in vielen Menschen schon l&#228;ngst vorhandene Ohnmachtserfahrungen aus der eigenen Lebensgeschichte, die ehemals durch autorit&#228;re oder manipulative Erziehung erzeugt wurden. Das f&#246;rdert Erkrankungen, erzeugt Resignation und l&#246;st Depressionen aus. Andererseits k&#246;nnen sich die Erfahrungen auch zu einem Pulverfass des Protestes (Gef&#252;hlsstau!) aufladen.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Viele Menschen erleben sich als dem Geschehen hilflos ausgesetzt. Wie kann man damit umgehen?</em></p><p><strong>Maaz: </strong>Es gibt viele Formen des &#246;ffentlichen Protests, die man nutzen kann, solange es noch m&#246;glich ist und man die m&#246;glichen Konsequenzen aushalten kann. Aber viel wichtiger ist, vor allem bei wachsender politischer, ideologischer und moralisierender Einschr&#228;nkung, die ganz pers&#246;nliche Kommunikation mit Menschen, mit denen man offen reden kann, die zuh&#246;ren und verstehen wollen.</p><p>Aus meiner psychotherapeutischen Erfahrung wei&#223; ich, dass angstbefreite, ehrliche Selbstmitteilungen und ein best&#228;tigendes Empfangenwerden von h&#246;chster therapeutischer Qualit&#228;t sind. Auch wenn Kontrolle, &#220;berwachung und Denunziation zunehmen, bleibt immer eine Chance f&#252;r ein Refugium von Beziehungskultur.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Aktuell geht es in Deutschland immer mehr um Aufr&#252;stung, Kriegst&#252;chtigkeit und Militarisierung. Auf den Stra&#223;en sind kaum noch Friedensm&#228;rsche zu sehen. F&#252;hlen sich die Leute diesbez&#252;glich auch hilflos dem Regierungshandeln ausgeliefert? Oder ist den Menschen Frieden nicht mehr viel wert?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> Die deutsche Gesellschaft steckt in einer tiefen Krise. Es gibt schwerwiegendes politisches Versagen, indem Realit&#228;ten geleugnet und Ideologien dominieren, vor allem in der EU-Politik sowie in der Migrations-, Klima- und Energiepolitik.</p><p>Wenn die Politik Wahrheiten leugnet und an den Realit&#228;ten vorbeiregiert, muss man hintergr&#252;ndige Machtinteressen und eine psychodynamisch begr&#252;ndete Verst&#246;rung einer gro&#223;en Zahl f&#252;hrender Pers&#246;nlichkeiten sowie gehorsamer, abh&#228;ngiger Menschen annehmen. Die Zerst&#246;rung der Gesellschaft ist umfassend. Sie betrifft die Wirtschaft, die Kultur, die Sprache, die Identit&#228;ten, das soziale Miteinander und insgesamt die Demokratie.</p><p>Ich h&#246;re und lese von globalistischen Herrschaftsinteressen f&#252;r eine neue Weltordnung. Angesichts der unvorstellbaren Schulden des westlichen Finanzkapitalismus, des moralischen Verfalls, der riesigen sozialen Probleme und der wachsenden Kriegsbereitschaft deutet sich das Ende der bisherigen, von den USA gef&#252;hrten Weltordnung an. Ein drohender Untergang dieser Art wird in der Regel mit letztem Bem&#252;hen durch Krieg zu verhindern versucht. Das erkl&#228;rt mir auch den finanziellen Wahnsinn der milit&#228;rischen Aufr&#252;stung und das dazu menschenfeindliche Bem&#252;hen, propagandistisch ein Feindbild der Bedrohung aufzubauen. F&#252;r die Schw&#228;che der deutschen Friedensbewegung gibt es sicher mehrere Gr&#252;nde.</p><ul><li><p>Bestimmt ist eine Nachwirkung der erlebten Ohnmacht gegen&#252;ber dem notstands&#228;hnlichen Ausnahmezustand in der Corona-Zeit.</p></li><li><p>Hinzu kommt die erhebliche Spaltung der Gesellschaft, die eine vern&#252;nftige Diskussion und das Finden gemeinsamer Aktionen sehr erschwert.</p></li><li><p>Bei all dem kommt noch die digitale Zersplitterung der Informationen hinzu.</p></li><li><p>Zudem fehlt der Friedensbewegung ein organisatorisches Zentrum.</p></li></ul><p>Es ist auch wesentlich einfacher, f&#252;r Abr&#252;stung zu demonstrieren, wie es von 1979 bis 1983 der Fall war, als gegen eine Aufr&#252;stung zu protestieren, wenn die &#196;ngste gegen&#252;ber einer Bedrohungslage durch Propaganda verst&#228;rkt werden. Noch entscheidender ist jedoch, dass es derzeit keine politische oder kulturelle Zukunftsvision f&#252;r die Gesellschaftsentwicklung gibt, die einer Protest- und Friedensbewegung ein Ziel geben w&#252;rde. Den Erfolg der AfD sehe ich vor allem als Ausdruck des angewachsenen Protests gegen die politischen, sozialen und kulturellen Fehler der bisherigen Regierungen. Eine Zukunftsvision, f&#252;r die man sich engagieren m&#252;sste und k&#246;nnte, ist damit jedoch noch nicht verbunden.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Faktisch findet eine massive Neuverschuldung statt, w&#228;hrend Unsummen in die &#8218;Verteidigung&#8216; flie&#223;en. Daran m&#252;ssen der Sozialstaat und schlussendlich die Lebensqualit&#228;t der Menschen, die all das finanzieren, leiden. Wie lange lassen sich die Menschen so eine Politik noch gefallen? Welche psychischen Dynamiken spielen diesbez&#252;glich eine Rolle?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> Wie schon gesagt, halte ich das f&#252;r ein Symptom eines kollektiven Wahns, den letzten Versuch, ein untergehendes System zu retten, anstatt auf Erkenntnis, Korrektur der Fehlentwicklungen, Demokratie und Diplomatie zu setzen. Dies allerdings w&#252;rde einen umfassenden und oft auch schmerzlichen Erkenntnisprozess erfordern, zu dem wir Menschen erfahrungsgem&#228;&#223; &#8211; wie in der Medizin &#8211; erst wirklich bereit sind, wenn wir in gro&#223;er Not sind.</p><p>In der Medizin wird ein Arzt um Hilfe gebeten, wenn Symptome und Beschwerden heftig werden. Dann wird eher eine schnelle Linderung erhofft, als dass notwendige Erkenntnisse angenommen und Lebensver&#228;nderungen akzeptiert werden. Und in der Gesellschaft w&#228;chst der Protest bis hin zum Revolutionswillen, wenn die materielle und soziale Sicherheit verloren geht und eine Gesellschaftskrise pers&#246;nliche Auswirkungen hat. Dieser Protest wird dann aber aus Machtinteressen mit gro&#223;em Propaganda-Aufwand in Kriegslust verwandelt.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Was ist Ihnen bez&#252;glich Krieg und Frieden noch wichtig zu sagen?</em></p><p><strong>Maaz:</strong> F&#252;r mich gibt es keinen gerechten Krieg, weil Krieg immer von Befehlsgebern angezettelt und gef&#252;hrt wird, um vor allem ihre Macht- und Profitinteressen zu sichern &#8211; und das stets auf Kosten millionenfacher unschuldiger Opfer.</p><p>Selbst bei einem sogenannten &#171;Verteidigungskrieg&#187;, dessen Berechtigung sehr genau gepr&#252;ft werden m&#252;sste, w&#228;re ein Volksentscheid unter Propagandaverbot und bei breiter, realit&#228;tsgerechter Information eine zwingende Voraussetzung, um einen Krieg akzeptieren zu k&#246;nnen. Als Therapeut wei&#223; ich, dass nur derjenige zum Frieden f&#228;hig ist, der mit sich selbst im Reinen ist, und dass sich nur derjenige zum Krieg verf&#252;hren l&#228;sst, der mit der Last eines Gef&#252;hlsstaus beladen ist.</p><p>Deshalb halte ich es f&#252;r die wichtigste Aufgabe im menschlichen Leben, ein Leben lang um Selbsterkenntnis zu ringen. Sie kann dabei helfen, Verletzungen zu heilen, Defizite auszugleichen und Gef&#252;hlsstau abzutragen, um in Frieden, mit Liebe und wirklich demokratisch leben zu k&#246;nnen.</p><p><strong>Barucker:</strong> <em>Vielen Dank, Herr Maaz, dass Sie sich Zeit f&#252;r ein Interview genommen haben.</em></p><div class="callout-block" data-callout="true"><p><a href="https://hans-joachim-maaz-stiftung.de">Dr. Hans-Joachim Maaz</a> ist ein erfahrener Psychotherapeut und Psychoanalytiker. Von 1980 bis 2008 war er Chefarzt der Klinik f&#252;r Psychotherapie und Psychosomatik im Diakoniewerk Halle (Saale). Zudem war er langj&#228;hriger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Analytische Psychotherapie und Tiefenpsychologie (DGAPT). Er ist ein deutschlandweit gefragter Vortragsredner und Bestsellerautor.</p></div><div><hr></div><h4><strong>Weitere Interviews erm&#246;glichen:</strong></h4><ul><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p><span>PayPal: info@bastian-barucker.de (</span><a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a><span>)</span></p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[«Anarchie – jetzt oder nie!» Im Gespräch mit Sylvie-Sophie Schindler ]]></title><description><![CDATA[Fernab des allt&#228;glichen Politiktheaters spricht die Journalistin und Philosophin mit mir &#252;ber die M&#246;glichkeit einer Gesellschaft ohne Herrschaft.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/anarchie-schindler</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/anarchie-schindler</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 20 Aug 2026 15:01:00 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/211281040/b22dca1f02d4e99438c77f347243a605.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r viele Menschen ist eine Gesellschaft ohne Herrschaft unvorstellbar. Der fest verankerte Impuls auf die Vorstellung einer anarchistischen Gesellschaft lautet meist: Ohne Politiker und Machtstrukturen, die unser Leben regeln, w&#252;rden wir im Chaos versinken. In den Medien geht es t&#228;glich um Politiker und Parteien, um ihre Wahlversprechen oder Skandale. Gleichzeitig vertraut laut einer <a href="https://nius.de/statistik/neue-zahlen-nicht-mal-jeder-fuenfte-deutsche-vertraut-den-parteien">Umfrage</a> nur noch 17 Prozent der Bev&#246;lkerung genau diesen omnipr&#228;senten Parteien. </p><p>Mit ihrem<a href="https://westendverlag.de/Anarchie-jetzt-oder-nie/2376"> neuen Buch</a> liefert die Journalistin und Autorin Sylvie-Sophie Schindler eine Art Ode an die Herrschaftslosigkeit sowie eine Liebeserkl&#228;rung an die Menschheit. Darin pl&#228;diert sie f&#252;r einen Ausstieg aus der Politik, die sie als Sekte betrachtet. Die Bev&#246;lkerung wiederum ist wie s&#252;chtig nach diesem politischen Theater und hat dabei die Kompetenz verloren, sich eine Gesellschaft ohne Herrscher vorzustellen oder zu gestalten.  Diese F&#228;higkeit ist jedoch wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Genau diese egalit&#228;ren Wurzeln des menschlichen Zusammenseins haben mich in diesem Gespr&#228;ch auch dazu verleitet, einige eigene Gedanken zu einem herrschaftsfreieren Zusammenleben zu &#228;u&#223;ern. So entstand zeitweise ein inspirierender Dialog zum Thema Anarchie. </p><p>Sie kann jedoch nicht verordnet oder als Konzept von au&#223;en eingef&#252;hrt werden. Sie kann nur entstehen, wenn Menschen ihr Leben in Gemeinschaft durch Selbstreflexion und Eigenverantwortung selbst gestalten wollen und dem verlockenden Angebot der Verantwortungsabgabe durch Parteien und Politiker widerstehen. Dieser Entw&#246;hnungs- und Selbsterm&#228;chtigungsprozess findet nicht &#252;ber Nacht statt, sondern entfaltet sich nur langfristig. &#196;hnlich wie bei einem Athleten ist daf&#252;r die Bereitschaft gefragt, viel zu trainieren und am Ball zu bleiben. Daf&#252;r wiederum braucht es &#220;bungsr&#228;ume im Alltag, um gemeinsam, verbunden und mit so wenig Hierarchie wie m&#246;glich zusammenzuleben. Angesichts der aktuellen durch die Politik verursachten Lebensumst&#228;nde ist es h&#246;chste Zeit die Kunst des Zusammenlebens selbst in die Hand zu nehmen. Vielleicht hat Sylvie-Sophie Schindler sogar Recht mit ihrem Buchtitel: &#171;Anarchie - jetzt oder nie!&#187;.</p><div><hr></div><p></p><h4><strong>Weitere Produktionen erm&#246;glichen:</strong></h4><ul><li><p>Produktionskosten: ca. 1700 &#8364;</p></li><li><p>Produktion: https://www.screen-talk.de</p></li><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS</p></li><li><p><span>PayPal: info@bastian-barucker.de (</span><a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a><span>)</span></p></li><li><p>Betreff: Schenkung</p></li></ul>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Alternativen zur Maschinenmedizin mit Prof. Christian Schubert]]></title><description><![CDATA[Das mechanistische Menschenbild der klassischen Schulmedizin reicht nicht aus, um den Menschen in seiner Ganzheit zu erfassen. Prof. Schubert zeigt Wege aus der Maschinenmedizin auf.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/maschinenmedizin-schubert</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/maschinenmedizin-schubert</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 06 Aug 2026 15:31:36 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/208955808/0cbda2dd71d9b3b18796cd8c11794150.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://bbarucker.podigee.io/275-alternativen-zur-maschinenmedizin">Podcast</a> // <a href="https://youtu.be/Xqg814lXv1Q">Youtube</a> // <a href="https://odysee.com/@bastianbarucker:c/maschinenmedizin-schubert-malchow:6">Odysee</a></p><p>Obwohl die Ausgaben f&#252;r das Gesundheitswesen seit Jahrzehnten kontinuierlich steigen, werden die Menschen nicht ges&#252;nder. Im Gegenteil: Die Zahl der chronischen Erkrankungen in den westlichen L&#228;ndern nimmt weiter zu und die Gesellschaft wird immer kr&#228;nker. Das System aus Politik, Pharmaindustrie und Medizinapparat ist jedoch ideologisch so auf das klassisch Messbare und Stoffliche ausgerichtet, dass relevante Faktoren f&#252;r das Gesundsein oder Krankwerden ausgeklammert werden. Genau um diese weitgehend vernachl&#228;ssigten Faktoren geht es dem Psychoneuroimmunologen <a href="https://www.christian-schubert.at">Prof. Christian Schubert</a> von der Universit&#228;t Innsbruck. Anl&#228;sslich des 70. und letzten <a href="https://www.nordkurier.de/regional/uckermark/70-abende-gegen-die-angst-warum-ein-pfarrer-arzte-zweifelnde-und-trostsuchende-in-eine-kirche-holte-4672856">Malchower Formats</a> Ende Juni 2026 gab er einen Einblick in seine 30-j&#228;hrige Forschung. Ihm geht es darum, dass Patienten nicht ihre Biografie, ihre Traumata und ihre Werte an der Praxist&#252;r abgeben und fortan nur noch &#252;ber Laborwerte definiert werden. Laut Schubert spielen diese psychologischen und emotionalen Faktoren eine sehr einflussreiche Rolle bei der gesundheitlichen Betrachtung des Individuums. Schubert wird jedoch, und auch das ist symboltr&#228;chtig, in der Fachliteratur nicht erw&#228;hnt. Vielleicht ist das System der Maschinenmdizin nicht daran interessiert den Blick zu weiten und auf das Immunsystem einwirkende Faktoren, die nicht durch Laborwerte messbar sind, anzuerkennen. </p><p>Schuberts Vortrag ist eine Einladung, die Medizin und den Menschen ganzheitlicher und umfassender zu betrachten. Dabei er&#246;ffnen sich Ans&#228;tze, die in der Pr&#228;vention von Krankheiten und in der Heilung weitaus effektiver sein k&#246;nnten. </p><div><hr></div><p><strong>Weitere Produktionen erm&#246;glichen:</strong></p><ul><li><p>Produktionskosten: 2000 &#8364;</p></li><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS, Betreff: Schenkung</p></li><li><p><span>PayPal: info@bastian-barucker.de (</span><a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a><span>)</span></p></li></ul><p></p><p></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Termine]]></title><description><![CDATA[Hier finden Sie eine Liste all meiner kommenden Seminare und Vortr&#228;ge. Sie sind meist eine Mischung aus Wildnisp&#228;dagogik, Gef&#252;hls- und K&#246;rperarbeit sowie Publizistik.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/termine</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/termine</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Mon, 03 Aug 2026 09:16:00 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/75a25610-3593-4f51-9ed2-f9d85fbd8c47_3500x2500.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><strong>2026</strong></p><ul><li><p><a href="https://bsw-vg.de/festival-der-meinungsfreiheit-am-30-august-in-magdeburg-gemeinsam-gegen-cancel-culture/">30. August Festival der Meinungsfreiheit in Magdeburg</a></p></li><li><p>7. Oktober <a href="https://bastian-barucker.de/wp-content/uploads/2026/09/BBarucker_Vereinnahmte-Wissenschaft.pdf">Vortrag &#252;ber die Corona-Politik in 89520 Heidenheim</a></p></li><li><p>8. Oktober Vortrag &#252;ber die Corona-Politik und die Corona-Protokolle der Stadt K&#246;ln (Flyer folgt) Einlass: 18.45, Beginn: 19.30; Infos und Anmeldung unter: deine.anmeldung20@posteo.de</p></li><li><p>11.November, Buchpremiere im Kino Babylon in Berlin-Mitte. Ticekts unter: <a href="https://babylonberlin.eu/programm/live/literatur-live">https://babylonberlin.eu/programm/live/literatur-live</a></p></li><li><p>16.November <a href="https://saskia-ludwig.de/termine/buchvorstellung-barucker/">Buchvorstellung im deutschen Bundestag</a> (Anmeldung erforderlich)</p></li></ul><p><strong>2027</strong></p><ul><li><p><span>23. bis 25. April &#8211; </span><a href="https://wildnisschule-waldkauz.de/weiterbildung-wildnispaedagogik/"><span>Start der Weiterbildung Wildnisp&#228;dagogik nahe Usedom</span></a></p></li><li><p><span>28. April &#8211; </span><a href="https://www.wildnisschule-waldkauz.de/vogelsprache-training/">V<span>ogelsprache &#8211; Die Sprache des Waldes</span></a></p></li><li><p><span>12. Mai &#8211; </span><a href="https://www.wildnisschule-waldkauz.de/vogelsprache-training/"><span>Vogelsprache &#8211; Die Sprache des Waldes</span></a></p></li><li><p><span>20. bis 23. Mai &#8211; Die </span>Kommunikationsseminar: <a href="https://www.wildnisschule-waldkauz.de/truthspeaking-die-sprache-des-herzens/"><span>Sprache des Herzens</span></a></p></li><li><p><span>31. Mai bis 28. Juni &#8211; </span><a href="https://www.wildnisschule-waldkauz.de/wildnis-leben/"><span>Monatur &#8211; Ein Monat Natur mit dem Fokus Besinnung</span></a></p></li><li><p><span>8. bis 13. August &#8211; </span><a href="https://www.wildnisschule-waldkauz.de/kindercamp/"><span>Wildniscamp f&#252;r Kinder</span></a></p></li><li><p><span>16. bis 19. September &#8211; </span>Kommunikationsseminar <a href="https://www.wildnisschule-waldkauz.de/truthspeaking-die-sprache-des-herzens/"><span>Sprache des Herzens</span></a></p></li></ul>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Losdemokratie statt Wahloligarchie - Ausstieg aus dem Demokratietheater? ]]></title><description><![CDATA[Ich spreche mit Jochen Krattenmacher, dem Berliner Vorsitzenden der kleinen Partei &#8222;Losdemokratie&#8221;, &#252;ber Alternativen zur repr&#228;sentativen Parteiendemokratie.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/losdemokratie-statt-wahloligarchie</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/losdemokratie-statt-wahloligarchie</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 23 Jul 2026 15:30:41 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/206664336/926effd08e67401438f4800dcdb06db7.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://youtu.be/ZsdnbDybps4">Youtube</a>// <a href="https://odysee.com/@bastianbarucker:c/losdemokratie-krattenmacher:1">Odysee</a> // <a href="https://bbarucker.podigee.io/274-losdemokratie-statt-wahloligarchie">Podcast</a></p><p>In den Medien geht es t&#228;glich um Parteiprogramme, Spitzenpolitiker und deren Fehlverhalten, Koalitionsverhandlungen und Umfragen zur Parteienwahl. Dieser Fokus zementiert die Vorstellung, dass Parteien ein elementarer Bestandteil einer Demokratie sind. Dabei kam die Demokratie, die urspr&#252;nglich eine Vergesellschaftlichung von Macht bedeutete, anf&#228;nglich jedoch v&#246;llig ohne Parteien aus. Angesichts der negativen Auswirkungen von Fraktionszw&#228;ngen und Brandmauern erscheinen Parteien vor allem als Demokratieverhinderer.  </p><p>Das Gespr&#228;ch mit Jochen Krattenmacher, Ingenieur und Berliner Landesvorsitzender <a href="https://losdemokratie.de">der Lospartei</a>, dreht sich jedoch um weit mehr als die Rolle von Parteien. Es geht um das Konzept der Losdemokratie. Dieses Konzept beinhaltet unter anderem die Abschaffung von Berufspolitikerkarrieren und teuren Hochglanz-Wahlk&#228;mpfen mit Plakaten voller nichtssagender Slogans. Stattdessen sollen zuf&#228;llig ausgeloste Parlamente und Gremien eine bessere Repr&#228;sentation des Souver&#228;ns und somit bessere Entscheidungen zum Wohle der Menschen erm&#246;glichen. F&#252;r viele Demokraten ist dies jedoch kaum vorstellbar, da sie stark an die aktuelle Form der repr&#228;sentativen Demokratie verhaftet sind. Die Losdemokratie erm&#246;glicht jedoch eine R&#252;ckkehr zu den Anf&#228;ngen der Demokratie, als Wahlen als aristokratisch galten und das Los als demokratisch. </p><p>Laut Krattenmacher w&#252;rden durch die Losdemokratie massive Korruption und der immense Einfluss von Lobbyorganisationen auf die gew&#228;hlten Abgeordneten verhindert bzw. verringert. Es geht dabei auch um den Abbau von Herrschaftsstrukturen.</p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;11306cd7-e135-495f-b7c2-544f51c5e17c&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Besteht Demokratie immer daraus, alle vier Jahre zwischen ein paar Parteien w&#228;hlen zu k&#246;nnen, ohne genau zu wissen, inwiefern (ab)gegebene Wahlversprechen eingehalten werden? Gibt es neben dem immer wiederkehrenden Ritual von Parteienwahlkampf und anschlie&#223;endem Gang zur Urne auch andere Wege, um den Willen der Bev&#246;lkerung in den Parlamenten zu repr&#228;sen&#8230;&quot;,&quot;cta&quot;:null,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;showDescription&quot;:true,&quot;showImage&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;md&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Demokratie per Losverfahren - Im Gespr&#228;ch mit Timo Rieg&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:257864279,&quot;name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;bio&quot;:null,&quot;photo_url&quot;:null,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2024-03-02T18:42:21.000Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/86954a1b-bab9-460c-90cd-f3f645d3ade5_2000x1126.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/p/aleatorische-demokratie-timo-rieg&quot;,&quot;section_name&quot;:null,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:147455521,&quot;type&quot;:&quot;newsletter&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:2860043,&quot;publication_name&quot;:&quot;Bastian Barucker&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!VXDi!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43736115-6a36-427f-b14d-ecbd5b024988_500x500.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><p>Fraglich bleibt jedoch, ob sich angesichts der Macht der Medien und der kognitiven Kriegsf&#252;hrung, der alle B&#252;rger des Landes t&#228;glich ausgesetzt sind, wirklich etwas &#228;ndern w&#252;rde. Auf jeden Fall lohnt es sich, die fest betonierten Pfeiler des Demokratiespiels radikal infrage zu stellen und Herangehensweisen zu pr&#252;fen und auszuprobieren, die die aktuelle Elite-Demokratie abl&#246;sen k&#246;nnten.</p><div><hr></div><h4><strong>Weitere Produktionen erm&#246;glichen:</strong></h4><ul><li><p>Produktionskosten: ca. 1700 &#8364;</p></li><li><p>Produktion: https://www.screen-talk.de</p></li><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS, Betreff: Schenkung</p></li><li><p><span>PayPal: info@bastian-barucker.de (</span><a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a><span>)</span></p></li></ul>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Cichutek tätigt Aussagen mit Sprengkraft im U-Ausschuss in Thüringen]]></title><description><![CDATA[Zum ersten Mal muss Prof. Klaus Cichutek in einem Untersuchungsausschuss Fragen rund um die Corona-Impfkampagne und die Rolle des Paul-Ehrlich-Instituts beantworten.]]></description><link>https://www.barucker.press/p/cichutek-ausschuss-thueringen</link><guid isPermaLink="false">https://www.barucker.press/p/cichutek-ausschuss-thueringen</guid><dc:creator><![CDATA[Bastian Barucker]]></dc:creator><pubDate>Thu, 16 Jul 2026 05:15:44 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/f30c394e-bac5-4ce2-91f9-66a53ff98ca3_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://bbarucker.podigee.io/277-ex-pei-chef-als-zeuge-geladen">Podcast anh&#246;ren</a></p><p style="text-align: center;">Am 30. Juni 2026 kam der <a href="https://www.thueringer-landtag.de/landtag/ausschuesse-gremien/untersuchungsausschuesse/ua-8/1-corona-massnahmen-in-thueringen/">Corona-Untersuchungsausschuss in Th&#252;ringen</a> zusammen. Im Erfurter Landtag fand an diesem Tag hinsichtlich der Corona-Aufarbeitung eine Premiere statt. Der ehemalige Pr&#228;sident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, war w&#228;hrend des gesamten Corona-Geschehens zum ersten Mal als Zeuge geladen. Das PEI ist die Bundesoberbeh&#246;rde, die f&#252;r die &#220;berwachung der Sicherheit der Corona-Impfkampagne verantwortlich war. Es war au&#223;erdem an der Zulassung der neuartigen, sogenannten Corona-Impfstoffe beteiligt und wertete die Verdachtsf&#228;lle von Nebenwirkungen aus. Bundesweit beziehen sich Gerichte bei Rechtsstreiten rund um Haftungsfragen bei Impfsch&#228;den auf die Einsch&#228;tzungen des PEI. Dem PEI kommt also, &#228;hnlich dem Robert-Koch-Institut (RKI) eine zentrale Rolle im gesamten Corona-Geschehen zu. </p><p style="text-align: center;">Das PEI sorgte jedoch von Anfang an aufgrund vermehrter Intransparenz und der jahrelangen Nichtver&#246;ffentlichung relevanter Daten f&#252;r Schlagzeilen. Gleichzeitig beteuerte es immer wieder, die Impfstoffe und deren Sicherheit w&#252;rden sorgf&#228;ltig und nach bestem Wissen und Gewissen &#252;berpr&#252;ft. Nun gab es erstmals die M&#246;glichkeit, den damals zust&#228;ndigen Pr&#228;sidenten des PEI zu befragen. Vor dem Ausschuss gleicht Cichuteks Zeugenaussage einer einzigen Selbstbeweihr&#228;ucherung ohne jegliche Selbstkritik. Er stellte jedoch eine Vielzahl von Behauptungen auf, deren Wahrheitsgehalt h&#246;chst fragw&#252;rdig ist. Das ist bei einer Zeugenaussage vor einem Untersuchungsausschuss jedoch keine Lappalie. Er leugnete die Untererfassung von Impfnebenwirkungen, ohne dies belegen zu k&#246;nnen, und traf m&#246;glicherweise fachlich falsche Aussagen zu immunologischen Grundlagen rund um Corona. Zudem &#228;u&#223;erte er sich h&#246;chst fragw&#252;rdig zur Risiko-Nutzen-Analyse eines Corona-Impfstoffs und konnte nicht beantworten warum im PEI Jahre lang keine Protokolle angelegt wurden. </p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. Um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen, sollten Sie ein Free- oder Paid-Abonnent werden.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p style="text-align: center;">Au&#223;er der AfD erm&#246;glichen es fast alle anderen Fraktionen, dass die enorme Einseitigkeit seiner Aussagen bestehen bleibt, weil kaum kritische Nachfragen gestellt werden und die anwesenden Abgeordneten wahrscheinlich nicht &#252;ber das ausreichende Hintergrundwissen verf&#252;gen, um die eklatanten Vers&#228;umnisse der Bundesbeh&#246;rde anzusprechen. Das liegt auch daran, dass alle Parteien au&#223;er der AfD die Corona-Impfkampagne fast uneingeschr&#228;nkt unterst&#252;tzt haben. Eine fundierte Auseinandersetzung mit seinen Aussagen in Erfurt lohnt sich trotzdem.</p><div><hr></div><p>Cichutek kam nicht allein. Direkt neben ihm sa&#223; der Anwalt Dr. Wolfram Hertel von der Wirtschaftskanzlei Raue aus Berlin als Zeugenbeistand. Diese Kanzlei wurde auch damals vom Robert-Koch-Institut (RKI) beauftragt, die umfangreichen Schw&#228;rzungen in den freigeklagten Protokollen des Corona-Krisenstabes <a href="https://multipolar-magazin.de/meldungen/0028">vorzunehmen</a>. Auch ein Mitarbeiter der ehemaligen Dienstaufsicht von Cichutek war anwesend, ein Mitarbeiter aus dem Bundesgesundheitsministerium. Nach einer Einweisung durch die Vorsitzende und dem Hinweis, dass Falschaussagen oder das Verschweigen von Tatsachen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen k&#246;nnen, begann die Befragung des Zeugen. Das Bundesgesundheitsministerium, also Cichuteks damaliger Dienstherr, hatte dem Ausschuss zuvor mitgeteilt, dass f&#252;r ihn eine Aussagegenehmigung erteilt wurde. Da das Erstellen von Audio- und Videoaufnahmen verboten ist, ist eine Berichterstattung nur durch pers&#246;nlichen Besuch des Landtages und Mitschreiben der Aussagen m&#246;glich. Im Gegensatz zur Enquetekommission k&#246;nnen falsche Aussagen also erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Aus diesem Grund erfolgt eine sehr detailgetreue Berichterstattung der zentralen Aussagen des ehemaligen PEI-Pr&#228;sidenten. </p><p>Nach der Einf&#252;hrung begann die Zeugenaussage mit einer Stellungnahme von Prof. Cichutek. Zun&#228;chst gab er einen &#220;berblick &#252;ber seine Karriere und stellte die Aufgaben und die Geschichte des PEI vor. Anschlie&#223;end folgte eine generelle Einsch&#228;tzung zur Arbeit des PEI w&#228;hrend der Corona-Krise. Cichutek betonte: &#171;Ich glaube, dass wir als Paul-Ehrlich-Institut zur schnellen Entwicklung und Zulassung sowie zur Qualit&#228;t, Sicherheit und Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe insbesondere beigetragen haben &#8211; und das unter Einhaltung aller gebotenen Sorgfalt. Das m&#246;chte ich hier betonen.&#187; </p><p>Diese Einsch&#228;tzung wird Cichutek im Verlaufe der knapp 2,5 Stunden mehrmals &#228;u&#223;ern. Laut Cichutek haben seine Mitarbeiter auch Weihnachten und andere Feiertage ignoriert, um &#171;daf&#252;r zu sorgen, dass alles regelgerecht passiert&#187;. Bezug nehmend auf die regelm&#228;&#223;ig erscheinenden Sicherheitsberichte f&#252;r die Corona-Impfstoffe, die das PEI herausgibt, behauptet Cichutek, dass diese anf&#228;nglich w&#246;chentlich erschienen sind und die Perioden danach etwas l&#228;nger wurden. Wie lange diese sind, sieht man, wenn man die Ver&#246;ffentlichungen der einzelnen Berichte nachverfolgt. Dort ist deutlich zu erkennen, dass die Zeitabst&#228;nde regelm&#228;&#223;ig ein bis mehrere Monate betragen. Der vorletzte Bericht erschien am 29. Juni 2023, der abschlie&#223;ende Bericht, auf den sich Cichutek mehrfach beziehen wird, hingegen erst im M&#228;rz 2025 &#8211; knapp 22 Monate sp&#228;ter. </p><p>Au&#223;erdem behauptete Cichutek vor dem Ausschuss, dass es seit 2024 &#171;keine neuen Erkenntnisse hinsichtlich der tats&#228;chlichen Nebenwirkungen&#187; der Impfstoffprodukte gebe. Am Ende seines Vortrags bezog er sich auf die ehemaligen Gesundheitsminister Lauterbach und Spahn und dankte namentlich einer langen Liste von Wissenschaftlern des Paul-Ehrlich-Instituts und der Bundesregierung. Kritik an seinem ehemaligen Vorgesetzten ist nicht zu vernehmen.</p><h4>Fremdschutz</h4><p>Die erste Frage von Lena Saniye G&#252;ng&#246;r (Die Linke), der Vorsitzenden, bezog sich auf den w&#228;hrend des Coronageschehens verwendeten Begriff des Fremdschutzes. Sie wollte wissen, ob dieser im PEI Anwendung fand. Cichutek gab an, dass die Begriffe &#171;Fremdschutz&#187; und &#171;Selbstschutz&#187; nicht &#252;blicherweise verwendet werden. Laut Cichutek komme es vor allem darauf an, dass die Impfstoffe qualitativ hochwertig und sicher sind. Doch seit Beginn der Corona-Impfkampagne gibt es Zweifel an der Sorgfalt des PEI bei der &#220;berpr&#252;fung. Hier spielt der Impfstoff AstraZeneca eine bedeutsame Rolle, der im Laufe der Befragung noch st&#228;rker in den Fokus r&#252;ckte. Der SWR <a href="https://web.archive.org/web/20210613140004/https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/stoffe-in-astrazeneca-impfstoff-gefunden-100.html">berichtete</a> im Mai 2021: &#171;Forschende um Professor Stefan Kochanek, Leiter der Abteilung Gentherapie der Ulmer Universit&#228;tsmedizin, hatten drei Chargen des Astrazeneca-Impfstoffs unter anderem mit biochemischen Methoden untersucht. Dabei fiel auf, dass darin Eiwei&#223;e enthalten waren, die nicht zum Impfstoff geh&#246;rten. Mehr als die H&#228;lfte davon waren menschlichen Ursprungs.&#187; Der Bericht deckt auf, dass zwei Drittel der in den Impfstoffdosen enthaltenen Stoffe dort nicht enthalten sein d&#252;rfen. Wie konnten so stark verunreinigte Impfstoffe &#252;berhaupt in Umlauf geraten, obwohl das PEI angeblich daf&#252;r sorgt, dass die Impfstoffe qualitativ hochwertig sind? </p><p>Doch kommen wir zur&#252;ck zur Debatte &#252;ber den Fremdschutz. Die Zulassungsstudien der Corona-Impfstoffe und der damit verbundene Wirksamkeitsnachweis bezogen sich auf symptomatische Corona-Infektionen, insbesondere auch auf schwere Verl&#228;ufe, so Cichutek.</p><p>Hinsichtlich des Infektionsschutzes von Dritten, also des sogenannten Fremdschutzes, sei dies in den Zulassungsstudien oft eine &#171;sekund&#228;re Erw&#228;gung, ein sekund&#228;res klinisches Pr&#252;fungsziel&#187; gewesen. &#171;Das hei&#223;t, die Impfstoffe wurden von vornherein so entwickelt, dass sie vor Krankheit sch&#252;tzen. Das ist &#252;brigens bei allen Impfstoffen so.&#187;</p><p>Laut dem Biostatistiker und ehemaligen Harvard-Professor <a href="https://www.barucker.press/p/falsche-impfstoffe-verabreicht?utm_source=publication-search">Martin Kulldorff</a> waren die Zulassungsstudien aber gar nicht darauf ausgelegt, festzustellen, ob die Impfstoffe die &#220;bertragung verringern,&#187; Diese Einsch&#228;tzung <a href="https://www.barucker.press/p/jens-spahn-corona-enquete?utm_source=publication-search">best&#228;tigte</a> auch der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn in der Enquetekommission des deutschen Bundestages im Dezember 2025. Der Immunologe Andreas Radbruch und der &#246;sterreichische Public-Health Experte Martin Sprenger <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/corona-impfstoffe-zum-fremdschutz-haben-sich-vorwiegend-immunologische-dilettanten-geaeussert-2256494">&#228;u&#223;erten</a> sich wie folgt dazu: &#171;Bei den Zulassungsstudien wurde die Reduktion symptomatischer Ansteckungen gemessen, allerdings nicht, ob Geimpfte auch weniger ansteckend sind. Keine Zulassungsbeh&#246;rde hat irgendeinem Corona-Impfstoff bescheinigt, dass er das &#220;bertragungsrisiko reduziert.&#187; Selbst Pfizer <a href="https://weltwoche.ch/daily/pfizer-vertreterin-schockt-mit-aussage-der-covid-impfstoff-sei-nicht-auf-die-uebertragbarkeit-des-virus-getestet-worden/">r&#228;umte</a> in einer Anh&#246;rung im EU-Parlament ein, dass der Impfstoff nie auf die &#220;bertragbarkeit des Virus getestet wurde. </p><p>Eine Nachfrage zu mobilen Impfteams lie&#223; Cichutek unbeantwortet, da diese nicht in den Zust&#228;ndigkeitsbereich des PEI fallen. Anschlie&#223;end folgte die Befragung durch die Fraktionen, beginnend mit der AfD.</p><h4><strong>Das Astrazeneca-Debakel </strong></h4><p>Cichutek ist stolz darauf, &#171;dass das PEI als eines der ersten die Sinusvenenthrombosen als schwerwiegende Nebenwirkungen der Adenovektor-Covid-Impfstoffe entdeckt hat.&#187; Damit meint Cichutek den f&#252;r sein schlechtes Sicherheitsprofil bekannten Astrazeneca-Impfstoff. Laut Cichutek zeige das, wie aufmerksam die Wissenschaftler des PEI in der Corona-Zeit agiert haben und wie gut das System funktioniert. Seiner Einsch&#228;tzung nach habe man damals sehr schnell auf Risiken reagiert. Richtigerweise konfrontiert die AfD in einer Fragerunde Cichutek mit dem tats&#228;chlichen Ablauf des Geschehens. Dieser zeigt aber, dass tats&#228;chlich L&#228;nder wie D&#228;nemark, Island und Norwegen die Richtung vorgaben und daher die Impfung mit diesem Produkt schon am 11. M&#228;rz 2021 ausgesetzt hatten. In Deutschland gab es bereits Mitte Februar 2021 <a href="https://www.focus.de/regional/hamburg/ausfaelle-nach-impfung-mit-astrazeneca-pflegerin-schildert-wie-es-ihr-erging_id_12990670.html">mehrfach</a> <a href="https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Klinik-stoppt-Corona-Impfung-nach-vielen-Krankmeldungen-417151.html">Berichte</a> &#252;ber alarmierende Zahlen von Krankmeldungen nach der Impfung mit Astrazeneca. </p><p>Das PEI ging sogar auf die Warnungen aus D&#228;nemark ein und sah am 11. M&#228;rz 2021 noch <a href="https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2021/210311-covid-19-vaccine-astra-zeneca-erklaerung-pei.html">keinen Anlass</a> die Astrazeneca-Impfkampagne in Deutschland auszusetzen. Auch die EMA <a href="https://www.ema.europa.eu/en/news/covid-19-vaccine-astrazeneca-prac-investigating-cases-thromboembolic-events-vaccines-benefits-currently-still-outweigh-risks-update">beschwichtigte</a> noch am selben Tag. Das PEI <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/meldungen/faq-temporaere-aussetzung-astrazeneca.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">wartete</a> jedoch bis zum 15. M&#228;rz 2021 bis sie die Aussetzung der Impfung <a href="https://www.youtube.com/watch?app=desktop&amp;v=hiiRkuKJorQ&amp;ra=m">empfahl</a>. Als die Impfungen am 19.03.21 trotz des gravierenden Risikosignals der Hirnvenenthrombosen &#252;berst&#252;rzt wieder aufgenommen wurden, ver&#246;ffentlichte die Gesellschaft f&#252;r Thrombose- und H&#228;mostaseforschung eine <a href="https://gth-online.org/wp-content/uploads/2021/03/GTH_Stellungnahme_AstraZeneca_3_19032021.pdf">Stellungnahme</a> und teilte mit, dass der Mechanismus, der Thrombosen ausl&#246;st, aufgekl&#228;rt sei. Au&#223;erdem wurde in der Stellungnahme festgehalten, dass die Zahl der Sinusthrombosen inzwischen auf 13 F&#228;lle angestiegen war (gegen&#252;ber einem erwartbaren Fall). </p><p>Das PEI habe laut Cichutek &#171;zusammen mit Bundesgesundheitsministerium ein Expertengremium zusammengerufen&#187; und  die Beobachtungen potentieller Risiken durch Astrazeneca &#171;nach Europa getragen&#187;. Damit meint Cichutek, den Ausschuss f&#252;r Risikobewertung im Bereich der Arzneimittelsicherheit (<a href="https://www.ema.europa.eu/en/committees/pharmacovigilance-risk-assessment-committee-prac">PRAC</a>) der EMA. Dieser spielt eine zentrale Rolle bei der Sicherheits&#252;berwachung der Impfstoffe in Europa. Anscheinend war der Nutzen dieses Impfstoffes gar nicht so eindeutig. Cichutek f&#252;hrt diesbez&#252;glich Folgendes aus: &#171;Im europ&#228;ischen System h&#228;tte auch entschieden werden k&#246;nnen, dass vielleicht die Nutzen-Risiko-Analyse nicht stimmt, aber ich bitte in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass wir in einer Fr&#252;hphase der Pandemie waren, in der sehr viele Menschen verstorben sind an Covid.&#187; </p><p>H&#228;ngt die Beurteilung der Wirksamkeit eines Impfstoffs nicht nur von den Ergebnissen der Zulassungsstudien, sondern auch vom Sterbegeschehen in der Bev&#246;lkerung ab? Erstens gab es im gesamten ersten Coronajahr <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/uni-duisburg-essen-im-corona-jahr-2020-sind-weniger-menschen-gestorben-190683">kein auff&#228;lliges Sterbegeschehen</a>. Zweitens sollte ein Impfstoff doch an sich ein g&#252;nstiges Risiko-Nutzen-Profil aufweisen, damit er zugelassen wird. Dies hatte Cichutek am 16.03.21 auch gegen&#252;ber WELT genauso <a href="https://www.youtube.com/watch?app=desktop&amp;v=hiiRkuKJorQ&amp;ra=m">mitgeteilt</a>.</p><p>Am 18. M&#228;rz 2021 wurde der Impfstoff in Deutschland <a href="https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/coronavirus/id_89683726/impfstoff-von-astrazeneca-freigegeben-wie-geht-es-jetzt-weiter-.html">wieder freigegeben</a>. In den <a href="https://www.rkileak.com/view?f=Sitzungsprotokolle/2021/Ergebnisprotokoll_Krisenstabssitzung_2021-03-19.docx">Protokollen</a> des Corona-Krisenstabes des RKI finden sich einen Tag sp&#228;ter Vermerke zum Geschehen rund um Astrazeneca. Dort ist von &#171;viel Aufregung generell&#187; die Rede. Au&#223;erdem halten die RKI-Experten fest, dass die St&#228;ndige Impfkommission (STIKO) &#171;&#252;berlegt, ob bei diesem Signal gewisse Personengruppen lieber mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden sollten&#187;. Gleichzeitig wird vermerkt, dass &#171;dies jedoch kommunikativ und bez&#252;glich der Akzeptanz schwierig ist&#187;. Es ist von &#171;intensiven internen Diskussionen&#187; die Rede. </p><p>Bez&#252;glich der Arbeit des PEI protokollieren die Mitglieder des RKI-Krisenstabes ein enorm hohes Aufkommen an Nebenwirkungsmeldungen: &#171;Das PEI hatte am Montag 1600 Meldungen, die individuell abgearbeitet werden m&#252;ssen. Dies liegt m&#246;glicherweise an der erh&#246;hten Aufmerksamkeit. Das PEI und die Pharmakovigilanzstellen kommen nicht gut hinterher.&#187; Das PEI ist also mit der Auswertung von Verdachtsf&#228;llen &#252;berfordert &#8211; und trotzdem wird die AstraZeneca-Impfkampagne in Deutschland fortgef&#252;hrt, w&#228;hrend andere europ&#228;ische L&#228;nder den Impfstoff komplett vom Markt nehmen. </p><p>In einer weiteren Fragerunde fragt die AfD, warum es bis Ende M&#228;rz 2021, also &#252;ber zwei Wochen, gedauert hat, bis die Astrazeneca-STIKO-Impfempfehlung auf &#252;ber 60-J&#228;hrige eingeschr&#228;nkt wurde. Das PRAC habe entschieden, dass das Nutzen-Risiko-Verh&#228;ltnis weiterhin g&#252;nstig ist. Warum es zwei Wochen dauerte, kann Cichutek heute nicht mehr rekapitulieren. Seiner Meinung nach wurde sehr schnell und tief in den Daten gebohrt. </p><p>Sp&#228;ter stellte die AfD-Fraktion diesbez&#252;glich fest, dass die Sicherheitsbedenken bez&#252;glich AstraZeneca nicht urspr&#252;nglich vom Paul-Ehrlich-Institut, sondern aus Skandinavien kamen. Laut Cichutek habe man sowohl in D&#228;nemark als auch im PEI Sinusvenenthrombosen beobachtet. Er betont erneut, dass das Spontanmeldesystem &#171;gut geeignet ist, um auch sehr seltene Risiken von Impfstoffen sehr fr&#252;h aufzudecken&#187;. Durch eine angeblich schnelle &#196;nderung der Impfempfehlung durch die STIKO konnte laut Cichutek daf&#252;r gesorgt werden, dass das Problem der Sinusvenenthrombosen nur in geringem Ma&#223;e auftrat. Letztendlich resultierten laut <a href="https://www.zeit.de/gesundheit/2026-02/impfnebenwirkungen-astrazeneca-thrombosen-vitt-immunreaktion">offiziellen Angaben</a> aus den AstraZeneca-Gerinnungskomplikationen jedoch bis Mai 2023 200 nachgewiesene Todesf&#228;lle in Europa.</p><p>Der PRAC-Ausschuss brauchte dann drei Wochen l&#228;nger als die Gesellschaft f&#252;r Thrombose- und H&#228;mostaseforschung, um einen kausalen Zusammenhang zwischen der Astrazeneca-Impfung und sehr seltenen F&#228;llen ungew&#246;hnlicher Blutgerinnsel zu <a href="https://www.ema.europa.eu/en/news/astrazenecas-covid-19-vaccine-ema-finds-possible-link-very-rare-cases-unusual-blood-clots-low-blood-platelets">best&#228;tigen</a>. Am Beispiel von AstraZeneca wird deutlich, wie viel Zeit verstreichen kann, bis das PEI und die EMA auf Risikosignale reagieren. </p><p>Trotzdem behauptete Cichutek im Untersuchungsausschuss: &#171;Wir haben alle unsere Informationen &#252;ber die Sicherheit der Impfstoffe der Bev&#246;lkerung und den Fachkreisen sehr schnell kommuniziert &#252;ber Presse, Funk und Fernsehen und die Sicherheitsberichte.&#187;</p><p>Dass dem aber nicht so war, zeigt auch der Umgang des PEI mit den Herzmuskel- und Herzbeutelentz&#252;ndungen nach mRNA-Impfung, die erst im Juli 2021 via Rote-Hand-Brief kommuniziert wurden, obwohl Signale aus Israel seit Monaten vorlagen.</p><h4>Die Daten der kassen&#228;rztlichen Vereinigung</h4><p>Als N&#228;chstes geht es im Untersuchungsausschuss um die gem&#228;&#223; Infektionsschutzgesetz vorgeschriebene Auswertung der Abrechnungsdaten der Kassen&#228;rztlichen Vereinigungen durch das PEI. Die AfD-Fraktion m&#246;chte konkret wissen, ob diese Daten f&#252;r die Impfstoff&#252;berwachung von Bedeutung sind. </p><p>Cichutek zufolge sind diese Daten ein &#171;zus&#228;tzlicher, wichtiger Beitrag, um Risiken zu erkennen oder zu erh&#228;rten&#187;. Allerdings wollte nur eine Krankenkasse die Daten zur Verf&#252;gung stellen. Cichutek w&#252;nscht sich die notwendigen digitalen Voraussetzungen daf&#252;r, dass bei kommenden Pandemien dieser Datentransfer schneller geschehen kann. &#171;Bis zum Ende meiner Amtszeit bestand das Problem, diese Daten dem PEI zu &#252;berlassen&#187;, so Cichutek. </p><p>Auf die Frage, warum die erste &#220;bertragung dieser Daten erst im vierten Quartal 2024 stattfand, antwortete Cichutek, die Beteiligten h&#228;tten nicht zugestimmt, am Datentransfer teilzunehmen, und die Daten seien digital nicht zug&#228;nglich gewesen. Laut Cichutek habe das PEI &#171;sehr nachgehakt&#187;, um diese Daten zu erhalten. Man sei mit dem bereits vorhandenen System jedoch &#171;sehr gut aufgestellt&#187;. Zus&#228;tzliche Daten seien jedoch immer n&#252;tzlich, um eine bessere Evidenzlage zu haben, so Cichutek. Wie gut oder schlecht das vorhandene Meldesystem funktioniert, wird in einer sp&#228;teren Fragerunde noch thematisiert. </p><p>In einem <a href="https://fragdenstaat.de/anfrage/kbv-daten-durch-anwalt-von-tom-lausen-ans-pei-uebergeben/857428/anhang/02-perspektive-impfsurveillance-digimpfquotenmonitoring-red_geschwaerzt.pdf">Schreiben</a> vom 6. Juli 2021 an das Gesundheitsministerium hatte das PEI noch anders argumentiert. Dort hie&#223; es bez&#252;glich der Bedeutung der Daten der Kassen&#228;rztlichen Vereinigung (KV): &#171;Um die Sicherheit pandemischer Impfstoffe suffizient beurteilen zu k&#246;nnen, ben&#246;tigt das PEI das Pseudonym geimpfter Personen. Dies erm&#246;glicht eine Auswertung von KV-Daten sowie die Sekund&#228;rdatenanalyse von Krankenkassendaten f&#252;r die Zwecke der Pharmakovigilanz, sofern gezeigt werden kann, dass das Pseudonym zur Auswertung dieser Datenquellen geeignet ist. Ist dies nicht der Fall, ist eine umfassende Beurteilung der Sicherheit der COVD-19-Impfstoffe auf Basis deutscher Daten nicht m&#246;glich.&#187;</p><p>Diese Daten sind also von elementarer Bedeutung und nicht, wie Cichutek dem Untersuchungsausschuss wei&#223;machen will, nur eine nette zus&#228;tzliche Evidenz.  Der Journalist Volker Rekittke, der die gesetzeswidrige Nichtauswertung der Daten mitverfolgt hat, <a href="https://connections.news/gesundheit/totalausfall-thema-impftstoffsicherheit-eine-chronologie/">bezeichnet</a> das Geschehen als &#171;Beh&#246;rdenversagen&#187; und einen &#171;<span>Totalausfall Impfstoffsicherheit&#187;</span></p><p>Auf die Frage, ob in den Sicherheitsberichten des PEI erw&#228;hnt wurde, dass die f&#252;r die Sicherheitsbewertung als relevant eingesch&#228;tzten Daten der Kassen&#228;rztlichen Vereinigung (KV) nicht ausgewertet wurden, kann sich Cichutek nicht erinnern. Auf die Frage, ob er die &#214;ffentlichkeit, den Bundestag und das Gesundheitsministerium dar&#252;ber informiert habe, dass die KV-Daten nicht ausgewertet wurden, antwortet Cichutek, dass das PEI nur dem Gesundheitsministerium gegen&#252;ber berichtspflichtig ist und dass anderweitige Anfragen beantwortet wurden. Das PEI hat also nicht proaktiv und &#246;ffentlich darauf hingewiesen, dass die gesetzlichen Vorschriften, die eine solide Risikoeinsch&#228;tzung der Impfstoffe erm&#246;glichen sollen, nicht eingehalten wurden. </p><p>Auf die Frage, ob er seine Bewertung der Impfstoffe unter Einbezug der KV-Daten &#228;ndern w&#252;rde, antwortete Cichutek, dass er die Daten nicht eingesehen habe. Er f&#252;gte hinzu, dass man aufgrund der schnellen Verimpfung von so vielen Impfstoffdosen sehr viel im Detail &#252;ber ihre Wirkungsweise und ihre Risiken wisse. </p><p>Frau Muhsal von der AfD will wissen, inwiefern Cichutek &#171;Druck gemacht habe&#187;, um der gesetzlichen Pflicht zur Auswertung der kassen&#228;rztlichen Daten nachzukommen. Nach einem kurzen &#171;Nein&#187; erl&#228;utert Cichutek auf Nachfrage mehrere Versuche, mit der Vereinigung zu reden und &#171;auf politischem Wege positiv Einfluss zu nehmen&#187;. Konkreter wird er leider nicht. </p><h4><span>Das Spontanmeldesystem</span></h4><p>Wie sieht es mit dem seit Jahren bestehenden Spontanmeldesystem f&#252;r Verdachtsfallmeldungen aus, das von &#196;rzten, Betroffenen und Angeh&#246;rigen genutzt wird und laut Cichutek gut funktioniert? &#196;rzte sind sogar verpflichtet, Verdachtsf&#228;lle von Impfnebenwirkungen zu melden. Im Rechtsstreit um die Daten der SafeVac2.0-App traf das PEI jedoch eine Aussage &#252;ber dieses System und seine Qualit&#228;t, die dem widerspricht, was Cichutek im Th&#252;ringer Landtag behauptet. Vor Gericht <a href="https://blog.bastian-barucker.de/paul-ehrlich-institut-gericht-corona-impfstoff/">behauptet das PEI</a> n&#228;mlich: &#171;[W]ie auch das Spontanmeldesystem dient die SafeVac 2.0-Studie nicht dazu, konkrete H&#228;ufigkeiten des Auftretens von Nebenwirkungen zu ermitteln. Dies ist Sinn und Zweck von klinischen Pr&#252;fungen mit kontrollierten, randomisierten und verblindeten Designs. Es ist allenfalls die Erkennung von Trends m&#246;glich.&#171; </p><p>Laut Cichutek gab es jedoch w&#228;hrend der Coronazeit eine sehr hohe Aufmerksamkeit sowohl in der Bev&#246;lkerung als auch bei &#196;rzten. Es seien &#171;viel mehr Verdachtsfallmeldungen&#187; eingegangen, so Cichutek. Mithilfe quantitativer und qualitativer Analysen werden diese Meldungen dann genutzt, um &#171;herauszufiltern, welche m&#246;glichen Nebenwirkungen die Impfstoffe haben&#187;. Laut Cichutek habe dies hervorragend funktioniert, und Cichutek betont ein weiteres Mal, dass das PEI mit diesem System sehr gut aufgestellt sei.</p><p>Wortw&#246;rtlich sagt er: &#171;Das Spontanmeldesystem, gekoppelt mit entsprechenden weitergehenden Analysen, hat sich bew&#228;hrt und gezeigt, dass es sehr schnell Risiken mit bestimmten Impfstoffprodukten aufdecken kann. Dazu ist es geeignet und hat seine Eignung gezeigt.&#187; </p><p>Auf Nachfrage der CDU-Fraktion erl&#228;utert Cichutek die Grundlagen des Spontanmeldesystems und verweist darauf, dass mithilfe der SafeVac2.0-App ebenfalls ein aktives &#220;berwachungssystem installiert wurde. Er betont auch die europaweite Vernetzung und Analyse von potentiellen Alarmsignalen. </p><p>Leider wurde die SafeVac2.0.-App w&#228;hrend der gesamten Befragung nie gr&#252;ndlich thematisiert. Meine <a href="https://www.barucker.press/p/pei-safevac-gericht?utm_source=publication-search">presserechtlichen Gerichtsverfahren</a> haben aufgedeckt, dass das PEI auch fast zwei Jahre nach Beendigung der Datenerhebung nicht wei&#223;, wie viele Meldungen der Studienteilnehmer &#252;ber Nebenwirkungen aufgrund der App konkret eingegangen sind. Au&#223;erdem hat das PEI keine Auswertung der Daten publiziert. Es hat sogar die gesetzlich vorgeschriebenen Meldefristen f&#252;r Nebenwirkungsmeldungen an die europ&#228;ische Datenbank <a href="https://blog.bastian-barucker.de/safevac-pei-daten/">massiv verletzt</a>.</p><h4>Die Zulassungsstudien</h4><p>Auf die Frage, inwiefern der damals herrschende Druck, einen Impfstoff auf den Markt zu bringen, Einfluss auf das PEI oder ihn pers&#246;nlich genommen hat, antwortet Prof. Cichutek: &#171;Das Paul-Ehrlich-Institut hat diesen Druck nicht empfunden und auch ich pers&#246;nlich habe ihn nicht empfunden. Bei unserer Arbeit geht es um eine rein wissenschaftliche Beurteilung der Datenlage. Und es ist auch so, dass die vorgeordnete Bundesbeh&#246;rde, das BMG, hier gar nicht einschreiten kann und auch nicht einschreiten will.&#187; Diese Behauptung erscheint im Lichte der vorhergehenden &#196;u&#223;erung zum Astrazeneca-Impfstoff nicht ganz kongruent. Erst bezieht sich Cichutek bez&#252;glich der Risiko-Nutzen-Analyse auf ein nicht <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/uni-duisburg-essen-im-corona-jahr-2020-sind-weniger-menschen-gestorben-190683">vorhandenes besonderes Sterbegeschehen</a>, welches es mit zu beachten g&#228;be, um dann zu behaupten, es ginge immer nur um eine rein wissenschaftliche Beurteilung der Datenlage. </p><p>Auf die Zulassungsstudien, die laut PEI Nebenwirkungen von Impfstoffen ermitteln k&#246;nnen angesprochen, &#228;u&#223;ert Cichutek ein Wort, das er mehrmals wiederholen wird: &#171;regelgerecht&#187;. Er sagt w&#246;rtlich: &#171;Die pivotalen Studien zur Feststellung der Sicherheit und Wirksamkeit vor der Zulassung waren regelgerecht.&#187; Doch stimmt diese Aussage? Erstens wurden die Zulassungsstudien <a href="https://www.bmj.com/content/373/bmj.n1244">zu fr&#252;h entblindet</a>, um aussagekr&#228;ftige Daten zu Nebenwirkungen und Wirksamkeit zu haben. <a href="https://www.bmj.com/content/375/bmj.n2635">Whistleblower meldeten besorgniserregende</a><span> Unregelm&#228;&#223;igkeiten hinsichtlich der Studiendurchf&#252;hrung. Au&#223;erdem gibt es Hinweise darauf, dass die sowieso eher irref&#252;hrenden angeblichen 95 Prozent relativer Wirksamkeit </span><a href="https://www.barucker.press/p/wirksamkeit-des-impfstoffs-von-pfizer?utm_source=publication-search"><span>gef&#228;lscht</span></a><span> waren. </span></p><p>Hinsichtlich der Zulassungsstudie sei angemerkt, dass die prim&#228;ren Endziele der klinischen Zulassung nicht der Schutz vor schweren Verl&#228;ufen, sondern vor symptomatischen Infektionen waren. Au&#223;erdem zeigten diese Studien keine verringerte Sterblichkeit in der geimpften Gruppe, was bei einem Impfstoff, der Leben retten soll, jedoch zu erwarten w&#228;re Laut dem Biostatistiker und ehemaligen Harvard-Professor <a href="https://www.barucker.press/p/falsche-impfstoffe-verabreicht?utm_source=publication-search">Martin Kulldorff:</a> gab es f&#252;r die modRNA-Impfstoffe hingegen keine Hinweise auf eine Verringerung der Sterblichkeit. Zu dieser Einsch&#228;tzung kam auch der Pharmazieprofessor <a href="https://www.barucker.press/p/professor-und-bmj-redakteur-zur-covid-impfung-und-kritischem-denken?utm_source=publication-search">Peter Doshi</a>. </p><p>Hinsichtlich der Arbeit des PEI und des von Cichutek stets hervorgehobenen g&#252;nstigen Risiko-Nutzen-Verh&#228;ltnisses ist die Begutachtung der Zulassungsstudien durch Peter Doshi von besonderer Relevanz. In einem <a href="https://www.mdr.de/ratgeber/gesundheit/download-900.ht">MDR-Interview</a> im Oktober 2022 fasste er die Nebenwirkungsrate wie folgt zusammen:<span> &#171;Die Studiendaten legen nahe, dass wir bei rund einem von 800 Geimpften ein erh&#246;htes Risiko dieser schweren Nebenwirkungen haben, also eine zus&#228;tzliche schwere Nebenwirkung pro 800 Geimpften. Das ist sehr viel h&#228;ufiger als bei anderen Impfungen, bei denen die Rate bei einem von 1 Mio. Geimpften liegt&#187; </span>Wie Klaus Cichutek anhand solcher Zahlen zu dem Schluss kommt, dass ein g&#252;nstiges Risiko-Nutzen-Verh&#228;ltnis bestehe, m&#252;sste wohl bei einer weiteren Ausschusssitzung gekl&#228;rt werden. </p><p>Als Cichutek gefragt wird, warum Deutschland gut durch die Coronajahre gekommen sei, f&#252;hrt er aus, dass das PEI mitverantwortlich daf&#252;r ist, dass es bereits Ende 2020 Impfstoffe gab. Das PEI wusste &#252;ber die &#171;vertretbaren Risiken der Impfstoffe sehr genau Bescheid, konnte sehr schnell reagieren und die Risiken reduzieren.&#187; Das oben skizzierte Astrazeneca-Debakel spricht eine andere Sprache. </p><p>Auch r&#252;ckblickend stellt Cichutek fest: &#171;Das hei&#223;t, ich w&#252;rde auch heute noch unter diesen Umst&#228;nden die entsprechenden Impfstoffe zulassen und zur Impfung freigeben.&#187;</p><p>Weiter f&#252;hrt Cichutek aus: &#171;Mich hat bewegt, ob ich Fehler bei der Zulassung der Impfstoffe zu diesem fr&#252;hen Zeitpunkt gemacht habe. Und nein, die wurden regelgerecht entwickelt.&#187; Laut Cichutek wurde die Sorgfalt nicht vernachl&#228;ssigt. R&#252;ckblickend stellt er fest: &#171;Und das sehe ich auch heute noch so. Das hei&#223;t, ich habe ein sehr gutes Gewissen und bin sehr froh, dass wir eine regelgerechte Impfstoffzulassung erreichen konnten.&#187; </p><p>Auf Nachfrage der SPD stellte Cichutek klar, dass das PEI Zugang zu allen Studienprotokollen und Daten im Hinblick auf die Zulassung hatte. Das legt die Vermutung nahe, dass dem PEI die aufgrund der hohen Nebenwirkungsraten eher ung&#252;nstige Nutzen-Risiko-Analyse bei den modRNA-Impfstoffen bekannt gewesen sein k&#246;nnten. Trotzdem sagt er: &#171;Die Risiken, die sehr seltenen Risiken, die sich mit bestimmten Impfstofftypen gezeigt haben, waren nicht vorhersehbar.&#187;</p><h4>Die Wirksamkeit</h4><p>Cichutek behauptet, dass die &#171;die Belegung der Intensivstationen in Deutschland und in anderen L&#228;ndern deutlich zur&#252;ckging nach dem die Impfung weit verbreitet war.&#187; Diese Behauptung l&#228;sst sich mit den offiziellen Zahlen der Auslastung der Krankenh&#228;user nicht belegen. In der folgenden Grafik erkennen Sie keine keinen deutlichen R&#252;ckgang der Auslastung der Intensivstationen seit dem Impfstart am  27. Dezember 2020. </p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png 1456w" sizes="auto, 100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png" width="1456" height="809" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:809,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:133483,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://www.barucker.press/i/204286818?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YezX!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cf882f-4680-4048-b62b-df0f8bc58141_1706x948.png 1456w" sizes="auto, 100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p>Es folgte eine Beschreibung Cichuteks davon, wie es gelang die sogenannten Impfstoffe so schnell auf den Markt zu bringen. Laut Cichutek kannte das PEI die mRNA, die eigentlich eine modRNA-Technik ist, da die mRNA bewusst modizifiert wurde,  sehr gut. Danach er&#246;rtert er die Verk&#252;rzung des Zulassungsprozesses, allgemein als Teleskopierung bezeichnet. Darin werden Pr&#252;fungsverfahren bereits begonnen, bevor andere vorhergehende Pr&#252;fungen wirklich abgeschlossen sind. </p><p>Die Beschreibung der schnellen Impfstoffentwicklung, bei der Cichutek sehr stolz wirkt, beendet er mit folgender Aussage: &#171;Und Sie k&#246;nnen sich wahrscheinlich vorstellen, dass alle Impfstoff- und Arzneimittelhersteller nach der Pandemie die ganze Zeit fragen, warum wir das nicht jeden Tag so machen.&#187; </p><p>Zur Zeit des Zulassungsverfahrens merkt Cichutek an, dass damals &#171;durchaus zus&#228;tzliches Personal zur Verf&#252;gung gestellt wurde&#187;. Spannend ist, dass die f&#252;r die Impfstoffsicherheit zust&#228;ndige Pharmakovigilanz-Abteilung so schlecht besetzt war und ist, dass sie bis heute die SafeVac2.0-Daten nicht ver&#246;ffentlicht hat. Die damalige Leiterin der Abteilung, Dr. Keller-Stanislawski, berichtete &#252;ber ihre &#220;berforderung aufgrund der hohen Anzahl an Verdachtsf&#228;llen. Vor dem Untersuchungsausschuss in Brandenburg <a href="https://reitschuster.de/post/es-gab-leute-die-haben-sich-nur-um-todesfaelle-gekuemmert/">sagte sie</a> im September 2023: &#171;Es gab Leute, die haben sich nur um Todesf&#228;lle gek&#252;mmert und Leute, die haben sich nur um Myokarditis gek&#252;mmert, wir hatten ja viel mehr Arbeit als zuvor, nur durch diesen Impfstoff. Wir haben aus anderen Abteilungen Hilfe bekommen, weil wir zu wenig Leute f&#252;r die Bearbeitung der Impfnebenwirkungen hatten.&#187; Cichutek erw&#228;hnt nicht ein einziges Mal, dass es einen <a href="https://www.barucker.press/p/safevac20-pei-meyer-hesselbarth?utm_source=publication-search">Meldeverzug</a> bez&#252;glich der laut Arzneimittelgesetz vorgeschriebenen Fristen f&#252;r Impfnebenwirkungen gegeben hat. Auf Nachfrage <a href="https://blog.bastian-barucker.de/safevac-pei-daten/">teilte mir</a> das PEI bez&#252;glich der Verdachtsf&#228;lle der SafeVac2.0-App im September 2025 mit, dass &#171;noch nicht s&#228;mtliche Verdachtsf&#228;lle von Nebenwirkungen an die EudraVigilance-Datenbank gemeldet worden sind&#187;. Es ist jedoch dazu verpflichtet, schwerwiegende Nebenwirkungen innerhalb von 15 Tagen und nicht schwerwiegende Verdachtsf&#228;lle innerhalb von 90 Tagen zu melden. Diese Aussage wurde zwei Jahre nach Beendigung der Datenerhebung get&#228;tigt. Ein enormer Meldeverzug!</p><p>F&#252;r die Zulassung stellte das Gesundheitsministerium also mehr Personal zur Verf&#252;gung, f&#252;r die Auswertung wichtiger Sicherheitsdaten jedoch scheinbar nicht. In einem umfassenden <a href="https://multipolar-magazin.de/artikel/safevac-daten-geheim">Artikel</a> der freien Journalistin Lena B&#246;llinger &#252;ber die SafeVac2.0-App wird deutlich, dass nur sehr wenige Mitarbeiter mit der Auswertung der App-Daten besch&#228;ftigt sind. Aktuell ist es trotz der enormen Verz&#246;gerung der Ver&#246;ffentlichung nur eine Person. Im selben Artikel wird ein Schriftsatz des Rechtswissenschaftlers Martin Schwab zitiert, aus dem hervorgeht, dass im PEI lediglich 13 Mitarbeiter die Verdachtsfallmeldungen des Spontanmeldesystems erfassen. Dabei handele es sich um Werksstudenten.</p><p>Wie es bei Personalmangel m&#246;glich ist, die Impfstoffsicherheit sorgf&#228;ltig und schnell zu &#252;berwachen, bleibt ebenfalls ungekl&#228;rt. Wie kann Herr Cichutek trotz dieser Umst&#228;nde ein reines Gewissen haben? </p><h4>Es gibt keine Untererfassung?</h4><p>Die Datenbasis f&#252;r die Sicherheitsberichte des PEI, die bereits mehrfach thematisiert wurde, sind die Verdachtsfallmeldungen, die durch das Spontanmeldesystem eingehen. Mindestens seit Beginn der Corona-Impfkampagne ist die damit verbundene Untererfassung ein hei&#223; diskutiertes Thema. In fr&#252;heren Publikationen <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/bulletin-arzneimittelsicherheit/2017/1-2017.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">sprach</a> das PEI unter Verweis auf mehrere einschl&#228;gige Studien von einer enormen Untererfassung. Dort hei&#223;t es: &#171;nur etwa sechs Prozent&#187; aller unerw&#252;nschten Arzneimittelwirkungen (UAW) und nur &#171;f&#252;nf bis zehn Prozent&#187; der schweren UAW w&#252;rden Sch&#228;tzungen zufolge gemeldet. W&#228;hrend der Corona-Impfkampagne <a href="https://multipolar-magazin.de/meldungen/0324">verneinte</a> das PEI dieses Ph&#228;nomen der Dunkelziffer pl&#246;tzlich. Auf der eigenen <a href="https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html?nn=169730&amp;pos=5">Webseite</a> hei&#223;t es jedoch: &#171;Bei der regul&#228;ren Erfassung von Verdachtsf&#228;llen von Impfnebenwirkungen im Rahmen der Spontanerfassung werden zwar Verdachtsf&#228;lle erfasst, nicht bekannt ist aber, wie viele Reaktionen aus unterschiedlichen Gr&#252;nden nicht gemeldet werden.&#187;</p><p>Frau Muhsal legt den Finger in diese Wunde und fragt Prof. Cichutek, wie hoch seiner Meinung nach die Untererfassung von Impfnebenwirkungen ist. Cichuteks bemerkenswerte Antwort ist, dass &#196;rzte, Angeh&#246;rige und Betroffene w&#228;hrend des Impfgeschehens hoch sensibilisiert gewesen seien, um auf Nebenwirkungen zu achten. Es habe laut Cichutek ein Vielfaches mehr an Verdachtsfallmeldungen von Nebenwirkungen in k&#252;rzester Zeit gegeben. Aufgrund dieser hohen Anzahl an Meldungen f&#252;hrt Cichutek weiter aus: &#171;Insofern kann ich nicht erkennen, dass hier tats&#228;chlich irgendwo noch eine Dunkelziffer von nicht gemeldeten Verdachtsf&#228;llen sein sollte. Da ist sehr viel gemeldet worden.&#187; Eine erh&#246;hte Anzahl an Meldungen kann jedoch nicht nur auf gesteigerte Sensibilit&#228;t, sondern auch auf ungew&#246;hnlich hohe Nebenwirkungsraten zur&#252;ckzuf&#252;hren sein.</p><p>Au&#223;edem <a href="https://archive.is/uCeFZ#selection-1013.11-1013.90">ergaben</a> mehrere Bundestagsanfragen des BSW, dass es bei den Corona-Impfstoffen 20-mal mehr Verdachtsmeldungen als bei anderen Impfstoffen gab.</p><p>Auf Muhsals Nachfrage, ob es keine Untererfassung gab, antwortet Cichutek ausweichend, dass mithilfe der SafeVac2.0-App aktiv nachgesucht wurde. Auf die erneute Nachfrage nach Belegen f&#252;r eine nicht vorhandene Untererfassung merkt Cichutek an, dass er dazu keine konkreten Daten habe, sondern nur seine pers&#246;nliche Beobachtung. Wie viele Verdachtsmeldungen mithilfe der SafeVac2.0 App gemeldet wurden, hat das PEI, bis heute nicht ver&#246;ffentlicht. Sogar vor Gericht gelang es mir nicht, diese Zahlen zu erstreiten, weil sie dem PEI laut eigener Aussage nicht vorliegen. Eine <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/007/2100747.pdf">Bundestagsanfrage</a> ergab jedoch, dass 0,5 % der Meldungen Verdachtsf&#228;lle von schwerwiegenden Nebenwirkungen betrafen. Das ist eine besorgniserregend hohe Zahl.  </p><p>Frau Muhsal rechnet vor, dass im Verh&#228;ltnis zu den verimpften Dosen mehr Verdachtsfallmeldungen eingegangen sind als bei herk&#246;mmlichen Impfungen. Sie fragt Cichutek, ob es aufgrund der fehlenden Auswertung der Daten der Kassen&#228;rztlichen Vereinigung und der Schw&#228;chen des Spontanmeldesystems m&#246;glich sein k&#246;nne, dass er mit der Impfung Menschen geschadet oder gar in den Tod geschickt habe. </p><p>Er antwortet, dass die Melderaten keinen Hinweis darauf geben, wie viele Nebenwirkungen tats&#228;chlich vorliegen. Das ist fachlich korrekt, da die Meldungen vom PEI zun&#228;chst gepr&#252;ft werden m&#252;ssen. Trotzdem bleibt fraglich, wozu die Melderaten dann in Sicherheitsberichten ver&#246;ffentlicht werden, wenn sie im Prinzip keine Aussagekraft besitzen.</p><p>Hinsichtlich der Untererfassung ist die Entscheidung von Andreas Sch&#246;fbeck, Vorstand der BKK Provita, Ende Februar 2022 eine <a href="https://www.barucker.press/p/heftiges-warnsignal-bei-impfnebenwirkungen-nach-corona-impfung?utm_source=publication-search">eigenst&#228;ndige Analyse</a> einer Stichprobe von 10.937.716 Versicherten zu ver&#246;ffentlichen, besonders aufschlussreich. W&#228;hrend das PEI die Krankenkassendaten nicht auswertete, tat Sch&#246;fbeck dies auf eigene Faust, um Licht ins Dunkel der Nebenwirkungsrate der modRNA-Pr&#228;parate zu bringen. Seine Ergebnisse, die er dem PEI und anderen Gesundheitsbeh&#246;rden zukommen lie&#223;, waren alarmierend. Sie zeigten, dass es eine &#171;erhebliche Untererfassung&#187; bei Impfnebenwirkungen geben muss. Sch&#246;ffbeck zufolge handelt es sich dabei um ein sehr ernstzunehmendes Alarmsignal. Er schrieb: &#171;Hochgerechnet auf die Anzahl der geimpften Menschen in Deutschland bedeutet dies, dass circa 4&#8211;5 % der Geimpften wegen Impfnebenwirkungen in &#228;rztlicher Behandlung waren.&#187;</p><p>Kurz vor einem geplanten Treffen mit dem PEI und nur zehn Tage nach seinem offenen Brief wurde Sch&#246;ffbeck vom Verwaltungsrat fristlos entlassen.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!dEhl!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F92b66b39-2033-4f2d-9271-a6e833785bee_1024x502.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" 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Cichutek bezieht sich auf die Sicherheitsberichte des PEI und f&#252;hrt aus, dass es 74 m&#246;gliche und wahrscheinliche Todesf&#228;lle durch die Impfung gab. Die Gesamtzahl der Verdachtstodesf&#228;lle, die laut PEI mittlerweile bei &#252;ber <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/bulletin-arzneimittelsicherheit/2025/1-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7">3.717 F&#228;llen</a> liegt, nennt er nicht. Au&#223;erdem f&#252;hrte er aus, dass die modRNA-Technik keine Ver&#228;nderung des Genoms vornehmen k&#246;nne. Laut Cichutek &#171;haben die mRNA-Impfstoffe eine mRNA, die der nat&#252;rlichen, in all unseren Zellen vorkommenden mRNA gleicht.&#187;</p><p>Cichutek, der bereits im Jahr 2015 an einer Impfung gegen Coronaviren mit einer neuartigen Technologie<a href="https://journals.asm.org/doi/epub/10.1128/jvi.01815-15"> arbeitete</a> ist als Biochemiker mit der Materie von Impfstoffplattformen sehr vertraut. Pikantes Detail: Unter den Namen der Mitautoren der Studie findet sich der ehemalige CEO von Biontech Ugur Sahin. Doch gleicht die von Sahin millionenfach unter Aufsicht von Cichuteks PEI verimpfte modRNA wirklich der nat&#252;rlichen? </p><p>Der Molekularbiologe Professor Klaus Steger <a href="https://www.mwgfd.org/2025/12/modrna-ist-kein-mrna/">f&#252;hrt</a> dazu Folgendes aus: &#171;Das durch die &#246;ffentlich-rechtlichen Medien verbreitete politische Narrativ von &#171;mRNA-Impfstoffen&#187; vermittelt den Menschen somit ein falsches Bild von Unbedenklichkeit, da sich nat&#252;rliche mRNA und synthetische modRNA funktionell wie zwei unterschiedliche Molek&#252;le verhalten.&#187; Weiter erl&#228;utert Steger: &#171;Die Instabilit&#228;t macht nat&#252;rliche mRNA f&#252;r den Routineeinsatz in der Medizin unbrauchbar. Daher wurde sie im Labor ver&#228;ndert, um die Stabilit&#228;t zu erh&#246;hen, die Lebensdauer zu verl&#228;ngern und die Effizienz der Proteinproduktion zu steigern. Das Ergebnis ist modifizierte mRNA, kurz modRNA.&#187;</p><p>Auf der <a href="https://www.biontech.com/de/de/home/pipeline-and-products/platforms/mrna-platforms.html#mrna-vaccines">Webseite</a> von Biontech wird die Aussage von Steger best&#228;tigt. Dort hei&#223;t es: &#171;Wir nutzen nukleosidmodifizierte mRNA (modRNA) f&#252;r unsere mRNA-Impfstoffkandidaten, die nat&#252;rlich vorkommende, modifizierte Bausteine f&#252;r eine verbesserte Stabilit&#228;t und reduzierte Immunogenit&#228;t enthalten, um so ungewollte Immunreaktionen zu minimieren und die Dauer der Proteinproduktion zu verl&#228;ngern &#8211; zwei der gr&#246;&#223;ten Herausforderungen bei der Entwicklung sicherer und wirksamer mRNA-Impfstoffe. Unsere mRNA-Impfstoffplattform hat die Entwicklung des ersten kommerziell erh&#228;ltlichen COVID-19-Impfstoffs erm&#246;glicht &#8211; ein klarer Beweis f&#252;r die Bedeutung und Wirksamkeit unserer Plattformtechnologie.&#187;</p><p>F&#252;r diese laut dem <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/nobelpreis-fuer-physiologie-oder-medizin-modifikation-mit-grosser-wirkung-0565baeb-2f91-40fc-b904-e1d0b458ad19">Deutschen &#196;rzteblatt</a> &#171;Modifikation mit gro&#223;er Wirkung&#187; bekamen die verantwortlichen Wissenschaftler 2023 den Medizin-Nobelpreis. BioNtech <a href="https://www.biontech.com/de/de/home/mediaroom/news/statements/2023/10/statement-katalin-kariko-and-drew-weissman-awarded-nobel-prize.html">kommentierte</a> die Verleihung so: &#171;Wir bei BioNTech gratulieren Kati (Katalin) Karik&#243; und Drew Weissman zum Nobelpreis f&#252;r Physiologie oder Medizin f&#252;r ihre Nukleosid-Basen-Modifikationen, die eine der wichtigen Innovationen f&#252;r unseren mRNA-basierten COVID-19-Impfstoff sind.&#187; </p><p>Steger bezeichnete die Verwendung des Begriffs als T&#228;uschungsman&#246;ver, um die potenziellen Risiken von modRNA-Plattformen zu verschleiern, und traf damit eine zugespitzte Aussage. &#171;Wer keinen Unterschied zwischen modRNA und mRNA erkennt, der erkennt auch keinen Unterschied zwischen einem Tiger und einer Hauskatze.&#187; Laut Steger ist es &#171;hoch problematisch, dass modRNA keinen &#171;Stopp-Knopf&#187; besitzt, da die zelleigenen Regulationsmechanismen f&#252;r mRNA bei synthetischer modRNA nicht oder nur sehr schlecht funktionieren.&#187;</p><p>Hat der ehemalige Chef des PEI vor dem Untersuchungsausschuss die Unwahrheit gesagt, oder erkennt er den Unterschied nicht? Versucht Cichutek die Sicherheitsrisiken der Plattformtechnologie, die er zu &#252;berwachen hatte, herunterzuspielen?</p><p>Schlie&#223;lich war die Corona-Impfkampagne der Startpunkt f&#252;r die massenhafte Anwendung dieser neuen Plattform, die es vorher nie auf den Markt geschafft hat. Um die lukrative Einf&#252;hrung dieser Technologie f&#252;r die Pharmaindustrie zu verstehen, sei angemerkt, dass von den bis 2027 prognostizierten weltweiten <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/covid-19-impfstoffe-bis-2027-kostentreiber-138316/">Ausgaben f&#252;r Arzneimittel</a> in H&#246;he von 457 Milliarden Euro 348 Milliarden Euro auf die Corona-Impfstoffe entfallen. Zu dieser Prognose kommt jedenfalls der Informationsdienstleister IQVIA.</p><h4>Kinderimpfungen: Volles Risiko &#8212;  aber kein Nutzen</h4><p>Das BSW spricht nun die &#171;kontrovers diskutierte&#187; Impfkampagne gegen&#252;ber gesunden Kindern und Jugendlichen an. Erinnert sie hier daran, dass Kinder und Jugendliche aufgrund der geringen Gefahr, die von Corona ausging, nie eine experimentelle Impfung <a href="https://www.barucker.press/p/volles-risiko-aber-kein-nutzen">gebraucht haben</a>. Es gab keinen medizinischen Anlass. Die Frage zielt auf die &#171;wissenschaftlichen Unsicherheiten&#187; und die erh&#246;hten Nebenwirkungsraten zu Beginn der Impfkampagne sowie auf die Frage, inwiefern die &#214;ffentlichkeit dar&#252;ber informiert wurde, ab. Cichutek kann sich nicht an erh&#246;hte Nebenwirkungseffekte erinnern, da bei den Impfstoffen f&#252;r Kinder und Jugendliche die Dosis stark reduziert wurde. </p><p>Der damalige Chef der St&#228;ndigen Impfkommission des RKI, Thomas Mertens, hat jedoch fr&#252;hzeitig auf hohe Nebenwirkungsraten hingewiesen. In einem <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript300.pdf">Interview</a> mit dem NDR vom 1. Juni 2021 sagte er: &#171;<span>1,3 Prozent der geimpften Kinder, nur von diesen 1100, hatten nach Einsch&#228;tzung der Studien schwere Reaktionen. Also der </span><a href="https://x.com/hashtag/Impfstoff?src=hashtag_click"><span>Impfstoff</span></a><span> ist schon sehr reaktogen, wie wir sagen, bei den Kindern.</span>&#187; Nicht ohne Grund hat Mertens in der Sendung von Markus Lanz davon <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/corona-krise/id_90454684/stiko-chef-bei-markus-lanz-ich-wuerde-meine-enkel-nicht-impfen-lassen-.html">abgeraten</a>, Kinder zu impfen. Bereits im April 2021 gab es offizielle Berichte auf vermehrte Myokarditis-F&#228;lle bei jungen M&#228;nnern nach Impfung. Diese Hinweise verdichteten sich vor allem in Israel und wurden im Juni 2021 als Alarmsignal <a href="https://www.science.org/content/article/israel-reports-link-between-rare-cases-heart-inflammation-and-covid-19-vaccination">ver&#246;ffentlicht</a>. Erst im Juli 2021 informierte das PEI mithilfe eines<a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/veroeffentlichungen-arzneimittel/rhb/21-07-19-covid-19-comirnaty-und-spikevax.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5"> Rote-Hand-Briefes</a> die &#196;rzteschaft &#252;ber diese Gefahr.</p><p>Zum Schluss des Untersuchungsausschusses r&#228;umt Cichutek auf Nachfrage der AfD ein, dass das Problem von Myokarditis und Perikarditis in den Zulassungsstudien &#171;im Einzelfall&#187; bereits zu sehen war.</p><p>Wenig sp&#228;ter empfahl die STIKO trotz <a href="https://www.barucker.press/p/kritische-analyse-der-stiko-impfempfehlung-fuer-kinder-ab-5-jahren?utm_source=publication-search">fehlender solider Daten zu den Nebenwirkungen</a> und trotz fehlender medizinischer Notwendigkeit die modRNA-Pr&#228;parate sogar f&#252;r Babys ab sechs Monaten.</p><p>Au&#223;erdem habe man durch Vergleiche der neutralisierenden Antik&#246;rper gezeigt, so Cichutek, dass die entsprechende Dosierung geeignet sei. Die Messung von Antik&#246;rpern hat jedoch keine relevante Aussagekraft zur klinischen Wirksamkeit einer Impfung &#8211; geschweige denn zum Nebenwirkungsprofil.</p><p>Der Top-Immunologe Andreas Radbruch <a href="https://www.barucker.press/p/moderna-kombi-mrna-wirksamkeit">&#228;u&#223;ert</a> sich diesbez&#252;glich wie folgt: &#171;Der Nachweis von m&#246;glicherweise sch&#252;tzenden Antik&#246;rpern im Blut ist kein Korrelat f&#252;r Schutz vor Infektion und Infektiosit&#228;t. Allein schon deshalb, weil die Antik&#246;rper im Blut zwar vor schweren Krankheitsverl&#228;ufen sch&#252;tzen m&#246;gen, f&#252;r den Schutz vor Infektion aber auf den Schleimh&#228;uten sein m&#252;ssten. Daf&#252;r m&#252;ssten sie zun&#228;chst aus dem Blut transportiert werden. Das ist kein Automatismus. Kurz gefasst: Den Schutz einer Impfung vor Infektionen sollte man also epidemiologisch erfassen, d. h. wie viel weniger Menschen sich anstecken und wie viel weniger Menschen schwer erkranken.&#187;</p><p>Laut Cichutek war auch das Risiko-Nutzen-Verh&#228;ltnis bei den Zulassungsstudien f&#252;r Kinder und Jugendliche g&#252;nstig. Die leider bereits verstorbene Medizinrechtlerin Dr. Brigtte R&#246;hrig <a href="https://blog.bastian-barucker.de/die-zulassungen-fuer-kinder-von-comirnaty/">widmet</a> sich in ihrem Buch explizit der Zulassung der modRNA-Impfstoffe f&#252;r Kinder und Jugendliche. Einige Ausz&#252;ge aus den relevanten Kapiteln lassen erahnen, wie umstritten Cichuteks Aussagen sind. <a href="https://blog.bastian-barucker.de/die-zulassungen-fuer-kinder-von-comirnaty/">Laut R&#246;hrig</a> war &#187;zum Zeitpunkt der Erteilung der ersten Zulassung f&#252;r Kinder im Alter von 5&#8211; 12 Jahren bereits die erste <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9613797/">Studie</a> von Prof. Ioannidis bekannt, in der er f&#252;r die Altersgruppe von 0&#8211; 19 Jahren ein Mortalit&#228;tsrisiko von 0, 0013 % errechnete.&#187; &#171;Warum &#252;berhaupt Zulassungen f&#252;r die Kinder erteilt werden und auch zuk&#252;nftig angepasste Injektionen zugelassen werden sollen, und wie &#252;berhaupt ein positives Nutzen-Risiko-Verh&#228;ltnis seitens der Beh&#246;rden angenommen werden kann, ist nach wie vor nicht nachvollziehbar.&#187; Auch die Studien zu Kindern wurden fr&#252;hzeitig entblindet und basierten auf sehr kleinen Teilnehmerzahlen.</p><p><span>In den geleakten </span><a href="https://www.rkileak.com/view?f=Sitzungsprotokolle/2021/Ergebnisprotokoll_Krisenstabssitzung_2021-08-06.docx"><span>RKI-Protokollen</span></a><span> ist im August 2021 bez&#252;glich der Risik-Nutzen-Analyse zu lesen, dass </span><em><span>&#8222;die STIKO den Nutzen einer Impfung nach wie vor nicht h&#246;her bewertet, als das Risiko durch die Erkrankung&#8220;. </span></em></p><h4>Die &#171;Pandemie der Ungeimpften&#187;</h4><p>Dann kommt im Untersuchungsausschuss die zweite H&#228;lfte des Jahres 2021 aufs Tablett. Damals wurden Ungeimpfte fast vollst&#228;ndig vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Entgegen der wissenschaftlichen <a href="https://www.merkur.de/politik/lauterbach-rki-protokolle-corona-robert-koch-institut-dokumente-files-pandemie-impfung-spahn-zr-93204778.html">Einsch&#228;tzung</a> des RKI sprach der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn von einer &#171;Pandemie der Ungeimpften&#187; und f&#252;hrte so die &#214;ffentlichkeit in die Irre. </p><p>Tats&#228;chlich spielten auch die Geimpften eine relevante Rolle im Infektionsgeschehen. Cichutek wird nun gefragt, ob es damals eine gesicherte Datenlage bez&#252;glich Ansteckung und Weitergabe des Virus gab. Cichutek behauptet, dass vor dem Auftreten der ansteckenderen Omikron-Variante eine &#171;gute Restaktivit&#228;t auch in Bezug auf Transmission - Verhinderung von Infektionen - bei den Impfstoffen zu vermerken war&#187;. Damit wiederholt er die oben bereits widerlegte These eines signifikanten Infektions-beziehungsweise Fremschutzes. Dass dieser Schutz nicht vorhanden ist, notierte man auch in den Protokollen des RKI-Krisenstabes bereits im September 2021, also einige Monate vor dem Auftreten der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/SARS-CoV-2-Variante_Omikron">Omikron-Variante</a> in Deutschland so: </p><ul><li><p><span>&#171;...virologische Daten (.), die eine a&#776;hnlich hohe Viruslast bei Geimpften wie bei Nicht-geimpften nahelegen.&#187; 01.09.2021</span></p></li><li><p><span>&#171;Viruslast im oberen Respirationstrakt ist bei Geimpften und Ungeimpften nicht wesentlich anders&#187; 24.09.2021</span></p></li></ul><h4>Keine Protokolle angelegt</h4><p>Zum Ende der Sitzung wird Cichutek durch die AfD mit einer der wohl brisantesten Verfehlungen des PEI konfrontiert. Meine eigenen <a href="https://www.barucker.press/p/pei-abteilung-protokolle?utm_source=publication-search">Recherchen</a> hatten ergeben, dass der f&#252;r die Impfstoffsicherheits&#252;berwachung zust&#228;ndige Fachbereich (Pharmakovigilanz) und die &#252;bergeordnete Abteilung fast w&#228;hrend der gesamten Corona-Impfkampagne kein einziges Protokoll angelegt haben soll. </p><p>Cichutek versichert, dass Sitzungen stattgefunden haben, umschifft aber konkret darauf zu antworten, ob Protokolle angefertigt wurden oder nicht und wer eine potentielle Nichtanfertigung veranlasst hat. Auf weitere Nachfrage teilt Cichutek mit, dass damals &#187;handeln vor ging&#187; und erst danach wurden Dinge &#171;dingfest niedergeschrieben.&#187; Laut Cichutek w&#252;rde sich das jedoch nachholen lassen. Die AfD will weiter wissen, ob es f&#252;r Prof. Cichutek mit den Anforderungen an eine nachvollziehbare Pharmakovigilanz vereinbar ist, wenn Besprechungen zwar stattgefunden haben, diese aber nicht protokolliert wurden. </p><p>Cichutek dazu &#171;Aus Qualit&#228;tsmanagementgr&#252;nden m&#252;ssen Ergebnisse nachvollzogen werden k&#246;nnen.&#187; Auf Nachfrage, ob fehlende Protokollierung vielleicht zu Qualit&#228;tsm&#228;ngeln gef&#252;hrt habe, entgegnet Cichutek, dass er glaube, dass das Pharmakovigilanz-System hervorragend funktioniert habe. </p><h4>Obduktionen gew&#252;nscht, aber nicht angeordnet</h4><p>Die AfD-Fraktion m&#246;chte nun wissen, warum es nach Impfungen keine Obduktionen gab und ob die Chargen bei Verdachtsf&#228;llen auf Nebenwirkungen erfasst werden. Cichutek r&#228;umt ein, dass die Chargennummern &#252;ber die SafeVac-App erfasst werden. Diese Daten wurden jedoch, wie oben bereits ausgef&#252;hrt, bis heute der &#214;ffentlichkeit nicht zug&#228;nglich gemacht. Cichutek behauptet au&#223;erdem, das PEI habe auf Grundlage dieser bisher nicht ver&#246;ffentlichten Daten nachgewiesen, dass es keine besonders schadenstr&#228;chtigen Chargen gegeben habe. <a href="https://archive.fo/2023.07.01-123221/https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/eci.13998">Mehrere</a> <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11356762/">Studien</a> hatten jedoch in drei verschiedenen L&#228;ndern das Gegenteil <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/eci.14271">nachgewiesen</a>, also das Vorhandensein besonders sch&#228;dlicher Chargen. Laut Cichutek hatte das PEI aufgrund der SafeVac2.0-App eine gro&#223;e Menge Daten zu den Chargen zur Verf&#252;gung.</p><p>Cichutek teilt bez&#252;glich der Obduktionen mit, dass sich das PEI vehement daf&#252;r eingesetzt hat, diese durchzuf&#252;hren, jedoch nicht in der Lage ist, sie anzuordnen. Diese Aussage kann als Hinweis auf die Vorgesetzten des PEI interpretiert werden. Das BMG h&#228;tte die M&#246;glichkeit gehabt, systematisch Obduktionen nach Impfungen durchf&#252;hren zu lassen. Dies hat beispielsweise der renommierte Pathologe und Direktor der Pathologie in Heidelberg, Peter Schirmacher, getan. Die WELT <a href="https://www.welt.de/vermischtes/article232900871/Corona-Pathologe-fordert-mehr-Obduktionen-von-Geimpften.html">berichtete</a> im August 2021: &#171;Der Direktor des Pathologischen Instituts in Heidelberg warnt gar vor einer hohen Dunkelziffer an Impftoten und beklagt: Von den meisten Patienten, die nach und m&#246;glicherweise an einer Impfung sterben, bek&#228;men die Pathologen gar nichts mit.&#187; Diese Aussage stehen im klaren Widerspruch zu Cichuteks Behauptung es g&#228;be keine Dunkelziffer. Schirmacher fand nach 200 Obduktionen Folgendes heraus: &#171;Mehr als 40 Menschen habe man bereits obduziert, die binnen zwei Wochen nach einer Impfung gestorben sind. Schirmacher geht davon aus, dass 30 bis 40 Prozent davon an der Impfung gestorben sind. Die H&#228;ufigkeit t&#246;dlicher Impffolgen wird aus seiner Sicht untersch&#228;tzt.&#187; </p><p>Abschlie&#223;end wird Cichutek noch einmal darum gebeten, zu erkl&#228;ren, wie das Risiko-Nutzen-Verh&#228;ltnis bei den modRNA-Produkten ermittelt wurde. Neben allgemeinen Bemerkungen und dem Hinweis, dass es sich dabei um eine umfassende Erhebung handelt, kann er sich an keinen Moment erinnern, in dem die Risiko-Nutzen-Analyse der mRNA-Pr&#228;parate nicht datenbasiert gewesen sein soll.  </p><h4>&#187;Impfstoffe verursachen keine Todesf&#228;lle.&#187;</h4><p>In der vierten und letzten Fragerunde weist die AfD-Fraktion Cichutek auf eine <a href="https://www.ardmediathek.de/video/panorama/klaus-cichutek-wir-tun-alles-um-todesursache-festzustellen/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS81ZmZhYzdjYy1hOTZiLTRkMGQtYTE0Yy0xNzU4OWZiNTU1Njc">Aussage von ihm</a> vom 21. Februar 2021 hin. Damals hatte er gesagt: &#171;Impfstoffe verursachen keine Todesf&#228;lle.&#187; Auf die Frage, ob er diese Aussage nach wie vor f&#252;r richtig h&#228;lt, erw&#228;hnt Cichutek ein weiteres Mal die 74 wahrscheinlichen Todesf&#228;lle nach Impfung und betont, dass jeder einzelne Fall schrecklich ist und vermieden werden sollte. Im Pandemiefall sei dies aber laut Cichutek &#187;noch mal anders zu betrachten.&#187; Auf Nachfrage f&#252;hrt er aus, dass es bei Pandemien zu sehr vielen Todesf&#228;llen und &#220;berlastungen der Intensivstationen kommt. Im Jahr 2020 gab es in Deutschland jedoch <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/keine-uebersterblichkeit-trotz-corona-amtsarzt-fordert-diskussion-ueber-die-mittel-der-pandemie-bekaempfung-108672">kein besonderes Sterbegeschehen</a> und die Intensivstationen waren in den Jahren 2020 und 2021 historisch <a href="https://www.barucker.press/p/interne-email-gkv?utm_source=publication-search">unausgelastet</a>. Die Abw&#228;gung von Menschenleben, die sowieso bereits unethisch und auch nach der <a href="https://www.merkur.de/politik/keine-abwaegung-leben-gegen-leben-405610.html">Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes</a> nicht zul&#228;ssig ist, fu&#223;te in dem Fall auf v&#246;llig falschen Grundvorraussetzungen. </p><p>Schlussendlich w&#228;hlt Cichutek eine clevere Strategie, um die offensichtliche Irref&#252;hrung der &#214;ffentlichkeit durch seine Aussage zu verschleiern. Er sagt, dass Impfstoffe keine Todesf&#228;lle verursachen sollten. Mit seinem Statement aus dem Jahr 2021 behauptete er unterdessen, dass sie keine Todesf&#228;lle verursachen., Wer erwartete, dass er angesichts der mindestens 74 als urs&#228;chlich anzusehenden Verdachtstodesf&#228;lle diese Aussage als Falschaussage einr&#228;umen w&#252;rde, wurde entt&#228;uscht.</p><p>Die letzte Frage, ebenfalls durch die AfD-Fraktion will er&#246;rtern, ob man durch die Impfung Herdenimmunit&#228;t erzeugen kann. Cichutek antwortet mit der seit Jahren <a href="https://charite3r.charite.de/metas/meldung/artikel/detail/corona_koennte_paradigmenwechsel_vorantreiben/">widerlegten Behauptung</a>, dass der pandemische Erreger Sars-Cov2 auf eine Bev&#246;lkerung traf, die keine Immunabwehr gegen das Virus hat, auch nicht durch vorherigen Kontakt mit &#171;durch verwandte Erreger&#187;. Er verneint also eine Kreuzimmunit&#228;t aufgrund vorheriger Infektionen mit anderen Coronaviren. Bereits im Juli 2020 ver&#246;ffentlichte eine Autorengruppe rund um den damaligen Charit&#232;&#8212;Professor f&#252;r <span>Regenerative Immunologie und Altern</span> Andreas Thiel jedoch <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-020-2598-9">Ergebnisse</a>, die bei 30 Prozent der Bev&#246;lkerung eine <a href="https://nachrichten.idw-online.de/2020/08/04/coronavirus-gibt-es-kreuzimmunitaet-in-der-bevoelkerung">Kreuzimmunit&#228;t</a> nachwiesen. Andreas Radbruch best&#228;tigte im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=zxqIy9y2AoM&amp;t=1s">Interview</a> mit mir auch diese in der Bev&#246;lkerung vorhandene Kreuzimmunit&#228;t. </p><p>Auf Anfrage bez&#252;glich der Aussagen von Prof. Cichutek teilt Immunologe Andreas Radbruch mit: &#171;In der Tat war schon fr&#252;h klar, dass die meisten, wenn nicht alle, in Deutschland bereits vor der Pandemie und der Impfkampagne eine Immunit&#228;t gegen SARS-CoV-2 hatten, die aus Ged&#228;chtnis T Lymphozyten bestand. So ganz immunologisch &#8220;naiv&#8221; waren wir also nicht. Die Behauptung ist einfach fachlich falsch. Ob das dazu beigetragen hat, dass SARS-CoV-2 von den meisten Menschan mit einem gesunden Immunsystem gut gemeistert wurde, sei dahin gestellt.&#187;</p><p>Die Bedeutung dieser immer wieder vorgetragenen Fehleinsch&#228;tzung einer komplett ungesch&#252;tzten Bev&#246;lkerung als Grundlage f&#252;r die Erzeugung von Angst und die Behauptung, alle Menschen impfen zu m&#252;ssen, kann nicht stark genug betont werden. Die Bev&#246;lkerung war nicht immunologisch naiv gegen&#252;ber Sars-Cov2.</p><p>Laut Cichutek ist es Lehrmeinung, dass drei Kontakte mit dem Antigen n&#246;tig sind, um eine Basisimmunit&#228;t zu entwickeln. Dies k&#246;nne eine Mischung aus Impfung und Infektion sein. Er behauptet au&#223;erdem, dass es ohne Impfung nicht m&#246;glich ist, einen Schutz vor der Krankheit zu haben. Er f&#252;gt jedoch hinzu, dass es im Einzelfall m&#246;glich sein kann, dass einzelne Personen aufgrund der Immunit&#228;t nahestehender Personen gesch&#252;tzt werden, also ein Fremdschutz. Cichutek f&#252;hrt jedoch nicht aus, dass die <a href="https://web.archive.org/web/20200911165400/https:/www.nytimes.com/2020/08/16/health/coronavirus-immunity-antibodies.html?action=click&amp;module=RelatedLinks&amp;pgtype=Article">erworbene Immunit&#228;t</a> der Impfimmunit&#228;t <a href="https://brownstone.org/articles/research-studies-affirm-naturally-acquired-immunity/">&#252;berlegen</a> ist und Genesene keine Impfung ben&#246;tigen. </p><p>Andreas Rabruch teilt auf Anfrage mit: &#171;Auch hier liegt Klaus Cichutek falsch, leider.&#187; Laut Radbruch erzeugt eine durchgemachte Infektion eine &#187;<a href="https://www.nature.com/articles/s41586-021-03647-4">stabile Immunit&#228;t</a>.&#187; Radbruch beschreibt, wie minderwertig die durch Impfung erworbene Immunit&#228;t im Vergleich zur durch Infektion erworbenen Immunit&#228;t ist.: &#171;Man kann also annehmen, dass eine dreimalige Impfung dann genau so viele Plasmazellen wie eine einzige durchlebte Infektion induziert. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn Impfungen  erzeugen ja in der Regel abgeschw&#228;chte Immunreaktionen.&#187;</p><p>Bez&#252;glich der Impfung von Genesenen und der sogenannten &#171;hybriden Immunit&#228;t&#187;, einem Begriff, der in der Corona-Zeit entstanden ist, teilt Andreas Radbruch auf Anfrage mit: &#171;Die These von der &#252;berlegenen &#8220;hybriden&#8221; Immunit&#228;t ist schlicht und einfach immunologischer Quatsch. Die Impfung von Genesenen ist ungef&#228;hr so sinnvoll wie die 4., 5. etc. Impfung von Geimpften. Und das in einer Situation, in der die meisten sowieso mehrfach infiziert sind. Ich bin erstaunt, dass diese Fehleinsch&#228;tzungen nicht durch Lernf&#228;higkeit eingefangen werden, und sich bis heute halten.&#187; Eindeutiger kann Kritik kaum ausfallen. </p><h4><strong>Die Chargenpr&#252;fung</strong></h4><p>Danach geht es um die Qualit&#228;t der oben im Falle von Astrazeneca beschrieben Chargenpr&#252;fung, die in der Verantwortung des PEI liegt. Seit Jahren &#252;bt eine Gruppe von Chemieprofessoren <a href="https://blog.bastian-barucker.de/matysik-corona-impfstoffe/">Kritik</a> an der Art und Weise des Pr&#252;fungsverfahrens und <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/chemiker-fragen-zu-corona-impfstoffen-was-zum-teufel-soll-da-vertuscht-werden-2318308">dr&#228;ngte</a> auch bei der EMA auf die Herausgabe der Pr&#252;fprotokolle. Sie bekamen massiv geschw&#228;rzte <a href="https://www.nachdenkseiten.de/?p=89043">Protokolle</a>.</p><p>Ohne dass eine konkrete Frage dazu gestellt wird, &#228;u&#223;ert sich Cichutek von selbst zu Restmengen von Plasmid-DNA in den Impfstoffen. Die Pr&#252;fung dessen hat das PEI nicht selbst durchgef&#252;hrt, sondern dem Hersteller &#252;berlassen. Laut Cichutek wurde entschieden, dass dies &#171;kein sicherheitsrelevanter Test ist&#187;, weshalb es f&#252;r nicht notwendig gehalten wurde, die Chargen selbst dahingehend zu pr&#252;fen. Doch dazu gibt es durchaus andere Ansichten. </p><p>Das PEI hatte in einer <a href="https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/mitteilungen/231222-pruefung-mrna-impfstoffe-verunreinigungen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">Stellungnahme</a> auf die &#246;ffentliche Debatte im Dezember 2023 reagiert und behauptete: &#171;Eine Plasmid-DNA-Restmenge ist aber in kleinen, als unsch&#228;dlich geltenden Mengen unterhalb eines in der Zulassung festgelegten Grenzwerts vorhanden.&#187; Gleichzeitig erf&#228;hrt der Leser, dass das PEI diese angeblich unsch&#228;dliche Restmenge nicht selber bestimmt: &#171;Die Testung auf Rest-DNA ist nicht Teil der offiziellen experimentellen OMCLTestung (Official Medicines Control Laboratory) zur Chargenfreigabe.&#187; Das PEI ist so ein &#171;Offizielles Arzneimittelkontrolllabor.&#187; (OMCL)</p><p>Erw&#228;hnenswert ist, dass ein sehr informativer MDR-Bericht zu dieser potenziellen Verunreinigung <a href="https://www.nachdenkseiten.de/?p=109057">depubliziert</a> wurde, ohne dass journalistische Standards verletzt wurden. Er ist jedoch <a href="https://odysee.com/@AP24NEWS:6/MDR-Umschau-12.12.2023-%C3%BCber-DNA-Verunreinigungen-von-mRNA-Impfstoffen:3">hier</a> weiterhin zu finden. Erinnern Sie sich an den Anfang des Artikels, in dem ein externes Labor und nicht das PEI eine betr&#228;chtliche Verunreinigung in Astrazeneca-Impfstoffdosen festgestellt hat? Brigitte K&#246;nig, Professorin f&#252;r medizinische Mikrobiologie, untersuchte f&#252;nf Chargen der modRNA-Impfstoffe und fand in allen &#171;erhebliche Mengen von Fremd-DNA, die weit &#252;ber dem Grenzwert liegen&#187;. Sie wurde in dem gel&#246;schten MDR-Beitrag interviewt. </p><p>Auch der Verein &#171;Mediziner und Wissenschaftler f&#252;r Gesundheit, Freiheit und Demokratie&#187; hat sich zur DNA-Verunreinigung wie folgt <a href="https://www.mwgfd.org/wp-content/uploads/2025/01/Rest-DNA.pdf">ge&#228;u&#223;ert</a>: &#171;Seit Februar 2023 haben verschiedene Labore in allen untersuchten Chargen des COVID-19- &#8222;Impfstoffs der Firmen Pfizer/BioNTech und Moderna Reste von Plasmid-DNA nachgewiesen, deren Konzentration deutlich &#252;ber dem derzeit geltenden Grenzwert lag.&#187;</p><p>Wesentlich bez&#252;glich der generellen Chargenpr&#252;fung ist auch, dass der Hersteller die zu pr&#252;fenden Chargen dem PEI zuschickt und nicht spontan und ohne Voranmeldung gepr&#252;ft werden. Es ist demnach nicht nachpr&#252;fbar, ob die eingeschickten Proben wirklich repr&#228;sentativ sind. Diese Praxis, die wenig Vertrauen erweckt, best&#228;tigt Cichutek auch vor dem Ausschuss. Er ist der Meinung, dass der Hersteller die Proben spontan entnimmt und diese damit repr&#228;sentativ ist. </p><p>Auf die Verwendung der Nanolipide angesprochen, &#228;u&#223;ert Cichutek, dass diese nach den vorgesehenen Parametern hergestellt wurden und von ihnen kein Risiko ausgeht. Auch diese Einsch&#228;tzung wurde bereits fr&#252;hzeitig infrage gestellt. Bereits zu Beginn der Corona-Impfkampagne &#228;u&#223;erte sich die auf dem Gebiet der molekularen Herz-Kreislaufforschung t&#228;tige Wissenschaftlerin <a href="https://www.mdc-berlin.de/de/person/dr-vanessa-schmidt-kruger">Dr. Vanessa Schmidt-Kr&#252;ger</a>. Ihrer Meinung nach geht von den Lipidnanopartikeln (LNP) eine <a href="https://tkp.at/2021/01/03/gefahren-ausgehend-von-lipidnanopartikeln-in-mrna-impfstoffen/">relevante Gefahr</a> aus. Sie nahm ihre h&#228;ufig geklickten Erkl&#228;rvideos zu diesem Thema aus dem Netz, da sie massiv unter Druck gesetzt wurde und ihre Person sch&#252;tzen wollte. </p><p>Der Verein &#171;&#196;rztinnen und &#196;rzte f&#252;r individuelle Impfentscheidung&#187;, der die Arbeit des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und die gesamte Corona-Impfkampagne kritisch begleitet hat, hat ebenfalls die Datenlage zu den Lipidnanopartikeln begutachtet. In dem Fachartikel zu den LNPs hei&#223;t es: &#171;Gro&#223;e Kohortenstudien mit &#252;ber 99 Millionen Teilnehmern konnten bereits starke Sicherheitssignale bei den mRNA-COVID-19-Impfstoffen entdecken, so etwa zu Myokarditis und Perikarditis, die mit den entz&#252;ndlichen Eigenschaften der LNPs in Zusammenhang stehen. Eine 2025 ver&#246;ffentlichte randomisierte, aktiv gegen einen Influenza-Impfstoff-kontrollierte Phase-1-Studie konnte erstmals anhand des Zytokinprofils nachweisen, dass die systemischen Impfreaktionen der modRNA-Impfstoffe direkt auf die LNPs zur&#252;ckzuf&#252;hren sind.&#187;</p><p>Zum Abschluss seines ersten Zeugenbesuchs in einem Untersuchungsausschuss blickt Cichutek nach vorne. F&#252;r die Zukunft w&#252;nscht er sich die Erhaltung des PEI sowie mehr Forschung zu Impfungen gegen potenzielle Pandemieerreger. Man habe aus der Pandemie viel gelernt und sei auf kommende Pandemien gut vorbereitet. </p><h4>Fazit</h4><p>Einige der Aussagen des ehemaligen Pr&#228;sidenten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, stehen im klaren Widerspruch zu wissenschaftlich gut gesicherten Erkenntnissen rund um die Corona-Impfkampagne. Es gibt demnach ausreichend Anlass, zu pr&#252;fen, ob es sich dabei um strafrechtlich relevante Aussagen handelt. </p><p>Dar&#252;ber hinaus wiederholt Cichutek das Mantra sicherer und wirksamer Impfstoffe sowie einer soliden Impfstoff-Sicherheits&#252;berwachung. Dieses Mantra sollte von Beginn an Vertrauen in die Impfstoffe und die Institutionen schaffen. Wenn er jedoch aufgrund konkreter Nachfragen pr&#228;zise Antworten geben muss, wirkt Cichutek unsicher und kann sich an wichtige Details nicht erinnern. Erkennbar wurde auch, dass selbst ein Untersuchungsausschuss nur dann wirksam werden kann, wenn die Fragesteller &#252;ber viel Fachwissen verf&#252;gen und den Aufkl&#228;rungswillen mitbringen. Obwohl die Fraktionen doppelt so viel Zeit haben wie in der Enquetekommission des Deutschen Bundestags, reichen zehn Minuten nicht aus, um den Zeugen in einer Art Kreuzverh&#246;r ernsthaft zu befragen. </p><p>Um die vielen massiven Verfehlungen der beh&#246;rdlichen Impfstoff&#252;berwachung l&#252;ckenlos aufzukl&#228;ren, sind wahrscheinlich Gerichtsverhandlungen n&#246;tig, in denen geschulte Anw&#228;lte die Verantwortlichen des PEI befragen d&#252;rfen. Trotz der systemischen M&#228;ngel des Formats in Erfurt w&#252;rde sich eine weitere Einladung an Herrn Cichutek oder andere seinerzeit Verantwortliche lohnen. </p><div><hr></div><p><strong>Weitere Recherchen erm&#246;glichen:</strong></p><ul><li><p>Bastian Barucker, GLS Bank, IBAN: DE02 4306 0967 1115 7847 01, BIC: GENODEM1GLS, Betreff: Schenkung</p></li><li><p><span>PayPal: info@bastian-barucker.de (</span><a href="https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YX7MY368YS526">Link</a><span>)</span></p></li></ul><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://www.barucker.press/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Dieser Substack wird von den Lesern unterst&#252;tzt. 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